6 /13 "Ich bin in Wiener Neustadt aufgewachsen, als Jugendlicher war ich immer links, mit der Grundeinstellung alle Menschen sind gleich, Nazis sind Schweine, usw. Was man halt mit 15/16 Jahren für richtig hält. Wir waren immer friedlich drauf und haben nur im Ernstfall die Konfrontation gesucht. So und jetzt der Knackpunkt : ich habe mich in meinem ganzen Leben nie mit einem rechtsradikalen geschlagen, sondern fast jeden Tag in dieser Zeit kam es zu Auseinandersetzung mit schlecht integrierten Mitbürgern, mit Wurzeln aus Türkei, Tschechien, Tschetschenien, Albanien, Serbien und die Aggression ging nie von uns aus, weil wir waren links, wir waren für "Ausländer rein" und gegen das Rechte System usw... Aber von ihnen wurden wir als Gesindel wertlos angesehen, sie drohten, provozierten, bespuckten, haben junge Mädchen blöd und aufdringlich angegraben, wegen aufreizender Kleidung beschimpft und bedroht. Ich weiß gar nicht wie oft ich den Spruch: "ich ficke dein Mutter" gehört habe. Wir wurden diskriminiert obwohl wir "für" sie waren. Und jetzt muss man sagen das ist fast 13 Jahre her ich will nicht wissen wie es der heutigen Jugend geht, unterdrückt und eingeschränkt im eigenen Land, nachts am besten nicht mehr alleine draußen sein usw. Das war und ist Rassismus weil ich Österreicher war! Und nein ich bin nicht rechts und war nicht rechts, ich habe Freunde die Immigranten sind und ich verurteile und verachte keine Menschen die an Religion glauben oder eine andere Hautfarbe haben." Gregor S.
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