Das Hotel spricht von einem schwerwiegenden Fehler.
NEWS5
Ein Hotel im bayerischen Ort Lam sorgt nach einer abgewiesenen Buchungsanfrage von israelischen Touristen für massive Empörung. Die Urlauber erhielten auf Englisch die Nachricht, dass in der Unterkunft keine Juden erlaubt seien. Daraufhin machte die israelische Generalkonsulin Talya Lador den Vorfall auf der Plattform X öffentlich und verurteilte das Vorgehen scharf. Das Hotel "Zum Hirschen" wurde als erste Konsequenz umgehend von der großen Buchungsplattform booking.com entfernt. Der Juniorchef der betroffenen Unterkunft ruderte mittlerweile zurück und bat den abgewiesenen Gast in einer E-Mail formell um Entschuldigung. Als Erklärung gab der Betrieb an, dass man seit Längerem mit gefälschten Buchungen sowie Phishing-Versuchen kämpfe und ein Mitarbeiter die diskriminierende Nachricht im Frust über vermeintlichen Betrug verfasst habe. Um die Aufrichtigkeit der Reue zu beweisen, hat das Familienhotel die betroffenen Touristen nun zu einem einwöchigen, kostenlosen Urlaub eingeladen. Dennoch hat der Vorfall ein juristisches Nachspiel, da der Antisemitismusbeauftragte des bayerischen Justizministeriums derzeit mögliche rechtliche Schritte prüft. Offen ist bislang noch, ob sich aus dem Fall tatsächlich ein förmliches Verfahren entwickeln wird. Für das Hotel hat der Vorfall zudem bedrohliche Folgen, denn laut Betreiberangaben gehen dort inzwischen täglich Morddrohungen ein. Das Verantwortlichen vor Ort äußerten tiefe Bedauerung, da dieser Vorfall in keinster Weise diskriminierend gemeint war. Der Bürgermeister des Marktes im bayerischen Wald befindet sich ebenfalls vor Ort. Foto: NEWS5 / Lars Haubner Weitere Informationen... https://www.news5.de/news/news/read/42069
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