Diagnose: Herzschmerz

27. Dezember 2018 15:54; Akt: 07.03.2019 08:23 Print

So gefährlich ist ein gebrochenes Herz

Im Ärztejargon kennt man den Begriff vom "Broken Heart Syndrome" schon länger.

 (Bild: iStock)

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Symptome von Trauer und schwerem Verlust, ausgelöst durch emotionalen und körperlichen Stress. Konflikte, Liebeskummer und eine beklemmende Atemnot. Schädlich kann es dann werden, wenn das bedrückende Gefühl chronisch wird. Dann kann es nämlich tatsächlich die Gesundheit des Herzens beeinträchtigen, sind sich Mediziner sicher.


Spezialisierung: gebrochenes Herz

Am Bremer Herzzentrum gibt es daher auf der Kardiologie-Station auch eine Spezialisierung auf Behandlungen von Menschen mit Broken-Heart-Syndrome. Der erste Schein bei einer Diagnose kann trügerisch sein und auf eine falsche Fährte locken, denn Laboruntersuchungen und EKG-Kurven können deutliche Hinweise auf einen Herzinfarkt liefern, wenn sich bei weiterer Untersuchung im Herzkatheterlabor dann aber herausstellt, dass kein Herzinfarkt vorlag, weil die Gefäße weder verengt noch verschlossen sind.


Infarkt oder Broken Heart?

1991 diagnostizierten japanische Ärzte das Syndrom, welches sie nach einem ballonartigen Tonkrug benannten: "Tako Tsubo".
Aktuelle Studien verweisen nun darauf, dass drei Prozent der Infarkte gar keine sind. Das kann auch der Grund für den frühen Herztod bei jungen Menschen und dem Nacheinander-aus-dem-Leben-Schreiten von älteren Ehepartnern sein. Frauen sind übrigens häufiger betroffen als Männer.


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(GA)

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