Vor Borkum im Watt: Was bitte treibt unsere Redakteurin da?
Heute.at
  • 1 /23 Die Insel Borkum hat mehr zu bieten als Nordsee-Romantik ...
    ...
    (Bild: Wikimedia Commons/Matthias Süssen, CC BY-SA 3.0)
  • 2 /23 ... in Form von endlosen Dünen ...
    ...
    (Bild: Fee Riebeling)
  • 3 /23 ... herrlich breiten Stränden und ...
    ...
    (Bild: Fee Riebeling)
  • 4 /23 ... Robbenbabys direkt vor der Haustür.
    ...
    (Bild: Fee Riebeling)
  • 5 /23 Definitiv eines der Highlights der westlichsten der sieben bewohnten Ostfriesischen Inseln ist Albertus Akkermann, der singend durchs Watt führt.
    ...
    (Bild: Fee Riebeling)
  • 6 /23 Was absurd tönt, kommt richtig gut, wie die Teilnahme an seiner Watt'n'Konzert-Tour zeigt. Denn immer mit dabei ...
    ...
    (Bild: Fee Riebeling)
  • 7 /23 .. ist sein Akkordeon. Darauf spielt er während der Tour wahlweise traditionelle Lieder von der Küste, eigene Kompositionen oder Songs bekannter Künstler wie Element of Crime. Aber auch punkto Sprüchen hat Akkermann einiges drauf. Eine Auswahl:
    ...
    (Bild: Fee Riebeling)
  • 8 /23 Bitterer Strandwermutstropfen: "Schon mit sechs Jahren bin ich mit meinem Opa hier in die Salzwiesen gegangen und habe mit ihm Strandwermut abgeschnitten. Zu Hause wurde der getrocknet. Wenn wir Magenschmerzen hatten, hat meine Oma daraus Tee gekocht. Und dann wurden wir gezwungen, den zu trinken. E-k-e-l-h-a-f-t! Wermut ist richtig bitter. Aber wegen dieser Bitterstoffe ist er total gut für den Magen und den Darm."
    ...
    (Bild: Fee Riebeling)
  • 9 /23 Nomen est omen:"Warum die Herzmuschel Herzmuschel heißt? Tatsächlich weil es eine Muschel ist, die von der Seite wie ein Herz aussieht."
    ...
    (Bild: Fee Riebeling)
  • 10 /23 Pazifische Felsenaustern: "Die Pazifische Felsenauster wurde hierher gebracht, damit in der Nordsee wieder Austern gefischt werden können, nachdem die Nordseeauster ausgerottet war. Aber die haben hier keine Felsen ..."
    ...
    (Bild: Fee Riebeling)
  • 11 /23 "... Der nächste ernst zu nehmende Felsen ist die Insel Helgoland in 70 Kilometern Entfernung. Und das ist echt nicht gut ..." (Im Bild: Haupt- und Nebeninsel von Helgoland)
    ...
    (Bild: Fee Riebeling)
  • 12 /23 "... Deshalb wachsen die Austern hier an Spundwänden und Buhnen - und auf Miesmuscheln, was problematisch ist. Denn die Austern sind deutlich größer als die Miesmuscheln und verhindern im schlimmsten Fall, dass diese aufklappen und atmen können." (Im Bild: Austern auf Miesmuscheln)
    ...
    (Bild: Fee Riebeling)
  • 13 /23 Beschreiben, was man sieht: "Wisst ihr, wo der Ausdruck Watt herkommt? Na, wie nennt man das, wenn man durch flaches Wasser geht? Waten. Gleicher Wortstamm. Watt ist friesisch und bedeutet flach und nicht tief. Und hier, wo wir stehen, reicht mir das Wasser bei Hochwasser bis zum Knie. Das ist flach, da watet man höchstens. Daher hat das Watt seinen Namen."
    ...
    (Bild: Fee Riebeling)
  • 14 /23 Muscheln können laufen: "Für Kinder bis zur 4. Klasse nenne ich das 'Muschelrennen', für ältere Schüler 'Muscheln können laufen mit anschließender Analyse' und für euch 'Anpassungsmaßnahme und Überlebensstrategien von Herzmuscheln in einem dynamischen Lebensraum unter besonderer Berücksichtigung ausgeprägter Gezeiteneffekte'. Alle drei meinen das Gleiche ..."
