17. Tag des Kaffees

01. Oktober 2018 10:05; Akt: 01.10.2018 10:08 Print

Zu diesem Kaffee greifen Österreicher am liebsten

von Christine Scharfetter - Die Österreicher halten ihrem Lieblingsgetränk die Treue: Auf über 1000 Tassen Tassen kommen wir pro Kopf im Jahr.

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Espresso, Kafi Crème oder Latte Macchiato: Wir zeigen, wie aus dem Wachmacher ein echtes Superelixier wird. Geben Sie nächstes Mal anstatt Zucker eine Prise Zimt in die Tasse: Das Supergewürz verleiht Ihrem Kaffee nicht nur einen 1001-Nacht-Geschmack, es senkt auch den Cholesterinspiegel und steckt voller Antioxidantien. Kardamom wird in der ayurvedischen Medizin als Königin unter den Gewürzen bezeichnet. Eine Prise im Kaffee schmeckt gut, neutralisiert die schlechteren Eigenschaften von Koffein (Kardamom wirkt entsäurend) und stärkt das Immunsystem. Wissenschaftler der amerikanischen Clarkson-Universität fanden heraus, dass die Kombination aus Kakao und Kaffee sowohl die Durchblutung im Gehirn als auch die Konzentration steigert. Gleichzeitig soll Kakao die durch das Koffein herbeigeführte Nervosität reduzieren. Fitness-Freaks schwören auf den «Bulletproof Coffee». Dabei werden 1 EL Butter und 1 EL Kokosöl mit einer Tasse Filterkaffee vermischt. Dieser Mix soll Energie für den ganzen Morgen liefern und gleichzeitig den Stoffwechsel ankurbeln. Einen Versuch ist es wert! Ihr Magen rumort nach einem Cappuccino? Grund daran könnte warme Kuhmilch sein, die nicht alle gleich gut verdauen. Versuchen Sie es mit Mandel- oder Reismilch. Zugegeben, der Schaum wird nicht ganz so schön - dafür ist er oft verträglicher. Je nach Anbau, Ernte und Verarbeitung gibt es auch bei Kaffee qualitative Unterschiede. Einige Pflanzen sind stark mit Pestiziden und anderen chemischen Pflanzengiften belastet. Es lohnt sich also, Bio-Kaffee zu kaufen. Klar, ein Espresso nach dem Mittag ist verlockend. Wer nachts aber besonders tief schlafen will, sollte ab 15 Uhr keinen Kaffee mehr trinken. Wechseln Sie daher nachmittags auf eine koffeinfreie Variante - oder bleiben Sie länger auf.

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In den österreichischen Haushalten laufen die Kaffeemaschinen weiter auf Hochtouren: Lauf Tchibos Kaffeereport 2017 greift im Schnitt jeder Österreicher dreimal am Tag zur Kaffeetasse. Und dabei steht die Qualität im Vordergrund. „Österreich ist unumstritten ein Land mit herausragenden Kaffeetraditionen. Deshalb kennen die Österreicher in puncto Geschmack, Qualität und Convenience keine Kompromisse“, so Harald J. Mayer, Präsidenten des Österreichischen Kaffeeverbandes.

Umfrage
Zu welchem Kaffee greifen Sie am liebsten?
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Insgesamt 17 Teilnehmer

Das Frühstücksgetränk Nummer eins der Österreicher, 77,5 Prozent starten mit Kaffee in den Tag, überrascht auch immer mit neuen Varianten: Ob klassisch heiß mit diverser Milchschaum-Variationen in vegan sowie laktosefrei oder kalt gebrühter Kaffee, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut.

Die Nummer 1 im Kaffehäferl

Dabei greift fast die Hälfte der Österreicher (48,8 Prozent) aber immer noch am liebsten zu einer Tasse Cappuccino. Auf Platz 2 folgt der klassische Espresso (36,8 Prozent). Die Wiener Melange wurde bei Tchibo Kaffeereport nicht erfasst und ist somit vermutlich mit dem Cappuccino gleichzusetzen.

Geschmack schlägt Wirkung

Obwohl die belebende Wirkung von Kaffee außer Frage steht, ist sie für die Mehrheit der Österreicher beim Kaffeetrinken dennoch nicht auf Platz 1: Für 52,5 Prozent aller Befragten ist der Geschmack der wichtigste Grund zu der heißen (oder inzwischen auch kalten) Tasse zu greifen. Dicht gefolgt vom Energieschub, der für 43,2 der Österreicher ausschlaggebend für den Kaffeegenuss ist.

Portionsgenaue Zubereitung

Wenn es um die Wahl der Kaffeezubereitung in den eigenen vier Wänden geht, dann ist die Präferenz der Österreicher klar: 52 Prozente möchten ihren Kaffee schnell und unkompliziert genießen, wie es die portionsweise Zubereitung auf Knopfdruck ermöglicht. Die aktuellen Marktzahlen bescheinigen die wachsende Beliebtheit von Vollautomaten: seit 2003 (9,1 Prozent) hat sich der Anteil der Kaffeevollautomaten mehr als verdreifacht (2018: 38,1 Prozent). „Diese Zahlen sprechen eine klare Sprache – die tassengenaue Zubereitung auf Knopfdruck, wie es der moderne Vollautomat und Einzelportionssysteme bieten, haben den Kaffeemarkt nachhaltig revolutioniert. Es geht weniger um Quantität, sondern immer mehr um die Qualität des Genussmomentes,“ erklärt Mayer.

Das positive Wachstum bei Vollautomaten und Einzelportionssystemen geht primär zu Lasten der traditionellen Filterkaffeemaschinen. Diese verzeichnet gegenüber 2016 einen weiteren Rückgang von 1,2 Prozent, seit 2003 hat sich ihr Anteil von 74,2 Prozent auf 30,8 Prozent halbiert.

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