Tipps zur Kostumstellung

16. November 2018 01:19; Akt: 16.11.2018 12:19 Print

So beheben Sie Ihren Vitaminmangel

Der Vitaminmangel betrifft viele Menschen, ohne dass diese sich dessen bewusst sind. Wir stellen Ihnen fünf nützliche Tipps vor, um den Vitaminmangel zu beheben.

Vitamin B12 ist fast nur in tierischen Lebensmitteln wie beispielsweise Milch, Joghurt und Käse enthalten. Veganer leiden daher oft an einem deutlichen Vitamin B12 Mangel.  (Bild: pixabay.com © Couleur (CC0 Creative Commons))

Vitamin B12 ist fast nur in tierischen Lebensmitteln wie beispielsweise Milch, Joghurt und Käse enthalten. Veganer leiden daher oft an einem deutlichen Vitamin B12 Mangel. (Bild: pixabay.com © Couleur (CC0 Creative Commons))

Fehler gesehen?

5 Tipps für eine gelungene Kostumstellung

Der Vorsatz, sich gesund zu ernähren, ausgewogen zu kochen und richtig einzukaufen, wird in den wenigsten Fällen dauerhaft eingehalten. Viele Verbraucher erreichen vorgeschriebene Verzehrempfehlungen insbesondere im stressigen Alltag nicht.

Eine Folge davon ist Vitaminmangel, der überraschend viele Menschen betrifft – ohne, dass sie es zunächst merken. Je länger der Mangel an Vitaminen anhält, desto schlimmer fallen die Symptome und Folgen aus. Daher ist es wichtig, auf die ersten Anzeichen gleich zu reagieren und dem Vitaminmangel unkompliziert mit einer Ernährungsumstellung entgegenzuwirken.

Mögliche Faktoren, die Vitaminmangel bedingen und häufige Erkennungsmerkmale

Ein sehr häufiger Grund, auf den ein Mangel an Vitaminen zurückzuführen ist, ist Stress. Ob Arbeits- oder Alltagssorgen, Stress gehört bei vielen Verbrauchern dazu. Manchmal ist es deshalb sinnvoll, sich selbst eine Auszeit zu genehmigen.

Des Weiteren führt eine falsche oder sehr einseitige Ernährungsweise häufig zu einem Vitaminmangel. Abwechslungsreiche und gesunde Kost ist das A und O für einen ausgeglichenen Vitaminhaushalt. Zudem begünstigt eine falsche Zubereitung oder Lagerung der Lebensmittel den Vitaminverlust. Auf lange Garzeiten und das Aufwärmen von Gerichten sollten Verbraucher also verzichten.

Symptome, die häufig in Zusammenhang mit einem Mangel an Vitaminen auftreten, sind beispielsweise eine extreme Müdigkeit trotz genügend Schlaf, Abgeschlagenheit, Probleme mit der Konzentration, Depressionen, eine hohe Anfälligkeit für kleinere Infekte, ein starker Leistungsabfall sowie spezifischere Symptome wie Hautprobleme, Gelenkschmerzen oder eine innere nervöse Unruhe.

Im Regelfall bemerken Menschen den Vitamin- und / oder Nährstoffmangel zuerst an brüchigen Nägeln oder Haarausfall. All diese Beschwerden treten allerdings auch im Zusammenhang mit anderen Krankheiten auf, weshalb bei anhaltenden Symptomen in jedem Fall ein Arzt konsultiert werden sollte.

Tipp 1: Tierische Lebensmittel zur Verhinderung von einem Vitamin B12 Mangel

Vitamin B12 ist fast nur in tierischen Lebensmitteln wie beispielsweise Milch, Joghurt und Käse enthalten. Veganer leiden daher oft an einem deutlichen Vitamin B12 Mangel. Wer einem Vitamin B12 Mangel vorbeugen will, muss ausreichend tierische Lebensmittel zu sich nehmen. Weit verbreitet ist ein Mangel dieses wichtigen Vitamins daher unter Verbrauchern, die sich vegan ernähren und zum Teil auch bei Vegetariern.

Häufig sind ebenfalls ältere Menschen von einem Vitamin B12 Mangel betroffen, da es im Laufe des Lebens schwieriger wird, dieses spezielle Vitamin aus den Lebensmitteln aufzunehmen und zu verwerten. Vitamin B12 ist ein wertvoller Nährstoff, der nicht nur sehr komplex ist, sondern auch Kobalt enthält. Kein anderes Vitamin weist dieses Spurenelement auf. Wichtig ist Vitamin B12 vor allem für die Zellteilung, die Blutbildung und die Funktionstüchtigkeit des Nervensystems.

Vollmilch, Eier, Quark und Käse enthalten viel Vitamin B12. Darüber hinaus können Verbraucher es auch über Fisch, Krabben, Austern und Rind- sowie Lammfleisch aufnehmen.

Tipp 2: Ausreichend Obst und Gemüse essen, um Vitamin C Mangel vorzubeugen


Gerade in der Winterzeit liefern Obst und Gemüse wichtige Nährstoffe und Vitamine, um gesund und munter durch die kühle Jahreszeit zu gelangen. (Foto: pixabay.com © suju (CC0 Creative Commons)

Gerade in der Winterzeit liefern Obst und Gemüse wichtige Nährstoffe und Vitamine, um gesund und munter durch die kühle Jahreszeit zu gelangen. Einem Mangel an Vitamin C lässt sich relativ schnell vorbeugen, denn Obst und Gemüse sind hier die optimalen Lieferanten.

