Rückschlag

08. Februar 2019 09:49; Akt: 08.02.2019 10:16 Print

Masernfälle haben sich 2018 verdreifacht

In der WHO-Europaregion, zu der 53 Staaten zählen, sind im vergangenen Jahr mehr als 82.000 Menschen an Masern erkrankt.

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Das letzte Mal hatten sich vor zehn Jahren so viele Menschen mit Masern angesteckt. Der Grund: Es wird immer noch zu wenig geimpft. Innerhalb des vorigen Jahres stieg die Anzahl der Erkrankungen um das Dreifache, wie aus einer Mitteilung des WHO-Büros in Kopenhagen hervorgeht.

Rekordtief im Jahr 2016

Seit 1984 hat sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Ziel gesetzt, Masern durch Impfungen auszurotten. 2016 war noch eine positive Bilanz zu vermerken gewesen - die bisher niedrigste Quote an Ansteckungen. Die Zahl der globalen, durch Masern verursachten Todesfälle lag das erste Mal unter 100.000. Die Todesursache kann eine durch das Virus hervorgerufene Hirnhautentzündung sein. Außerdem schwächt der Erreger das Immunsystem.

Ukraine mit Abstand am stärksten betroffen

Unter den Staaten befinden sich jene der EU, wie auch die Türkei, Israel, die Ukraine, die Länder der Balkanhalbinsel, Russland, Belarus, Staaten der Kaukasus-Region und zentralasiatische Länder. Vor allem in Entwicklungsländern sind Masern ein großes Problem. Wiederholt kommt es auch in Europa noch zu regionalen Epidemien. Die meisten Masernfälle wurden in der Ukraine registriert. Dort infizierten sich im vergangenen Jahr mehr als 53.000 Menschen.

Hochansteckender Erreger

Masern zählen zu den Viruserkrankungen. Der Erreger wird durch Tröpfchen übertragen. Dabei reicht es meist aus sich im gleichen Raum wie eine infizierte Person auszuhalten. Erste Anzeichen sind Erkältungssymptome wie Schnupfen, Husten und Fieber. In einer zweiten Phase der Erkrankung bildet sich ein Ausschlag mit rötlich-braunen Flecken. Ansteckend sind die Masern bereits etwa fünf Tage bevor der Hautausschlag zu sehen ist. Die Inkubationszeit nach einer Infektion beträgt acht bis zehn Tage.


"Heute" hat vor einigen Tagen eine Umfrage durchgeführt, wo die Össterreicher um ihre Meinung gebeten wurden, was eine Impflicht von Kindern betrifft.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Berni am 09.02.2019 07:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Man muß

    dabei auch Berücksichtigen das seit einigen Jahren wieder Ansteckende Krankheiten die BEI UNS LÄNGST ERFOLGREICH Bekämpft wurden, wieder SEHR STARKEN Aufschwung erleben, Da seinerzeit Nicht mal Personalien kontrolliert wurden, Erklärt sich der Grund von alleine

  • Kritischer Geist am 08.02.2019 10:29 Report Diesen Beitrag melden

    Eltern ...

    Eltern, die ihre Kinder im 21. Jahrhundert noch dem Risiko einer Maserninfektion aussetzen, sollten zu hohen Geldstrafen verurteilt werden. Es gibt eine ganz eindeutige wissenschaftliche Evidanz darüber, dass Impfungen gegen Masern schützen und die Impfkomplikationen weitaus seltener und leichter sind als die Komplikationen einer Masern-Infektion. Man kann sich in unserer heutigen Zeit nur wundern über die Faktenresistenz, den Aberglauben und die Borniertheit unserer Impfgegner.

    einklappen einklappen
  • Vorstadtmama am 08.02.2019 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    Armut und Bürgerkrieg

    sind wohl die Ursachen für das Wiedererstarken der Seuche. "Die meisten Masernfälle wurden in der Ukraine registriert. Dort infizierten sich im vergangenen Jahr mehr als 53.000 Menschen." Ich glaube kaum, dass alles Impfgegner sind. Eher Opfer von organisatorischen Mängeln in politisch unruhigen Zeiten.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Dr.Schiwago am 10.02.2019 13:16 Report Diesen Beitrag melden

    Reiner Zufall

    Hat sicher nichts mit den ungeimpften Zuwanderern zu tun.

  • Penelope am 09.02.2019 14:18 Report Diesen Beitrag melden

    Aber nicht in AT

    Laut Gesundheitsministerium lag die Zahl der Maserninfektionen 2015 bei rund 250, derzeit (2019) bei etwa 30...

  • Berni am 09.02.2019 07:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Man muß

    dabei auch Berücksichtigen das seit einigen Jahren wieder Ansteckende Krankheiten die BEI UNS LÄNGST ERFOLGREICH Bekämpft wurden, wieder SEHR STARKEN Aufschwung erleben, Da seinerzeit Nicht mal Personalien kontrolliert wurden, Erklärt sich der Grund von alleine

  • Vorstadtmama am 08.02.2019 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    Armut und Bürgerkrieg

    sind wohl die Ursachen für das Wiedererstarken der Seuche. "Die meisten Masernfälle wurden in der Ukraine registriert. Dort infizierten sich im vergangenen Jahr mehr als 53.000 Menschen." Ich glaube kaum, dass alles Impfgegner sind. Eher Opfer von organisatorischen Mängeln in politisch unruhigen Zeiten.

  • Konfusius am 08.02.2019 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Schädigung gegen eigenes Fleisch und Blut

    Wenn man seinen Kindern eine spätere Elternschaft absprechen will, ist man ohne Masernimpfung auf dem besten Weg.