Drink gefällig?

11. März 2019 16:28; Akt: 11.03.2019 16:35 Print

Warum Pollen-Allergiker Gin Tonic trinken sollten

Ob Bier, Wein, Wodka oder Likör – Alkohol kann Ihre Allergie(n) verschlimmern. Welche Drinks sollten Sie meiden, welche sind ok? Ein Überblick.

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Niesanfälle, laufende Nasen, juckende Augen – Allergiker kennen diese Symptome nur all zu gut. Wussten Sie jedoch, dass Alkohol diese noch verstärken und verschlimmern kann?

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Denn: Bei allergischen Reaktionen wird im Körper Histamin freigesetzt. Es kommt zu einer falsch eingeleiteten Abwehrreaktion. Gewisse alkoholische Getränke verstärken diesen Effekt.

Ob Asthma, Pollen- oder Lebensmittelallergie - wir zeigen Ihnen, auf welche Drinks Sie besser verzichten.

Histaminreiche Getränke

Reich an Histaminen sind Rotwein, Weißwein, Champagner, Sekt, Weizenbier, Likör und Weinbrand.

Bier und Wein verschlimmern beispielsweise Symptome wie Niesen oder laufende Nase, weil sie über einen außerordentlich hohen Histamingehalt verfügen. Weißwein enthält außerdem Sulfite.

Bei Bieren gibt es jedoch große Schwankungen. Es hängt von der Sorte ab, wie viel Histamin enthalten ist. Hier unterscheidet man zwischen obergärigen und untergärigen Bieren. Die obergärigen sind jene, die bei Allergien und Unverträglichkeiten zu meiden sind.

Aber auch bei Weinen schwankt der Histaminanteil. Generell hat jedoch Rotwein deutlich mehr Histamin als Weißwein. Der Gehalt steigt auch mit der Zeit der Lagerung. Je jünger ein Wein, desto geringer ist daher sein Gehalt an Histamin.

Während der Allergiezeit sollte also auf Getränke wie Bier und Wein verzichtet werden, da diese die Symptome verschlimmern.

Histaminärmere, "harmlosere" Getränke

Anders ist es bei Gin und Wodka. In klaren Spirituosen sind höchstens geringe Mengen von den Allergie auslösenden Stoffen enthalten. Diese Getränke verschlimmern die Schwellungen der Schleimhäute nicht, sondern können sie sogar verbessern.


Die Auslöser: Histamin und Sulfite

Sulfite sind Schwefelverbindungen, die in Weinsorten vorkommen, wo sie als Konservierungsmittel Verwendung finden. Diese können Symptome wie Juckreiz, Durchfall und Herzrasen auslösen.

Histamin ist ein Botenstoff, der sowohl im menschlichen Körper als auch in Pflanzen und Bakterien vorkommt - und eben auch in Getränken wie Wein, Bier, Sekt, Champagner, Likör oder Weinbrand. Die Aufgabe des Botenstoffs ist die Abwehr. Bei einer allergischen Reaktion schüttet er fälschlicherweise Histamin aus, weil er glaubt, das Allergen wäre etwas Schädliches. Zusätzlich hemmt Alkohol das Enzym, das für den Histaminabbau im Körper verantwortlich ist. Dann gibt es noch die Allergie auf den Alkohol selbst.

Werden Medikamente wie Antiallergika und Antihistamine eingenommen, sollte auf Alkohol ganz verzichtet werden.

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(GA)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • SIGHI am 19.03.2019 16:53 Report Diesen Beitrag melden

    Gin verstärkt Allergien!!!

    Gefährlicher Ratschlag! Sowohl der Alkohol wie auch Zitrusfrüchte sind starke Histaminliberatoren, die körpereigenes Histamin freisetzen und durch die Aktivierung der Mastzellen Allergien verstärken. Also sicher KEINEN Gin Tonic! Mehr Infos auf mastzellaktivierung info.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • SIGHI am 19.03.2019 16:53 Report Diesen Beitrag melden

    Gin verstärkt Allergien!!!

    Gefährlicher Ratschlag! Sowohl der Alkohol wie auch Zitrusfrüchte sind starke Histaminliberatoren, die körpereigenes Histamin freisetzen und durch die Aktivierung der Mastzellen Allergien verstärken. Also sicher KEINEN Gin Tonic! Mehr Infos auf mastzellaktivierung info.