11 Kilo schwer

12. Juli 2018 12:39; Akt: 12.07.2018 12:43 Print

Wegen Husten zum Arzt – Riesentumor entfernt

Wegen seinen Hustenanfällen ging Siegmund F. aus der Obersteiermark zum Arzt und erhielt eine Schockdiagnose: Ein Tumor hatte bereits mehrere seiner Organe zerstört.

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Begonnen hat alles mit einem ganz normalen Husten, der um die Weihnachtszeit aufgetreten war. "Und weil ich ihn zu Ostern immer noch gehabt hab', bin ich zum Arzt gegangen", beschreibt Siegmund F. den Beginn seines spektakulären Leidenswegs zwei Wochen nachdem ihm ein elf Kilo schwerer Tumor aus dem Bauchraum entfernt worden war.

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Von seinem Hausarzt sei er zu einem Internisten und von diesem dann ins LKH Leoben geschickt worden. "Dort haben’s dann den Tumor entdeckt. Bei so einer Diagnose schaust echt einmal ...", fährt der Obersteirer fort und schüttelt heute noch den Kopf, wenn er an die damalige Hiobsbotschaft denkt.

Eine Chemotherapie verlief ohne Wirkung. Der Tumor war bereits viel zu groß und hatte mehrere Organe irreparabel beschädigt. Der einzige Ausweg: Die operative Entfernung des gesamten Krebsgeschwürs. Der komplexe und riskante Eingriff wurde schließlich von Chirurgen am LKH Graz durchgeführt. In einer vierstündigen Operation wurde der Tumor am 26. Juni entfernt.

Mehrere Organe zerstört

"Liposarkome sind extrem selten, wir haben etwa einen Fall pro Jahr, sie sind allerdings sehr aggressiv und infiltrieren die Organe", erklärt der behandelnde Mediziner, Peter Kornprat, in einer Pressemitteilung des Klinikums: "Daher mussten wir vieles mitentfernen: Gallenblase, Niere, Nebenniere und die untere Hohlvene wurden ganz herausgenommen, auch Teile der Leber haben wir herausgeschnitten", erklärt er. Direkt im Anschluss an den Eingriff sei der Bereich noch im Operationssaal bestrahlt worden.

Nach Angaben der Ärzte ist Siegmund F. heute tumorfrei. Auch Husten habe er keinen mehr. Dieser sei, "einfach deshalb entstanden, weil die anderen Organe dem Tumor Platz machen mussten".

Aber wie kam es, dass dem Patienten die Gewichtszunahme nicht bemerkt hatte – immerhin hatte der Tumor elf Kilogramm gewogen? "Naja, wissen’s eh, im Winter legt man immer a bisserl zu. Und einen kleinen Bauch hab ich immer gehabt. Da ist mir das nicht so aufgefallen", erklärt der Obersteirer immer noch erstaunt, dass er einen derart großen Tumor in sich getragen hat.

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(red)

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  • Fortitudo am 12.07.2018 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Gott sei Dank ging alles gut!

    Ich wünsche dem Herrn und seine Familie alles nur erdenklich Gute!

  • patient no. 324 am 12.07.2018 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    das kann passieren...

    ich hatte 2.5 jahre fast täglich hirnschläge und ich machte auf hart und dachte es sei nur etwas mit den augen und muskelapparat nicht ganz in ordnung! doch dann nach schwersten unaufhörlichen krämpfen und lähmung etc. gings dann doch noch ins spital....da wurde ich auch gefragt, mann haben sie eigentlich nichts bemerkt...? doch, aber anders interpretiert ;-) ....

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  • patient no. 324 am 12.07.2018 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    das kann passieren...

    ich hatte 2.5 jahre fast täglich hirnschläge und ich machte auf hart und dachte es sei nur etwas mit den augen und muskelapparat nicht ganz in ordnung! doch dann nach schwersten unaufhörlichen krämpfen und lähmung etc. gings dann doch noch ins spital....da wurde ich auch gefragt, mann haben sie eigentlich nichts bemerkt...? doch, aber anders interpretiert ;-) ....

  • Fortitudo am 12.07.2018 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Gott sei Dank ging alles gut!

    Ich wünsche dem Herrn und seine Familie alles nur erdenklich Gute!