Differenzen im Büro

19. Juli 2018 08:07; Akt: 19.07.2018 11:13 Print

Jeder 3. Arbeitnehmer leidet unter Streit im Team

Führungskräfte belastet Streit seltener, sie diskutieren Probleme häufiger auf Sachebene.

 (Bild: iStock)

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Wo Menschen zusammenkommen, gibt es auch immer wieder Streit. Ein Online-Stimmungsbild unter 567 österreichischen Arbeitnehmern zeigt nun, dass Differenzen im Büro für viele Betroffene häufig zur Belastung werden. Nur an den wenigsten Arbeitsplätzen ist die Stimmung immer entspannt.

Dicke Luft im Büro: Belastet dich Kollegen-Streit? Diese Frage stellte karriere.at seinen Usern auf Arbeitnehmerseite per Online-Voting. Die meisten, nämlich 35 Prozent der Befragten, gaben an, dass ständig Spannung in der Luft liegt. Gut jeder Fünfte (22 Prozent) leidet häufig unter Differenzen, weil es an Streitkultur mangle. Immerhin jeder vierte Umfrageteilnehmer (27 Prozent) gibt zwar zu, dass es gelegentlich zu Spannungen komme, diese aber meist sachlich ausdiskutiert würden. Nur 16 Prozent sagen, dass Streit nie vorkomme.

Führungskräfte leiden dem Umfrageergebnis zufolge seltener unter Streit im Büro. 34 Prozent der 147 Befragten auf Unternehmensseite geben an, gelegentliche Spannungen sachlich aus dem Weg zu räumen. Rund ein Viertel (26 Prozent) melden, dass ihre Arbeitsplätze absolut Streit-frei seien. Genauso viele (26 Prozent) berichten hingegen von häufigen Dissonanzen und mangelnder Streitkultur. Nur 14 Prozent der Führungskräfte, HR-Manager und Unternehmer fühlen sich durch Krach mit oder unter Kollegen belastet.

Streit ist Produktivitätskiller

„Ständiger Streit am Arbeitsplatz betrifft nicht nur die unmittelbar Beteiligten, sondern kann auch ernste Auswirkungen auf ein gesamtes Team haben“, weiß Thomas Olbrich, Chief Culture Officer (CCO) von karriere.at. Er rät, Konflikten auf alle Fälle auf den Grund zu gehen und im Team nach Lösungsansätzen zu suchen: „Konflikte entstehen häufig aufgrund von organisatorischen Fehlern oder mangelnder Struktur. Ist dies der Fall, ist die Führungsebene gefordert, um für alle Teammitglieder ein gesundes Arbeitsumfeld zu gewährleisten. Streit unter Kollegen kann durch eingeschränkte Effizienz und mangelhafte Produktivität ansonsten definitiv zum Kostenfaktor werden“, betont Thomas Olbrich.

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(kiky)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Konfusius am 19.07.2018 16:58 Report Diesen Beitrag melden

    Wer braucht Mobbing?

    Viele Leute leiden oft nicht an der Arbeit selber, sonder eher an wadelbeisserischen Kollegen, die gerne aus einer Mücke einen Elefanten auftuermen und hinter sich Dreck produzieren, damit die da unten ausrutschen. Durch solche Barbareien wir viel Potenzial zerstört.

  • schurkraid am 19.07.2018 12:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    aha

    gibtd eigentlich nur büro jobs oder wieso wird nur von dieser branche immer berichtet? denen muss es ja echt schlimm gehn keine klima anlage oh mein gott... aber auf der fassade arbeiten bei 30 grad im schatten und nen halben sonnenstich bekommen ist wurst

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  • Hans am 20.07.2018 11:58 Report Diesen Beitrag melden

    Frauenanteil ist auch ein Aspekt

    Ich sage mal was ganz Ketzerisches aus eigener Erfahrung: Sobald der Frauenanteil im Team eine gewisse Grenze übersteigt, sagen wir ca. 20 Prozent, gibt es Intrigen und Zickenterror. Das kann die Arbeit am Projekt erheblich erschweren, weil wichtige Informationen gegenüber Teammitgliedern zurück gehalten werden oder die Arbeit anderer sabotiert wird. Auch der Umgang mit Fehlern wird schuldorientiert und nicht mehr lösungsorientiert. Ja, es ist kulturell bedingt, denn ich habe das im Ausland auch ganz anders erlebt, also es liegt nicht unbedingt am weiblichen Geschlecht an sich.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Tine am 08.08.2018 18:48 Report Diesen Beitrag melden

    Schmierblatt

    Der Artilel erscheint seit Monaten in regelmässigen Abständen immer wieder!

  • Fragefix am 25.07.2018 22:28 Report Diesen Beitrag melden

    Fisch und so

    Wie heißt es so schön: Der Fusch fängt am Kopf zu stinken an. Dazu ist dann der Vorgesetzte da, um Teamstreitereien zu schlichten. Im Nitfall muss man halt auch mal harte Entscheidungen treffen. Oftmals liegen solche Sachen nämlich auch an schlechter Teamführung bzw. Über- oder Unterforderung.

  • iMiC am 21.07.2018 21:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gibts aber auch Männer

    Hab da auch einen Kollegen. Der ist an manchen Tagen wie 20 Frauen, die ihre Periode haben. Als Erklärung hört man sich dann an wie unglücklich er privat ist... Sorry, aber not our Business... Geh heim und wein, aber business ist business.

  • Der Therapäut am 21.07.2018 15:03 Report Diesen Beitrag melden

    Wo????????

    Komisch in der Werbung zeigen sie alles ist super und easy.

  • Einfach gesagt am 21.07.2018 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Offenes Wort

    Hallo, machtpositionen werden ausgenutzt und die Personen die sich nicht wehren werden gemoppt. Anreden: Meister aller Klassen sind noch das wenigste. Kollegen manipulieren, wenn man mal in Urlaub ist, das sie danach mit einem nicht mehr reden. Mit Kündigung drohen, wenn man sich versucht sachlich zu wehren usw. Zwei Kollegen kündigten und es wird noch schlimmer. Einsicht nein. Keim zusammenhalten im Team. Nur eigene Interessen da es um die eigene Arbeit geht, die man nicht verlieren will.