    ...
    (Bild: Fee Riebeling)
  • 15 /23 "... nämlich dass die Muscheln außerhalb des Wassers bis zu 48 Stunden überleben können. Neben Wasser brauchen sie auch Sand. In den graben sie sich ein, denn nur da sind sie geschützt vor Fressfeinden wie dem Austernfischer. Der frisst am Tag bis zu 120 Herzmuscheln. Da wird der Schnabel ganz schön beansprucht. Und deswegen wächst der ganz schnell nach."
    ...
    (Bild: Fee Riebeling)
  • 16 /23 Wattwürmer, die rücksichtslosen Rekordhalter: "Sie fressen pro Jahr bis 25 Kilogramm Sand mitsamt dem sich darin befindenden toten organischen Material. Das schafft sonst keiner. Dann zersetzen sie das Ganze in Mineralstoffe, die sie am Ende zusammen mit dem Sand ausscheiden - ohne Rücksicht, frei nach dem Motto 'Was raus muss, muss raus' ...
    ...
    (Bild: Fee Riebeling)
  • 17 /23 ... Damit tragen die Wattwürmer wesentlich dazu bei, dass der Wattboden mit Sauerstoff versorgt wird. Viele Wattwurmhaufen sind also ein gutes Zeichen. Und wenn man sich das so überlegt, dann laufen wir hier gerade durch den größten Scheißhaufen der Erde. Gleichzeitig ist das der sauberste Sand, den es im Wattenmeer zu finden gibt."
    ...
    (Bild: Fee Riebeling)
  • 18 /23 Muschelchen Piss:"Ich versuche jetzt eine Sandklaffmuschel zu finden. Ausgewachsen können die mehr als 250 Gramm wiegen - so viel wie zweieinhalb Tafeln Schokolade ...
    ...
    (Bild: Fee Riebeling)
  • 19 /23 ... Wenn ich die kitzle, fährt sie ihren Sipho bis zu 30 Zentimeter weit aus. Dabei handelt es sich um einen Muskel, mit dem sie an der Oberfläche ihrer Höhle nach Nahrung sucht. Sie frisst winzig kleine Kieselalgen, die ähnlich wie Kühe auf der Weide auf einem Haufen leben ...
    ...
    (Bild: Fee Riebeling)
  • 20 /23 ... Mit dem Sipho kann man aber auch Leute nass spritzen. Und dann sag ich immer; 'Einige von euch können sich jetzt so richtig angepisst fühlen.' Wir nennen die Muscheln im Plattdeutschen nämlich Michauster - übersetzt: Pisser oder Pinkelmuschel. Es sollte klar sein, warum."
    ...
    (Bild: Fee Riebeling)
  • 21 /23 Am Ende der Tour schickt Akkermann jeweils einen Teilnehmer in ein Schlickloch, das tückischerweise nur auf den ersten Blick wie eine riesige Lacke aussieht. Unter der vermeintlich unspektakulären Wasseroberfläche geht es ein ganzes Stück hinab. Innerhalb von Sekunden kann man bis zum Knie oder noch tiefer einsinken.
    ...
    (Bild: Fee Riebeling)
  • 22 /23 Zu dem mulmigen Gefühl während des Einsinkens gesellt sich der intensive Geruch von Schwefelwasserstoff. "Das kommt daher, dass du im Grunde genommen in nichts anderem als ganz feinem Sand und vergammelten Tieren und Pflanzen stehst", erklärt der Wattführer. Eine interessante Vorstellung ...
    ...
    (Bild: Fee Riebeling)
  • 23 /23 ... findet Redakteurin Fee Riebeling. Doch schnell wieder aus dem Loch herauszukommen, ist gar nicht so einfach. Es wirkt, als ob das Watt seinen Fang nicht mehr gehen lassen möchte. Und man kann sich vorstellen, wie gefährlich es wäre, ohne die Begleitung eines Wattführers dort hineinzugeraten.
    ...
    (Bild: Fee Riebeling)
Zur Startseite
Jetzt E-Paper lesen