Wo es wirklich weh tut

28. April 2014 16:30; Akt: 30.04.2014 09:38 Print

Die große Schmerzskala der Bienenstiche

Der Frühling ist längst hier angekommen und jetzt steht der Sommer vor der Tür. Nur wenig geht über ein Picknick im Freien oder einen Nachmittag im Freibad. Leider wird die Ruhe immer wieder von Bienen gestört. Doch während Stiche in der Wade vergleichsweise harmlos sind, kann es anderswo richtig schmerzhaft werden. Ein junger Amerikaner hat den Selbsttest gemacht. "Heute.at" klärt sie auf!

 (Bild: Fotolia/Heute.at Montage)

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Der Frühling ist längst hier angekommen und jetzt steht der Sommer vor der Tür. Nur wenig geht über ein Picknick im Freien oder einen Nachmittag im Schwimmbad. Leider wird die Ruhe immer wieder von Bienen gestört. Doch während Stiche in der Wade vergleichsweise harmlos sind, kann es anderswo richtig schmerzhaft werden. Ein junger Amerikaner hat den Selbsttest gemacht. "Heute.at" klärt Sie auf!

Einen ungewöhnlichen Weg, um herauszufinden wo der Stich eigentlich am schmerzhaftesten ist, hat der Doktorand Michael Smith von der New Yorker Eliteuni Cornell gewählt. Er hat sich an 25 verschiedenen Stellen an seinem Körper FREIWILLIG stechen lassen um darüber Auskunft geben zu können. Wie er auf so eine Verrückte Idee kam? Smith schildert die Anfänge seiner Studie so, dass er, als er das Verhalten der kleinen Insekten studieren wollte, ihm eine Biene seinen Schenkel hinaufkrabbelte und ihn genau in den Hodensack stach.

Erst einmal den Entschulss gefasst, ging es dann an die Durchführung. Zuerst brachte er die Bienen mit hektischen Bewegungen und aggresiven Verhalten richtig in Rage, dann pickte er sich eine mit einer Pinzette heraus und ließ sich von ihr stechen. Um sicher zu gehen, dass er den Schmerz richtig empfunden hatte, ließ er sich in die selbe Körperstelle noch zweimal stechen. Insgesamt musste er also 75 Stiche über sich ergehen lassen.

Forschungsskala entworfen

Seine Foschungsergebnisse fasste er dann mittels einer Skale von 1 (wenig Schmerzen) bis 10 (starke Schmerzen) zusammen. Mit Abstand am schmerzhaftesten dürfte das Nasenloch sein. Hier beträgt der Wert 9.3 und ist somit nicht mehr allzu weit von der Höchstnote 10 entfernt. Auch sehr weh tut ein Stich in der Lippe, sowie im Hodensack oder am Penis.

Weniger schlimm widerrum sind die Stiche offenbar an der Orten wo es eigentlich recht schnell passiert. So beträgt der Wert am Fuß "nur" 5.0 in der Wade ist es mit 3.7 sogar noch weniger schlimm.

Stachel vorsichtig entfernen

Doch was sollte man tun wenn es bereits zu spät ist und man schon gestochen wurde? Zuerst sollte man den Stachel entfernen, weil der durch seine Widerhaken meist noch in der Haut steckt. Dabei aber nicht mit zwei Fingern zufassen, da man so nämlich die Giftblasse zusammendrückt und alles Gift unter die Haut spritzen würde. Also: Entweder mit einer Pinzette den Stachel unterhalb der Giftblase fassen und herausziehen oder mit einem Fingernagel oder einem flachen Gegenstand (z.B. Taschenmesser) den Stachel seitlich wegschaben.

Danach den Stich aussaugen, kühlen und ein schmerzlinderndes Mittel auftragen. Manche schwören auf eine aufgeschnittene Zwiebel, andere auf Zitronen, die man eine Weile auf den Einstich drücken soll.

Bei Allergie sofort zum Arzt

Manche Menschen reagieren auf einen Insektenstich allergisch mit Symptomen wie Hautausschlag, starken Schwellungen, Hitzewallungen oder Übelkeit. Sollte sich heraustellen, dass Kreislaufprobleme, Schwindel, Herzrasen oder Atemnot eintreten, muss sofort Hilfe gerufen werden (Arzt, Notarzt usw.), denn es kann im Extremfall auch zu einem lebensbedrohlichen allergischen Schock kommen.

Die Wahrscheinlichkeit, an einem allergischen Schock mit Todesolge auf Grund eines Insektenstichs zu sterben, ist allerdings nach statistischen Untersuchungen etwa so groß, wie durch einen Blitzschlag ums Leben zu kommen.

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