In Bedrängnis

09. Juli 2019 10:22; Akt: 09.07.2019 10:41 Print

Apfel-Krise: Bauern sollen nun Beeren produzieren

Weil in Österreich und der Europäischen Union immer weniger Menschen Äpfel kaufen, sollen steirische Apfelbauern in Zukunft auf Beeren umsteigen.

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Die steirischen Bauern sind in Bedrängnis! Wenige Wochen vor der neuen Ernte sind die meisten Lager noch immer bis zu einem Drittel mit der Vorjahresernte gefüllt.

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Die Situation ist äußerst kritisch und dürfte sich auch in Zukunft nicht viel bessern. Der Grund: Es gibt Probleme beim Export, immer weniger Menschen kaufen Äpfel.

Das gilt sowohl für die Menschen in Österreich als auch in der Europäischen Union. Zudem hat sich die Apfelproduktion in Österreich in den vergangenen 30 Jahren verdoppelt. Und auch in der EU stieg die Produktion enorm an.

"Apfel-Abnahme um eine Drittel reduziert"

"Die Apfel-Abnahme durch den Konsumenten hat sich in den letzten zehn Jahren um ungefähr ein Drittel reduziert und so erklärt sich natürlich, warum bei Dauerkulturen, die in großem Maß produziert werden und dann nicht abgesetzt werden können, eine große Menge verfügbar ist", erklärt Eva-Maria Gantar vom Branchenverband für Obst und Gemüse gegenüber dem ORF.

Damit in Zukunft wieder mehr Äpfel gekauft werden, sollten laut Gantar nicht nur neue Sorten angepflanzt werden, sondern auch eine generelle Umplanung stattfinden.

"Man sollte nicht allein den Apfel weiter forcieren, sondern insbesondere auf neue Kulturen setzen, um auf den Markt zu reagieren, das heißt, man sollte verstärkt in Softfruits investieren, also in Beerenobst, von Himbeeren über Heidelbeeren bis hin zur Melonenproduktion, die auch regional möglich ist", so Gantar.

Veränderung der Anbauflächen

Eine solche Umstellung werde auch zu Veränderungen der Anbauflächen führen. Gantar weiter: "Ich denke, dass sich allein durch die Sortenumstellung und das Auflösen von Plantagen mit alten Sorten etwa ein Viertel der Flächen verändern wird müssen"

Vor allem im asiatischen Markt sieht Eva-Maria Gantar gute Chancen für einen Export, wenn man bei den neuen Sorten Premiumqualität produziert. "Wachsende Märkte sind momentan vor allem im asiatischen Raum zu finden, das heißt, alles was Richtung Indien oder China geht", erklärt Gantar.

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(wil)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ja ja am 09.07.2019 10:41 Report Diesen Beitrag melden

    Ja ja

    Ich denke, es ist völlig anders rum: Die neuen Sorten schmecken nach nix und werden gewachst und bespritzt, damit sie optisch gut aussehen. Sind Einheitsbrei. Her mit den alten Sorten. Diese sollten gefördert werden. Himbeeren brauchen mehr Wasser. Das wird teuer. Ein kg um 12,-- Euro - das ist verständlich, dass das mehr einbringt als ein kg Äpfel heutzutage um 3,80 - Euro. Früher waren die Preise noch leistbar. Heute nimmer. Früher haben wir viel Obst gegessen. - Heute nimmer. Weil es extrem teuer geworden ist. Und die gute Qualität durch die "neuen Sorten" den Bach runter ging.

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  • Mopsi am 09.07.2019 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    Fr

    Gute Äpfel bekommt man kaum...mehlig,kein Saft, generell ist das ganze Obst völlig unreif...und sehr teuer

  • ECHTER Österreicher am 09.07.2019 10:54 Report Diesen Beitrag melden

    Unbedachte EU - Außenpolitik

    Das sind die Folgen der Russlandsanktionen wegen der Ukraine. Ich hoffe die Ukraine dankt uns das.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Mopsi am 09.07.2019 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    Fr

    Gute Äpfel bekommt man kaum...mehlig,kein Saft, generell ist das ganze Obst völlig unreif...und sehr teuer

  • Applepie am 09.07.2019 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Wundert keinen....

    Solange der Kilo Äpfel aus Übersee um ein Drittel bis um die Hälfte billiger ist...

  • ECHTER Österreicher am 09.07.2019 10:54 Report Diesen Beitrag melden

    Unbedachte EU - Außenpolitik

    Das sind die Folgen der Russlandsanktionen wegen der Ukraine. Ich hoffe die Ukraine dankt uns das.

  • ja ja am 09.07.2019 10:41 Report Diesen Beitrag melden

    Ja ja

    Ich denke, es ist völlig anders rum: Die neuen Sorten schmecken nach nix und werden gewachst und bespritzt, damit sie optisch gut aussehen. Sind Einheitsbrei. Her mit den alten Sorten. Diese sollten gefördert werden. Himbeeren brauchen mehr Wasser. Das wird teuer. Ein kg um 12,-- Euro - das ist verständlich, dass das mehr einbringt als ein kg Äpfel heutzutage um 3,80 - Euro. Früher waren die Preise noch leistbar. Heute nimmer. Früher haben wir viel Obst gegessen. - Heute nimmer. Weil es extrem teuer geworden ist. Und die gute Qualität durch die "neuen Sorten" den Bach runter ging.

    • Crashcar am 09.07.2019 11:11 Report Diesen Beitrag melden

      Richtig!

      Stimmt genau. Kaum noch Geschmack. Hoher Wasseranteil, um das Gewicht zu heben und dazu noch jede Menge Chemie. Wer noch einen Baum der alten Sorten im Garten oder am Hof stehen hat, darf sich echt glücklich schätzen. Vielleicht gibt es noch ein paar Leute, die das alte Gut noch zu schätzen wissen und ein paar Plätze für die alten Sortenschätze haben.

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