Statistik

08. Januar 2018 10:02; Akt: 08.01.2018 11:56 Print

Über 30.000 Embryonen liegen in Österreich auf Eis

Erstmalig gibt es eine Statistik zu Samen- und Eizellspenden in Österreich. Für die Plattform "aktion leben österreich" gibt sie Anlass zur Sorge.

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Die "aktion leben" fordert bessere Aufklärung für Frauen mit Kinderwunsch. (Bild: iStock)

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Die Bundesstelle "Gesundheit Österreich" hat erstmalig Daten zu Samen- und Eizellspenden veröffentlicht. "So mangelhaft die Informationen der Statistik sind, so wurde zumindest erstmals die Zahl der gelagerten tiefgefrorenen Embryonen bekanntgegeben", so die Plattform "aktion leben österreich". Demnach seien derzeit 30.238 sogenannte entwicklungsfähige Zellen eingefroren.

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"Das entspricht fast der Einwohnerzahl von Feldkirch", so Martina Kronthaler, Generalsekretärin der "aktion leben". Diese hätten sich innerhalb von zehn Jahren angesammelt und müssten nach einer Frist vernichtet werden. "Es handelt sich um embryonale Menschen. Die hohe Zahl zeigt, dass die Problematik der überzähligen Embryonen bisher vernachlässigt wurde und völlig ungelöst ist", so Kronthaler.

Aufklärung gefordert

Kronthaler kritisiert, dass man zwar wüsste, wie oft fremde Samen und Eizellen verwendet wurden, man allerdings nicht erfahre, wie oft danach ein Kind geboren wurde. Gesundheitliche Probleme der schwangeren Frauen und der Kinder würden ebenfalls nicht erfasst. "Das heißt: Die Statistik ist völlig ungenügend, um die Eizellspende hinsichtlich ihres Nutzens und hinsichtlich ihrer Risiken für Spenderinnen, Empfängerinnen und Kinder beurteilen zu können", so Kronthaler.

Die Plattform fordert eine bessere Aufklärung, vor allem für Frauen und Paare mit Kinderwunsch. "Außerdem brauchen wir dringend eine wissenschaftliche Erforschung der Risiken, die Mutter und Kind bei einer In-vitro Fertilisation und die Frauen mit Eizellspenden eingehen", so Kronthaler. "Es ist nicht tragbar, dass Paare mit Kinderwunsch völlig uninformiert über die Risiken und Folgen von Techniken der Fortpflanzungsmedizin für die Frauen und die Kinder bleiben."

++ Embryo war 24 Jahre lang eingefroren ++

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • claudia am 08.01.2018 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    Infos...

    In jeder Kinderwunschklinik wird man über die Risiken informiert... Für manche Paare ist eine IVF dienletzte Hoffnung Kinder zu bekommen..

  • Fleischer Andreas am 08.01.2018 12:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aktion Leben Publicity

    Paare die einen unerfüllten Kinderwunsch haben leiden sicher schon genug, dieses dann in einer Statistik wie ihrer Aktion leben VL auch noch preiszugeben wie was wann finde ich äußerst menschenunwürdig !!!zum Thema uniformiert kann ich mir mit Sicherheit nicht vorstellen !!!

  • Fritz Trözter am 08.01.2018 12:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Informationen

    Jeder kann sich heute problemlos informieren. Er muss es nur wollen. Ein Paar das uninformiert ein Kind bekommen will weil es natürlich nicht funktioniert kann ich mir nicht vorstellen. Es wüßte sonst gar nicht das es das gibt.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Luis am 09.01.2018 01:16 Report Diesen Beitrag melden

    Konntrolle?

    Wenn du jemandenInnen liebst, geht das ruck zuck. Wie beim Spiel . Gehe zurück an den Start.

  • Luis am 08.01.2018 22:03 Report Diesen Beitrag melden

    Natürliche Natur

    Ich habe mich im Sack von Papa sehr wohl gefühlt und das Erlebnis bis zur Eizelle, erlebt "es" nur einmal? Das war damals auf Male. Aber eiskalt wie am Nordpol. Und dann in einen Glasröhrchen als Versuchskaninchen. (Wunschkind)?

  • Kathi am 08.01.2018 15:09 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn Statistiken, dann bitte richtig...

    Bei dieser "Studie" sind offensichtlich Äpfel und Birnen (also in diesem Fall Eizellen-, Samenspenden und Embryonen) zusammengehaut, worden. Dass das keine vernünftige Statistik ergibt, ist klar. Bei jeder IVF wird die Patientin äußerst umfassend über Risiken informiert und muß schon im Vorfeld viele Tests über sich ergehen lassen, um diese Risiken zu bewerten. Man muß auch sagen, dass niemand IVF zum Vergnügen macht und jeder, der sich diese Prozedur antut, sich mit dem Thema sicher schon über lange Zeit beschäftigt hat.

  • Fleischer Andreas am 08.01.2018 12:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aktion Leben Publicity

    Paare die einen unerfüllten Kinderwunsch haben leiden sicher schon genug, dieses dann in einer Statistik wie ihrer Aktion leben VL auch noch preiszugeben wie was wann finde ich äußerst menschenunwürdig !!!zum Thema uniformiert kann ich mir mit Sicherheit nicht vorstellen !!!

  • claudia am 08.01.2018 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    Infos...

    In jeder Kinderwunschklinik wird man über die Risiken informiert... Für manche Paare ist eine IVF dienletzte Hoffnung Kinder zu bekommen..