Fruchtbarkeitsforschung

11. Februar 2019 12:13; Akt: 11.02.2019 12:42 Print

Marihuana-Raucher haben mehr Testosteron

Über den Ausgang dieser Langzeit-Studie waren selbst die Forscher überrascht. Sie hatten ein gegenteiliges Ergebnis erwartet.

 (Bild: Unsplash)

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Eine amerikanische Studie kommt zu einem - auch für die Wissenschaftler - unerwarteten Ergebnis: Der Konsum von Marihuana erhöht die Sperma-Konzentration. Erst bei sehr hohem Konsum sinkt die Fruchtbarkeit.

Höherer Testosteron-Gehalt

Im Vergleich zu Männern, die nie Marihuana geraucht hatten, hatten Männer, die die Substanz irgendwann konsumiert hatten, eine deutlich höhere Konzentration an Spermien. Eigentlich waren die Forscher an der Fertility Clinic am Massachusetts General Hospital (einer Fruchtbarkeits-Klinik) aber vom gegenteiligen Effekt ausgegangen, so wie es frühere Studien gezeigt hatten, die einen negativen Zusammenhang mit der männlichen Fortpflanzungsfähigkeit angenommen hatten, sich jedoch meistens auf Fälle von Drogenmissbrauch beschränkten.

17 Jahre Beobachtung

Nun gibt es 1143 Samenproben, die von 2000 bis 2017 gesammelt wurden und eine neue Sichtweise zulassen. 44 Prozent der Teilnehmer waren zu einem Zeitpunkt regelmäßige Konsumenten, 55 Prozent gaben an irgendwann geraucht zu haben. Im Durchschnitt sind es 62,7 Millionen Spermien, die ein Marihuana-Raucher hat. Jemand, der nie Marihuana geraucht hat, hat im Schnitt nur 45,4 Millionen Spermien.

Mit Vorsicht zu interpretieren

Eine Überraschung für die Forscher: "Diese unerwarteten Ergebnisse zeigen, wie wenig wir über die Auswirkungen der reproduktiven Gesundheit von Marihuana und tatsächlich über die gesundheitlichen Auswirkungen von Marihuana im Allgemeinen wissen", meinte Jorge Chavarro, Studien-Autor. "Unsere Ergebnisse müssen mit Vorsicht interpretiert werden. Sie zeigen aber auch, dass die gesundheitlichen Auswirkungen von Marihuana-Konsum weiter untersucht werden müssen."

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nuntius am 11.02.2019 18:01 Report Diesen Beitrag melden

    Parallelität, nicht Kausalität

    Wäre ja endlich mal eine gute Nachricht :-) Wird aber eher so sein, daß ein von vornherein erhöhter Test.Spiegel die Risikobereitschaft steigert .... Glaub das also erst, wenn die SELBEN Menschen mal mit mal ohne Konsum gecheckt werden.

  • Paul Schindler am 12.02.2019 19:54 Report Diesen Beitrag melden

    Drogenpsychose

    Also den zugedröhnten Gestalten, die immer am Steinhof umherwackeln traue ich vieles zu, nur keinen erhöhten Testosteronspiegel. Drogen werden nur von Gruppierungen schön geredet, die unsere Gesellschaft zerstören wollen.

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  • PeterKarl am 13.02.2019 08:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da braucht man sich nicht wundern,

    warum die Haschkinder in Wien immer mehr werden.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • PeterKarl am 13.02.2019 08:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da braucht man sich nicht wundern,

    warum die Haschkinder in Wien immer mehr werden.

  • Johannes am 13.02.2019 07:14 Report Diesen Beitrag melden

    köstlich!

    Es sind nicht nur die Spermien, auch der Sex ist intensiver und aufregender damit. Davon kann z.B. ein eingefleischter Biertrinker nur träumen, wenn er unverrichteter Dinge und mit Fasslgruch schnarchend seinen Rausch ausschläft.

  • Paul Schindler am 12.02.2019 19:54 Report Diesen Beitrag melden

    Drogenpsychose

    Also den zugedröhnten Gestalten, die immer am Steinhof umherwackeln traue ich vieles zu, nur keinen erhöhten Testosteronspiegel. Drogen werden nur von Gruppierungen schön geredet, die unsere Gesellschaft zerstören wollen.

    • Andi am 12.02.2019 23:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Paul Schindler

      die was dort so wackeln haben mit Marihuana nicht viel zu tun, außer das die "gruppen" es benutz damit sie wieder "runterkommen" Alk., Opiate, Substitole sind dort das problem!. aber sehr zum nachdenken wie sehr geschubladet wird obwohl sie kein wissen in dieses thema haben. Wie sagt man so schön, wer nichts weiß muss alles glauben.

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  • Nuntius am 11.02.2019 18:01 Report Diesen Beitrag melden

    Parallelität, nicht Kausalität

    Wäre ja endlich mal eine gute Nachricht :-) Wird aber eher so sein, daß ein von vornherein erhöhter Test.Spiegel die Risikobereitschaft steigert .... Glaub das also erst, wenn die SELBEN Menschen mal mit mal ohne Konsum gecheckt werden.