Frau darf nicht spenden

18. Oktober 2018 12:25; Akt: 18.10.2018 13:25 Print

West-Nil-Virus hat nun auch Wien erreicht

Nach einem Aufenthalt in Wien wollte eine Frau in Deutschland Blutspenden. Doch sie wurde abgelehnt, da Österreich als West-Nil-Virus-Land gefährdet gilt.

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Das West-Nil-Virus breitete sich Anfang August an den Adria-Stränden aus und erreichte in Folge auch Österreich.

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24 Österreicher haben sich in dieser Saison bereits in der EU und dem EU-nahen Ausland mit dem gefährlichen Erreger des West-Nil-Fiebers angesteckt. Erst im Oktober wurden Fälle an der Grenze zu Niederösterreich publik - "heute.at" berichtete.

Nun sorgt das tödliche Virus - mindestens 39 Patienten verloren bereits ihr Leben - erneut für Aufregung in Österreich. Eine Deutsche durfte nämlich in ihrer Heimat kein Blutspenden, weil sie in Österreich war.

4-wöchige Sperre

Nach ihrem Aufenthalt in Wien versuchte Bianka Ullmann Blut zu spenden. Doch es blieb bei dem Versuch. Denn sie wurde abgelehnt, zumindest vorerst. In Deutschland gilt offenbar bei Personen, die kürzlich in Österreich waren, eine 4-wöchige Sperrfrist beim Blutspenden. Der Grund: das West-Nil-Virus.

Anscheinend wurde Österreich als potentielles Gefahren- bzw. Sorgenland für das Virus eingestuft. In Wien bzw. anderen Bundesländern hätte sie laut "Rotes Kreuz" aber ohne jegliche Probleme Blut spenden dürfen.

"Personen, welche sich in einem permanenten oder saisonalen West Nil Virus Risikogebiet aufgehalten haben, dürfen ab 01.06.2018 bis 30.11.2018 beim Blutspendedienst für Wien, Niederösterreich und Burgenland sowie bei den Blutspendediensten für Steiermark, Kärnten und Vorarlberg Blut spenden", heißt es dazu auf der Seite des Roten Kreuzes.

Fälle sind meldepflichtig

Nur 20 Prozent der West-Nil-Virus-Infektionen verlaufen mit Krankheitszeichen. Die Symptome zeigen sich meist binnen drei und 14 Tagen nach dem Stich einer infizierten Gelse. Die Krankheit äußert sich meist unter dem Bild eines grippalen Infektes.

Ausbreitung des West-Nil-Virus in Europa

Weniger als ein Prozent der West-Nil-Virus-Infektionen verlaufen mit Hirnhautentzündung, Hirnentzündung oder Lähmungen. Diese schweren Verläufe können auch zu bleibenden Schäden und zum Tod führen. Fälle sind auf EU-Ebene meldepflichtig.

Weitere Informationen zum West-Nil-Fieber finden Sie bei den Experten von netdoktor.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bob Dobalina am 18.10.2018 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    Ja, die schlimmen Gelsen aber auch

    Tatsache ist, dass es nicht nur einer bestimmten Art von Gelsen bedarf, um dieses Virus zu übertragen, sondern zuallererst natürlich einmal eines Primärwirts in Reichweite, der das Virus in sich trägt, denn von Afrika bis hierher kann ganz gewiss keine (infizierte) Gelse fliegen. Davon ist aber niemals die Rede, sondern immer nur von den schlimmen Gelsen, und wer das Thema anspricht, ist ein ganz ganz böser Rassist!

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  • rudi am 18.10.2018 13:50 Report Diesen Beitrag melden

    west nil virus

    ...... und niemand schreibt , dass der tödliche krankenhauskeim in österreich jedes jahr 20.000 menschen trifft und 2.400 tötet , viele amputationen und leiden verutsacht , die lobbies der spitäler und pharmakonzerne sind stark und geldspendabel , auch hier ist praktich nur werbung für gelsenschutzmittel der grund

  • Relli am 18.10.2018 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Frsu6

    Und warum ist das so weil Alles zu uns rein darf und nichts wird kontroliert

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Werner am 21.10.2018 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    Dank unserer Linken jetzt bei uns

    Die schleppen ja nur Krankheiten (West-Nil-Fieber, Ebola, TBC usw.) ein die was aus dieser Richtung kommen.

  • AuchneMeinung am 21.10.2018 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    Die Gelsen fliegen nicht so weit

    Aber mittlerweile, oder noch immer, fliegen andere noch viel weiter!

  • 1002Himmelszelt am 19.10.2018 09:01 Report Diesen Beitrag melden

    Alles Gute kommt vom Süden

    Gratulation an Massentourismus und Massenimmigration, jetzt haben sich auch unsere (harmlosen) Gelsen mit dem Erreger angesteckt. Und nicht nur tropische Moskitos.

  • Da Peda am 19.10.2018 07:25 Report Diesen Beitrag melden

    Tjoa...

    die Verbreitung deckt sich bitte nur zufällig mit den Routen der Wirtschaftsbegründeten Völkerwanderung der letzen Jahre. Was können diese Schutzbedürftigen, die vor Krieg im Nachbarland fliehen, dafür, wenn die Gelsen die gleichen Routen nehmen.

    • 1002Himmelszelt am 19.10.2018 09:03 Report Diesen Beitrag melden

      Wer was sagt ist ja BÖSE

      Und diverse andere inzwischen tödliche Keime (Tuberkulose, Krankenhauskeime, exotische Erreger...) kamen mit.

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  • Gelsenschreck am 18.10.2018 17:55 Report Diesen Beitrag melden

    Gefährliche Gegend

    Aus dieser Richtung kommt nichts Gutes.