Süßstoffgehalt nach wie vor hoch

12. Juni 2019 08:53; Akt: 18.06.2019 09:20 Print

Viele Milchprodukte enthalten zu viel Zucker

Ein Vorsorgeinstitut hat den Test gemacht und kommt zum Ergebnis, dass noch sechs von zehn Produkten die Vorgaben nicht erfüllen.

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Bei den 1.200 vom medizinischen Vorsorgeinstitut Sipcan untersuchten Milchprodukten ist noch weitgehend ein hoher Zuckergehalt zu verzeichnen. Das Institut möchte daher das Bewusstsein der Konsumenten schärfen.

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Zuckergehalt in Lebensmitteln sinkt

Zwar gäbe es bereits eine Tendenz in die richtige Richtung, jedoch wären noch positivere Ergebnisse wünschenswert. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 lag der durchschnittliche Zuckergehalt noch bei 24,6 Prozent. Er sank in den letzten Jahren auf aktuelle 12,4 Prozent. Damals erfüllten auch nur 17 Prozent aller untersuchten Produkte die Vorgaben. Nun sind es zumindest 40 Prozent. Bei aktuell 2,3 Millionen übergewichtigen Erwachsenen ist es alarmierend, dass noch sechs von zehn Produkten die Zielvorgaben nicht erfüllen.

Milchprodukte sind wertvolle Nährstofflieferanten und versorgen uns mit Eiweiß, Kalzium und Vitaminen. Daher gelten sie als fester Bestandteil einer ausgewogenen Esskultur. Jedoch sind in einem Becher Vanillejoghurt etwa schon 48 g Zucker enthalten. Was bei einer Menge von 250 g einem Fünftel des Inhalts entspricht.

Täglicher Verzehr übersteigt den Bedarf

Laut Empfehlungen sollten pro Tag drei Portionen Milch oder Milchprodukte im Umfang von etwa 500 g konsumiert werden. Im Alltag der Österreicher sieht das jedoch anders aus: Ein Mann konsumiert im Durchschnitt 310 g, eine Frau 268 g Milchprodukte.

"Konsumenten brauchen Orientierung. Mit Süßstoffen gesüßte Milchprodukte mogeln als ‚light‘ markiert gesunden Konsum vor, die Gesamtsüße bleibt durch die Süßstoffe aber hoch. Jeder Konsument sollte aber die ehrliche Chance haben, sich schrittweise an weniger Süße gewöhnen zu können“, mahnt die Präsidentin der Österreichischen Diabetes Gesellschaft Univ.-Prof. Dr. Alexandra Kautzky-Willer „und schließlich sind auch Süßstoffe nicht ganz unbedenklich.“

Sie unterscheiden dabei Milchprodukte zum Trinken und Milchprodukte zum Löffeln. Ein erfolgreiches Testergebnis liegt vor, wenn der Gesamtzuckergehalt 12g/100ml/g nicht überschreitet, keine Süßstoffe oder Zuckeraustauschstoffe enthalten sind und der Fettgehalt bei maximal 4,2 Prozent liegt.

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(GA)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nachd Enker am 13.06.2019 17:45 Report Diesen Beitrag melden

    Ist wohl schwierig

    vom übersüßten schrittweise den Zucker zu reduzieren UND keine Kunen zu verlieren

  • Thirona Sul am 17.06.2019 16:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Headline

    ...mal wieder unrichtig. Süßstoff ist etwas anderes als reiner Zucker. Süßstoff z.B. in Form von Stevia beeinflusst den Insulinspiegel nicht negativ. Herkömmliche Süßstoffe täuschen dem Körper Zucker vor, der jedoch nicht zugeführt wird. Zucker selbst und künstliche Süßstoffe verursachen daher Übergewicht und fördern Entzündungen sowie Diabetes und andere schwere Krankheiten. Mit Fructose sollte man übrigens auch vorsichtig umgehen.

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  • Thirona Sul am 17.06.2019 16:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Headline

    ...mal wieder unrichtig. Süßstoff ist etwas anderes als reiner Zucker. Süßstoff z.B. in Form von Stevia beeinflusst den Insulinspiegel nicht negativ. Herkömmliche Süßstoffe täuschen dem Körper Zucker vor, der jedoch nicht zugeführt wird. Zucker selbst und künstliche Süßstoffe verursachen daher Übergewicht und fördern Entzündungen sowie Diabetes und andere schwere Krankheiten. Mit Fructose sollte man übrigens auch vorsichtig umgehen.

  • Nachd Enker am 13.06.2019 17:45 Report Diesen Beitrag melden

    Ist wohl schwierig

    vom übersüßten schrittweise den Zucker zu reduzieren UND keine Kunen zu verlieren