Sprosse für Sprosse

30. September 2018 15:13; Akt: 30.09.2018 15:14 Print

So wird man Höhenangst endgültig los

Angst vor Höhe kennen viele. Bei manchen Menschen entwickelt sich diese Angst zu einer echten Phobie. Diese kann man aber "verlernen".

Ganz schön hoch... (Bild: picturedesk.com)

Ganz schön hoch... (Bild: picturedesk.com)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Das mulmige Gefühl, wenn man den Boden aus luftigen Höhen betrachtet kennen wohl viele Menschen. Wenn man aber in Panik ausbricht, weil man auf eine Leiter steigen soll, dann spricht man von der Akrophobie. Diese Angst kann die Lebensqualität stark einschränken.

Umfrage
Haben Sie Höhenangst?

Angst vor Höhe ist im Kern ein natürlicher Instinkt. Das Gehirn meldet, "Achtung, lieber nicht runterfallen. Das könnte böse enden". Man agiert automatisch vorsichtiger.

Ursprung in der Biografie

Bei einer Phobie wird es jedoch problematischer. In dem Fall ist es keine "reale Angst" mehr. Bereits ungefährliche Reize lösen bei den Betroffenen Panik aus. So eben eine einfache Leiter oder ein Balkon. Die Symptome: Herzrasen, Zittern und Schwitzen.

Ausgelöst wird die Höhenangst meistens durch ein traumatisches Erlebnis in der Kindheit, erklärt beispielsweise Dr. Falk Stirkat gegenüber "Fitbook". Dabei spielt es oft keine Rolle, ob es sich um einen echten Schreckmoment, oder eine Erzählung handelt. Hinzu kommt noch das Wissen, dass ein Sturz aus großer Höhe tödlich enden könnte.

Sprosse für Sprosse gegen die Angst

Laut Medizinern ist Höhenangst eine erlernte Angst. Gleichzeitig bedeutet das: Man kann sie auch wieder verlernen. Das funktioniere am besten durch eine Konfrontationstherapie. Von Medikamenten wird strikt abgeraten, da diese die Reaktionszeit einschränken könnten, was wiederum in der Höhe gefährlich ist.

Wichtig dabei: Vor ungefährlichen Situationen nicht fliehen. Ansonsten verfestigt sich die Angst im Gehirn. Es ensteht der Gedanke, dass man fliehen konnte und deshalb unversehrt blieb.

Empfohlen werden kleine Schritte - wortwörtlich. Man kann den Reiz an einer Leiter ausloten und beispielsweise so weit die Sprossen einer Leiter hochsteigen, bis die Angst zu groß wird. Anstatt zu fliehen, bleibt man an der Sprosse, bis da Gehirn realisiert, dass nichts passiert. Anschließend steigt man weiter hinauf.

Dr. Stirkat erklärt jedoch, dass die Überwältigung viel Zeit in Anspruch nimmt. Von einen Tag auf den anderen wird man die Phobie ganz sicher nicht los.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(slo)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Southpaw am 30.09.2018 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    Ich arbeite auch oft...

    ...in der Höhe. Die Höhenangst kommt mit dem Alter. Ebenso wie Flugangst. Ich hab auch einmal von dem Phänomen gelesen, dass es sich bei Höhenangst auch um die Angst handeln kann zu springen.

  • Johann am 30.09.2018 16:11 Report Diesen Beitrag melden

    Höhenangst ist ein

    Überlebensinstinkt, den will ich gar nicht loswerden.

  • RedApple am 01.10.2018 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    Riskant

    Riskante Methode. Wenn man Angst bekommt soll man erst recht auf der Leiter oben bleiben und die Angst "aushalten"? Diesen "Experten" ist aber schon klar, dass es da zu Schwindelanfällen, Panikzuständen und Verkrampfungen kommen kann die erst recht dazu führen, dass man den Halt verliert und erst recht runterfliegt?

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • RedApple am 01.10.2018 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    Riskant

    Riskante Methode. Wenn man Angst bekommt soll man erst recht auf der Leiter oben bleiben und die Angst "aushalten"? Diesen "Experten" ist aber schon klar, dass es da zu Schwindelanfällen, Panikzuständen und Verkrampfungen kommen kann die erst recht dazu führen, dass man den Halt verliert und erst recht runterfliegt?

    • Southpaw am 01.10.2018 17:21 Report Diesen Beitrag melden

      Vermutlich würde...

      ...derjenige nicht runterfallen sondern "festfrieren". Den bekommt man da dann nicht mehr weg. Den muss man bergen und der kann auch nicht mehr in der Höhe arbeiten.

    einklappen einklappen
  • Johann am 30.09.2018 16:11 Report Diesen Beitrag melden

    Höhenangst ist ein

    Überlebensinstinkt, den will ich gar nicht loswerden.

  • Southpaw am 30.09.2018 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    Ich arbeite auch oft...

    ...in der Höhe. Die Höhenangst kommt mit dem Alter. Ebenso wie Flugangst. Ich hab auch einmal von dem Phänomen gelesen, dass es sich bei Höhenangst auch um die Angst handeln kann zu springen.