Erste Bilanz

08. Juni 2016 08:37; Akt: 23.06.2016 03:41 Print

Gratis-Zahnspange kostete bisher 28 Mio. Euro

Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger hat eine erste Bilanz zur Gratis-Zahnspange, die es seit Juli 2015 für Kinder und Jugendliche in Österreich gibt, gezogen. Bis Ende Dezember beliefen sich die Kosten dafür auf rund 28 Millionen Euro.

 (Bild: Fotolia)

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Die Zahnspangen kommen im Fall von schweren Fehlstellungen bei umfassenderen Zahn- und Kieferbehandlungen zum Einsatz. Von Juli bis Dezember 2015 waren das insgesamt 31.565 Fälle.

Die Kosten dafür lagen bei rund 28 Millionen Euro. Der Löwenanteil von 24 Millionen Euro entfiel dabei auf festsitzende Zahnspangen. 

"Super Erfahrungen mit Patienten"

Wir haben einen Wiener Zahnarzt, der Kindern und Jugendlichen seit 1. Juli 2015 gratis Zahnspangen verpassen darf, über seine Erfahrungen befragt. Dr. Gunther Tischler, der in Wien Alsergrund ordiniert, könne bis jetzt, nach einem Jahr „Gratiszahnspange“, für seine unter 18-jährige Patienten, die der IOTN 4-5 Klassifizierung entsprechen, keine Hürden erkennen, wie er gegenüber "heute.at" versichert. Seine Tipps:

Eltern sollten nur einen Vertragskieferorthopäden aufsuchen, da dieser eine bindende Zusage machen kann, ob das Kind/der,die Jugendliche eine Fehlstellung nach IOTN 4-5 hat, die zu einer Gratiszahnspange berechtigen.

Zeitraum: Nach der Erstberatung erfolge etwa innerhalb einer Woche die Erstellung der Behandlungsunterlagen (Fotos, Abfomungen zur Modellerstellung, Fernröntgenanalyse, klinische Anamnese), sodass nach ein paar Tagen danach die Spange eingesetzt werden kann. Also rund 14 Tage nach dem Erstgespräch erfolge bereits die Eingliederung der Zahnspange.

 

Bis jetzt seien alle Patienten sehr zufrieden: "Die ersten Patienten, mit denen die wir letzten Juli begonnen haben, sind bereits fertig und weisen perfekte Verzahnung und Zahnstellung auf", so Tischler.

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