Sanatorio Durán

31. Oktober 2017 10:17; Akt: 31.10.2017 10:26 Print

Die Gruselklinik von Costa Rica

Wer nur vorbeifährt, könnte das Sanatorio Durán für eine verlassene Farm halten. Dabei war es einst eine wichtige Tuberkuloseklinik.

Bildstrecke im Grossformat »
Das ist das Sanatorio Durán in Costa Rica. Wer es nicht besser weiss, der vermutet wohl eine verlassene Farm. Das Sanatorio Durán war aber eine der wichtigsten Tuberkulosekliniken ihrer Zeit. Erbaut wurde sie 1918 von Dr. Durán, dessen eigene Tochter ebenfalls an Tuberkulose erkrankt war. In der Klink wurden aber nicht nur Tuberkulosepatienten behandelt, sondern auch psychisch kranke Menschen. In den Sechzigern wurde die Klinik verlassen - der medizinische Fortschritt machte sie schlicht überflüssig. Sie stand viele Jahrzehnte leer, erst in den letzten Jahren entdeckten Touristen das verlassene Gebäude wieder. Und die Touristen erlebten diverse paranormale Ereignisse: kalte Luftzüge, kurz bevor die Geister einer Nonne oder eines kleinen Mädchens auftauchen. Stöhnen und Weinen in der Nacht. Wer durch die Gänge wandert, hört Schritte hinter sich. Besucher berichteten auch von Schweissausbrüchen, Husten, Atembeschwerden und Brustschmerzen - alles Symptome von Tuberkulose. Gemessen an den vielen Menschen, die die Krankheit im frühen 20. Jahrhundert nicht überlebten, könnten hier durchaus ein paar Dutzend Geister ihr Unwesen treiben. Wer trotzdem nach Geistern suchen will, der sollte es in den ehemaligen Operationsräumen probieren - dort seien die Geister besonders häufig zu sehen ... ... oder auch in den Schlafräumen - und in der Unterkunft von Dr. Durán selbst. Seine Tochter, die die Krankheit nicht überlebte, soll ihren Vater dort regelmässig heimgesucht haben.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Das Sanatorio Durán, eine große Tuberkuloseklinik zu Beginn des 20. Jahrhunderts, ist seit den 60er-Jahren verlassen und modert seither vor sich hin. Erst in den letzten Jahren wurde die gruslige Umgebung wieder von Touristen erkundet.

Ein Arzt mit einer kranken Tochter

Eröffnet wurde das Sanatorio Durán 1918 zur Behandlung von Tuberkulosepatienten und psychisch Kranken von Dr. Durán. Der Arzt lebte für seine Arbeit, was einen persönlichen Hintergrund hatte: Duráns Tochter war ebenfalls an Tuberkulose erkrankt. Zu jener Zeit gab es keine Behandlungsmöglichkeiten für diese Krankheit in Costa Rica, und nach einem Besuch bei einem Experten in New York begann Durán mit der Suche nach einem geeigneten Ort für seine Klinik: Nicht zu warm oder zu kalt sollte die Gegend sein, und die richtige Luftfeuchtigkeit und sauberes Grundwasser waren die Kriterien.

Medizinischer Fortschritt war das Ende der Klinik

Das Sanatorio Durán war die nächsten Jahrzehnte in Betrieb, wurde aber durch den medizinischen Fortschritt zunehmend überflüssig: Die Zahl der Tuberkuloseerkrankungen ging im Land immer weiter zurück. 1960 wurde die Klinik schließlich komplett verlassen. Doch Moment: wirklich komplett?

Personen, die das verfallene Gebäude in den letzten Jahren besucht hatten, meldeten paranormale Phänomene: kalte Luftzüge, kurz bevor die Geister einer Nonne oder eines kleinen Mädchens auftauchen. Stöhnen und Weinen in der Nacht. Wer durch die Gänge wandert, hört Schritte hinter sich.

Geister von Kranken?

Besucher berichten von Schweißausbrüchen, Husten, Atembeschwerden und Brustschmerzen – alles Symptome von Tuberkulose. Gemessen an den vielen Menschen, die die Krankheit im frühen 20. Jahrhundert nicht überlebten, könnten hier durchaus ein paar Dutzend Geister ihr Unwesen treiben.

Die größte Chance auf eine Geistersichtung gebe es übrigens im ehemaligen Operationssaal, den Schlafräumen und – überraschenderweise – im Schlafzimmer von Doktor Durán. Seine Tochter, die die Krankheit nicht überlebte, soll ihren Vater dort regelmäßig heimgesucht haben.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(Red)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Yve Stritzi am 31.10.2017 12:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schade

    leider so weit weg

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Yve Stritzi am 31.10.2017 12:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schade

    leider so weit weg