2 /3 2. PLATZ: Andrijana Todorovic, NMS Quellenstraße 144, 1100, 4B. Begründung der Jury für Erwachsene: Das Bild ist ein Meisterwerk der surrealen Darstellungskunst und irritiert, wie es sonst nur bei Bildern von Magritte oder Dalí der Fall ist. Das Werk entführt uns in das Reich des Phantastischen und des Absurden, da es mit der tradierten Vorstellung von Gebäuden bricht und das Klischee von Wien als Weltstadt der klassischen Musik aufgreift, weil es einen Gemeindebau in der Form von Musikinstrumenten zeigt. Dabei versteht es die Künstlerin mit ihrer extrem reduzierten und nüchternen Technik, ein Maximum an suggestiver Wirkung zu entfalten, da sie dem sozialen Wohntraum sprichwörtlich einen Flügel verleiht. Auch die Tatsache, dass nur eine einzige, schnurgerade Straße zu sehen ist, die direkt im Gebäude mündet, erweckt beim Betrachten des Bildes den Eindruck, dass am Gemeindebau als musikalische Symphonie, kein Weg vorbeiführt. Begründung der Jury für Kinder: Das Bild thematisiert, dass Wien die Stadt der klassischen Musik ist, indem es Gemeindebauten zeigt, die wie Musikinstrumente aussehen. Dieser Zugang hat der Jury sehr gefallen. Auch der Gemeindebau ist, genauso wie die Musik, ein kulturelles Erbe, das es zu erhalten gilt. Neben der Idee an sich, hat der Jury auch die Zeichnung selber sehr gut gefallen, weil sie wirklich sehr schön gezeichnet ist. Sehr klar, sehr genau, fast so, wie ein Architekt einen ersten Entwurf eines Gebäudes wirklich zeichnen würde.
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