Leider scheint sich der Irrglaube immer stärker zu verbreiten, dass es genügt, einmal in der Woche etwas Gesundes zu sich zu nehmen. Empfehlenswert ist allerdings eine Verzehrmenge von rund 600 Gramm Gemüse pro Tag. Die Faustregel "5 Portionen Obst und Gemüse am Tag" ist eine gute Richtlinie. Vitamin C benötigt der Körper, um das Immunsystem gesund zu halten, das Bindegewebe zu stärken sowie zur Produktion von Enzymen, zum Cholesterinabbau und zur Wundheilung.

Enthalten ist Vitamin C beispielsweise in großen Mengen in Hagebutten, Zitrusfrüchten, Kartoffeln, Paprika, Spinat, Kohl, Kiwis, Erdbeeren, Brokkoli, Petersilie, Orangen und Johannisbeeren. Während im Sommer der leckere Obstsalat häufig die beliebteste Variante ist, um Vitamin C in einer besonders köstlichen Form aufzunehmen, empfiehlt sich im Winter eine kulinarische Gemüsepfanne oder wahlweise Ofengemüse.

Tipp 3: Nüsse und Vollkornprodukte für mehr Vitamin B6

Sehr vielen Verbrauchern fehlt es an Vitamin B6. Da der Körper es, wie die meisten Vitamine, nicht selbst herstellen kann, muss es über die Nahrung aufgenommen werden. Im Körper ist Vitamin B6 zuständig für den Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie für ein gut funktionierendes Immunsystem. Zudem zählt es zu den wichtigsten Bausteinen von Coenzymen und stärkt Nerven sowie Abwehrkräfte.

Enthalten ist Vitamin B6 beispielsweise in Sonnenblumenkernen, Nüssen und Pistazien. Des Weiteren sind Vollkornprodukte, getrocknete Pflaumen, grüne Bohnen, Blumenkohl, Thunfisch, Lachs und Bananen sehr gute Vitamin B6-Lieferanten. Im Gegensatz zu Chips und Co. dienen Nüsse zum einen als gesunde Knabberei und zum anderen liefern sie beim entspannten Abendprogramm die richtige Menge an Vitamin B6.

Tipp 4: Fisch und Milchprodukte zur Förderung des Vitamin D-Haushaltes

Zur Unterversorgung mit Vitamin D trägt häufig noch ein anderer Faktor als die oben genannten möglichen Entstehungsgründe bei. Der Körper ist in der Lage, Vitamin D zu produzieren – allerdings nur, wenn er ausreichend Sonnenlicht erhält.

Im Frühjahr und Sommer ist dies kein Problem, allerdings sorgen kühle, graue Herbst- und Winterzeiten häufig für einen starken Vitamin D-Mangel, weshalb dieser dann über die richtige Nahrungszufuhr behoben werden muss. Enthalten ist Vitamin D in Fischöl, Thunfisch, Ölsardinen, Kaviar, Lachs, Hering, Butter, Eigelb und Milch.

Zusätzlich kann es auch über Champignons, Avocados und Beeren aufgenommen werden. Wichtig ist Vitamin D vor allem für Knochen und Zähne. Außerdem beugt es in der richtigen Menge sowohl Herz-Kreislauf-Erkrankungen als auch Depressionen vor.

Tipp 5: Tagesbedarf an Vitaminen kennen und nicht überschreiten


Vitamin-Präparate und Nahrungsergänzungsmittel erfahren immer mehr Aufmerksamkeit. Das Problem daran ist jedoch die Überdosierung, denn daraus resultieren im schlimmsten Fall schädigende Vergiftungen. (Foto: pixabay.com © stevepb (CC0 Creative Commons)

Vitamin-Präparate und Nahrungsergänzungsmittel erfahren immer mehr Aufmerksamkeit. Das Problem daran ist jedoch die Überdosierung, denn daraus resultieren im schlimmsten Fall schädigende Vergiftungen.

Verbraucher, die ihren Vitaminmangel erkannt haben, wählen nicht immer die aufwendige Ernährungsumstellung, sondern steigen stattdessen auf Vitaminpräparate oder Nahrungsergänzungsmittel um. Diese Methode ist vor allem für viele Berufstätige einfacher in den stressigen Alltag einzubauen, allerdings ist sie nicht immer hilfreich. Im schlimmsten Fall kann es nämlich zu einer Überdosierung kommen.

Stiftung Warentest warnt beispielsweise vor einer zu hohen Zufuhr von Vitamin D-Präparaten, da es hier zu Vergiftungserscheinungen kommen kann. In diesem Zusammenhang ist es demnach wichtig, den eigenen Bedarf zu kennen. Wer seinen Tagesbedarf an Vitaminen, Mineral- und Nährstoffen individuell ermitteln möchte, informiert sich auf den Seiten der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung oder beim Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz.


Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(ib)

Themen
Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.