Nährstoffbündel

23. Januar 2019 10:21; Akt: 26.03.2019 11:24 Print

Gekeimte Sprossen sind echte Vitaminbomben

Die gehypten Sprossen sind gebündelte Nährstofftransporteure und können einfach in die tägliche Ernährung integriert werden.

 (Bild: iStock)

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Ob morgens ins Müsli, mittags in den Salat, als Suppenzutat oder in einem Smoothie - wegen der vielen Nährstoffe macht es Sinn darüber nachzudenken gekeimte Sprossen im Speiseplan aufzunehmen. Fast kein Nahrungsmittel verfügt über einen ähnlich hohen Vitalstoffgehalt wie die Nährstoffbombe.

Vitamin-Anstieg um bis zu 500 Prozent

Verglichen mit dem minimalen Gehalt an Kalorien, ist ihr Innenleben eine einzige Nährstoff-Bombe. In der Phase des Wachstums, wo die Samen sich in Sprossen entwickeln, kommt es zu einem hohen Anstieg an Vitaminen und Mineralien. Während des Keimens verdoppeln und verdreifachen sich diese. Vitamin B1 und Provitamin A steigen auf das Doppelte an, Vitamin B2 sogar auf 500 Prozent. Die Sprossen enthalten auch Vitamin C.


Eine Proteinquelle mit Gleichgewichtssinn

Sie sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen, Chlorophyl und Proteinen und bringen den Säure-Basen-Haushalt des Körpers ins Gleichgewicht. Die Nährstoffe können vom Körper in dem Zustand optimal aufgenommen werden. Weil sie zu 25-30 Prozent aus Proteinen bestehen, sind sie ideal für Veganer und auch Sportler profitieren davon.


Der beste Zustand für den Stoffwechsel

Alles, was Sie brauchen, sind Wasser und Licht. Je nach Sorte liegt die Keimdauer zwischen zwei Tagen und einer Woche. Ohne Feuchtigkeit kann man die fertig gekeimten Sprossen maximal drei Tage im Kühlschrank lagern.

Bei dem Prozess der Keimung werden die komplexen Kohlenhydrate in Einfach- und Doppelzucker umgewandelt. Diese sind einfacher zu verstoffwechseln. Auch ein Anstieg an ungesättigten Fettsäuren und freien Aminosäuren ist zu beobachten.

Ungekeimte Getreidekörner und Hülsenfrüchte enthalten hingegen Phytinsäure, die den Körper daran hindert die enthaltenen Nährstoffe aufzunehmen. Erst beim Vorgang des Keimens wird sie abgebaut.


Auf die Saat gekommen


Jede Hülsefrucht und jedes Getreide ist keimbar. Man kann Kresse, Alfalfa, Quinoa, Linsen, Kamut und Mungobohnen keimen lassen. Da ist sicher für jeden Geschmack etwas dabei. Im Reformhaus und Bioladen gibt es fertige Mischungen aus Saaten und Keimen.


Anleitung:

1. Sortieren Sie Steinchen und aufgebrochene Samen aus.
2. Die gewünschte Menge mit der doppelten Menge Wasser über Nacht in ein Gefäß geben und mit einem Tuch abdecken.
3. Am nächsten Morgen die Samen unter fließendem Wasser abspülen und abtropfen lassen.
4. Zwei- bis dreimal am Tag spülen und inzwischen das Keimgerät an einen warmen Platz OHNE direktes Sonnenlicht stellen.
5. Nach ein bis zwei Tagen sind die ersten Veränderungen erkennbar.

Achten Sie darauf, dass genügend Luft dazukommt und verschließen Sie das Gefäß nicht komplett. Wassern Sie die Saaten regelmäßig und fügen Sie antibakterielle Sorten hinzu, um einem möglichen Bakterienwachstum entgegenzuwirken. Nach dem Gebrauch mit Essig spülen und Wurzelhärchen entfernen.

Wem das zu aufwendig, ist, der kann auch fertige Keimlinge kaufen.

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(GA)

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