Chronic Fatigue Syndrome

01. März 2019 13:27; Akt: 01.03.2019 13:27 Print

Daran könnte es liegen, wenn du ständig müde bist

Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Schlafstörungen sind Symptome des chronischen Erschöpfungssyndroms. Weltweit leiden 17 Millionen Menschen daran.

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Weltweit leiden 17 Millionen Menschen am chronischen Erschöpfungssyndrom, die meisten davon sind Frauen. Doch bei der Diagnose tun sich viele Ärzte schwer. In Österreich sind es einer Schätzung nach 30,000 Betroffene, ohne die Dunkelziffer zu inkludieren.


Unspezifische Symptome

Zu den Symptomen des chronischen Erschöpfungssyndroms zählen Kopfschmerzen, Angeschlagenheit, Schlafstörungen und Lichtempfindlichkeit. Auch Gedächtnisstörungen, Sprachverlust, Grippezustände, Dauerschwindel und Kopf- und Gelenkschmerzen treten häufig auf. Häufig kommt es zu Fehldiagnosen in Form einer psychischen Krankheit, denn auch unter Medizinern ist die Krankheit bisher noch zu weitgehend unerforscht. Burnout, Erschöpfungsdepression und somatoforme Störungen werden dann u.a. darin erkannt.

Das liegt daran, dass Erschöpfung und Müdigkeit oft nicht auseinandergehalten werden, aber völlig unterschiedliche Dinge bezeichnen. Die Betroffenen sind nicht müde. Im Alltag leiden viele so stark unter den Einschränkungen, dass einige sich sogar schwer tun das Haus zu verlassen.


Körperliche Ursachen

Es bleibt ein Rätsel der Medizin. Sicher ist, dass es sich um eine Fehlregulation von Nervensystem, Immunsystem und teilweise zellulärem Energiestoffwechsel handelt - die Ursachen sind also körperlicher Natur, nicht wie weitläufig angenommen, psychischer. Bisher mangelt es an Biomarkern wie Blutwerten, an denen man es festmachen könnte. Daher ist die Diagnose mit allen sie streifenden Ausprägungsformen komplex.
Hauptsymptom und Erkennungsmerkmal stellt eine Zustandsverschlechterung nach Anstrengung dar.

Im Jahre 2012 gab die erste Dokumentation darüber ("Unrest") den Anstoß, der Diagnose "Myalgische Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome (ME/CFS)“ mehr Raum zu geben. Seit Beginn 2018 ist die fertige Dokumentation auf Netflix erhältlich. Für CFS-Betroffene weltweit war der einschlagende Erfolg erlösend.

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(GA)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Harald F am 01.03.2019 16:48 Report Diesen Beitrag melden

    Kein anerkanntes Krankheitsbild

    Als ich in etwa von 2012 bis 2016 an einer Verstrickung mehrerer Symptome litt, glaubte ich auch ziemlich an diese Diagnose. Denn man findet sie leicht im Internet. Es begann mit Magen-Darm-Störungen, verstärkte Temperaturempfindlichkeit, große Müdigkeit,Kopfsausen, etc.Nach dem Ausschluß der wichtigsten Krankheiten ging die Müdigkeit lange nicht weg. Kurz gesagt: In Ö zumindest bestätigt kein Arzt dieses Syndrom. Es ist immer nur eine Begleiterscheinung. 2017: Kopf-MRT: eine Hirnregion fragwürdig.Ich begann dann wieder Sport und durchbrach tatsächlich den Teufelskreis.Fühle mich wieder o.k.

  • Crashcar am 02.03.2019 15:57 Report Diesen Beitrag melden

    Raus...

    ...in die Natur. Wann immer es möglich ist. Die Geräusche der Natur wahrnehmen, wie Vögel, das Plätschern eine Baches oder die Gerüche des Waldes, der Blumen oder einfach nur der Erde. Einfach Teil dessen zu sein, woher wir kommen, was wir sind. Das ist das Grundproblem der jetzigen Kultur. Immer höher, immer schneller, immer weiter, immer mehr. Wir haben kaum noch Zeit, uns zu erholen, zu genießen, miteinander zu sprechen. Was bin ich froh, meinen kleinen Schrebergarten zu haben. Meine eigene kleine Naturidylle, um neue Energien zu tanken. Tag für Tag. Und wenn's nur für eine halbe Stunde ist

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  • Crashcar am 02.03.2019 15:57 Report Diesen Beitrag melden

    Raus...

    ...in die Natur. Wann immer es möglich ist. Die Geräusche der Natur wahrnehmen, wie Vögel, das Plätschern eine Baches oder die Gerüche des Waldes, der Blumen oder einfach nur der Erde. Einfach Teil dessen zu sein, woher wir kommen, was wir sind. Das ist das Grundproblem der jetzigen Kultur. Immer höher, immer schneller, immer weiter, immer mehr. Wir haben kaum noch Zeit, uns zu erholen, zu genießen, miteinander zu sprechen. Was bin ich froh, meinen kleinen Schrebergarten zu haben. Meine eigene kleine Naturidylle, um neue Energien zu tanken. Tag für Tag. Und wenn's nur für eine halbe Stunde ist

  • Harald F am 01.03.2019 16:48 Report Diesen Beitrag melden

    Kein anerkanntes Krankheitsbild

    Als ich in etwa von 2012 bis 2016 an einer Verstrickung mehrerer Symptome litt, glaubte ich auch ziemlich an diese Diagnose. Denn man findet sie leicht im Internet. Es begann mit Magen-Darm-Störungen, verstärkte Temperaturempfindlichkeit, große Müdigkeit,Kopfsausen, etc.Nach dem Ausschluß der wichtigsten Krankheiten ging die Müdigkeit lange nicht weg. Kurz gesagt: In Ö zumindest bestätigt kein Arzt dieses Syndrom. Es ist immer nur eine Begleiterscheinung. 2017: Kopf-MRT: eine Hirnregion fragwürdig.Ich begann dann wieder Sport und durchbrach tatsächlich den Teufelskreis.Fühle mich wieder o.k.