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29. April 2014 13:44; Akt: 23.09.2014 11:40 Print

Nähe zu Fast-Food-Restautants fördert Übergewicht

Dickmachende Gefahren lauern überall. Das hat nun auch eine wissenschaftliche Studie erstmals eindeutig belegt. Laut der Untersuchung steigern wohnort- und arbeitsplatznahe Fast-Food-Restaurants und jene an Verkehrsknotenpunkten die Rate an Übergewichtigen.

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Dickmachende Gefahren lauern überall. Das hat nun auch eine wissenschaftliche Studie erstmals eindeutig belegt. Laut der Untersuchung steigern wohnort- und arbeitsplatznahe Fast-Food-Restaurants und jene an Verkehrsknotenpunkten die Rate an Übergewichtigen.


In Österreich schießen immer mehr Schnellrestaurants aus dem Boden. Man findet sie heutzutage praktisch überall - an Straßenecken, in U-Bahnstationen und im Umfeld von Betrieben. Eine Studie hat nun Schockierendes ans Licht gebracht: Je mehr solcher Geschäfte sich in der Umgebung der Wohnung, der Arbeitsstätte oder auf dem Weg dorthin befinden, desto dicker sind die Menschen.

Befragt wurden 5.442 Erwerbstätige im Alter zwischen 29 und 62 Jahren aus der britischen Grafschaft Cambridgeshire. In Kombination mit der Erhebung der Dichte an Fast-Food-Restaurants und der Messung des Körpergewichts der Teilnehmer gelangte man zu den besorgniserregenden Erkenntnissen.

Abhängigkeit zwischen Angebot & Gewicht bestätigt

Es bestand eine eindeutige Abhängigkeit zwischen dem Imbiss-Angebot und dem Körpergewicht. "Die Bewohner mit den meisten Imbiss-Gelegenheiten waren fast doppelt so häufig übergewichtig wie Bewohner aus Gegenden mit den wenigsten Fast-Food-Läden", erklärte Erhard Siegel, Präsident der DDG.

Siegel sieht daher politischen Handlungsbedarf. "Niemand kann ernsthaft fordern, Fast-Food-Läden zu verbieten", stellte Garlichs in einer Aussendung der Gesellschaft fest. Aber die Politik ist aufgerufen, die Entscheidung für eine gesunde Kost einfacher und attraktiver zu machen. "Wir können beispielsweise durch eine Zucker-Fett-Steuer auf besonders kalorienhaltige Lebensmittel dafür sorgen, dass gesunde Ernährung günstiger ist als etwa Pommes frites.

In Österreich kein Thema

In Österreich ist eine solche Steuer in der Vergangenheit immer wieder diskutiert worden. Für das Gesundheitsministerium sei eine solche Maßnahme allerdings kontrapdoduktiv, hieß es auf Anfrage von Heute.at: "Die österreichische Gesundheitspolitik geht nach medizinischer Evidenz", meint Lisa Fuchs, Pressesprecherin von Minister Alois Stöger. Konkret sei man der Meinung, dass, wenn kalorienreiche Produkte teurer werden, Konsumenten nach gleichwertigen, billigeren Produkten greifen. "Und diese haben oft eine noch schlechtere Qualität", so Fuchs.

APA/red.

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