"Teetotalism"

08. Mai 2019 15:47; Akt: 08.05.2019 16:41 Print

Warum Alkohol bei der Generation Y out ist

Viele Menschen der Generation X trinken keinen Alkohol. Diese Bewegung hat sogar einen Namen: "Teetotalism".

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2016 gab es weltweit 2,8 Millionen Todesfälle, die auf Alkoholkonsum zurückzuführen sind. Alkohol wird zudem mit Behinderungen und Sterbefällen bei der Altersgruppe zwischen 15 und 49 Jahren in Zusammenhang gebracht. "Alkohol ist die neue Zigarette", so hat die amerikanische Autorin Ruby Warrington in ihrem Buch "Sober Curious" den Trend beschrieben, dass immer weniger junge Menschen trinken.

Forschungsergebnisse dämpfen den Status als Gewohnheit

"So wie das Rauchen mittlerweile wesentlich weniger glamourös ist, wird es ebenfalls schwieriger werden, die Gewohnheit des Trinkens zu verteidigen, je mehr Studien über die Langzeitfolgen von Alkohol für die Gesundheit herauskommen," so die Autorin gegenüber der "Vogue". Sie selbst hörte, als sie mit Yoga begann, zu trinken auf und trinkt heute nur in Ausnahmefällen.

"Teetotalism" bei einem Zehntel der Weltbevölkerung

"Teetotalism" ist dabei mehr als nur ein Modewort. 2018 hat die Weltgesundheitsorganisation darüber informiert, dass bei 237 Millionen Männern und 46 Millionen Frauen weltweit eine Substanzabhängigkeit festgestellt werden kann. Ändern sich die Trinkgewohnheiten nicht, wird der globale Konsum wieder wachsen, so die Annahme. Jedoch gibt es Hoffnung: Mehr als die Hälfte der 15-jährigen trinken nicht und ein Zehntel der Weltbevölkerung verzichtet ganzjährig auf Alkohol.

Alkoholkonsum löst mehr als sieben Krebsarten aus

Die gesundheitlichen Vorteile liegen auf der Hand. Eine Reduzierung der Menge senkt das Risiko für Krebs, Lebererkrankungen und Schlaganfälle. Bei mehr als sieben Krebsarten gilt Alkohol als Hauptverursacher. Auch der Energiehaushalt und die Schlafqualität können bei Verzicht gesteigert werden.

Wellness-Welle schärft Bewusstsein

Mittlerweile erreicht dieses Bewusstsein auch die Gastronomie, deren Bild sich in den letzten Jahren geändert hat. Es gibt genügend antialkoholische Alternativen im Angebot von Bars wie auch bei Festivals. Ein Bewusstsein, das auch von der großen Wellness-Welle profitiert und transportiert wird, wo überall das Wohlgefühl im Vordergrund steht und dementsprechend vermarktet wird.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gegenüber am 09.05.2019 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Na dann ist ja alles gut

    Kein Alkohol. Dafür andere Drogen in allen möglichen chemischen Zusammensetzungen...

  • Ludl am 09.05.2019 08:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz genau

    Dafür nehmens mehr Bunte Pulverl! Aber die Natur macht die Zua die Chemie macht di hie!

    einklappen einklappen
  • Auch nur eine Meinung am 08.05.2019 20:15 Report Diesen Beitrag melden

    Alkohol problematisch

    Glaube eher wird mehr getrunken und härtere Getränke. Solche Meldungen sollen den Anschein erwecken, dass strengere Regelungen unnötig sind.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Knortz am 12.05.2019 18:12 Report Diesen Beitrag melden

    Und die Pharma hetzt weiter..

    Jetzt wird behauptet, dass Krebs durch Alkoholkonsum entsteht. Davor warens ja 'ausschliesslich' die Zigaretten. Dass der Individualverkehr und daraus resultierende Luftverschmutzung stark dazu beiträgt wird nach wie vor verheimlicht. Pharmalügen...

  • Sammy am 12.05.2019 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    War 10 Jahre Alkoholiker

    In der Gastronomie gearbeitet und in meinen Top Zeiten 3 Flaschen Wodka getrunken! Mein Trinkgeld war am Ende der Arbeit weg und die nächsten 2 Tage musste ich im Bett verbringen weil mein Körper so gestreikt hat das ich nicht mal Tee in mir behalten konnte. Jetzt bin ich trocken weil ich weiß das ich getrunken habe um zu vergessen und nicht des Spasses halber. Ich glaube viele haben so viel Stress unter der Woche das sie am Wochenende einfach vergessen wollen und dazu muss man schon bisschen was tanken. Gesellschaftlich natürlich gewollt und geduldet.

  • Wiener am 11.05.2019 20:51 Report Diesen Beitrag melden

    AlkoholikerNation

    Das hört die ewig gestrige AlkoholikerNation Österreich natürlich nicht gern.

  • Kannitverstan am 09.05.2019 15:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Man sollte

    tagsüber oftmals mit grünem Tee laut gurgeln und danach langsam die Räucherstäbchen im Wohnzimmer zählen.

  • Gegenüber am 09.05.2019 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Na dann ist ja alles gut

    Kein Alkohol. Dafür andere Drogen in allen möglichen chemischen Zusammensetzungen...