Mycoplasma genitalium

14. Juli 2018 07:25; Akt: 13.07.2018 22:34 Print

Warnung vor unbekannter Geschlechtskrankheit

Geschlechtskrankheiten wie Gonorrhö, Syphilis und Chlamydien sind bekannt. Nun warnen Ärzte vor einer weiteren Krankheit.

Symbolbild (Bild: iStock)

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Ungeschützter Geschlechtsverkehr ist aus Prinzip eine schlechte Idee. Denn während die Zahl der HIV-Fälle stabil bleibt, wurden in den letzten Jahren zum Teil deutlich mehr Fälle von Ansteckungen mit Gonorrhö (Tripper), Syphilis und Chlamydien gezählt. Vermehrt werden auch Fälle von Gonorrhö registriert, bei denen die üblichen Antibiotika nicht mehr helfen.

Nun warnen britische Ärzte vor einer weiteren bisher kaum bekannten Geschlechtskrankheit. Übertragen wird sie durch das Bakterium Mycoplasma genitalium, das bei Männer und Frauen eine Harnröhrenentzündung auslöst. Die Symptome gleichen jenen einer Chlamydiose und äußern sich vor allem durch Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen sowie durch durchsichtigen bis eitrigen Ausfluss aus der Scheide oder der Harnröhre. Es gibt dabei auch Männer und Frauen, die zwar Träger des Bakteriums sind, jedoch kein Symptome zeigen.

Unfruchtbarkeit droht

Unbehandelt kann die Krankheit bei Frauen unter anderem zu Entzündungen von Becken, Gebärmutterhals, Gebärmutter und Eileitern führen. Im schlimmsten Fall droht Unfruchtbarkeit. Auch Männer können durch Verklebung der Samenleiter unfruchtbar werden. Werden die Erreger in der Schwangerschaft auf das Kind übertragen, können ein niedriges Geburtsgewicht und eine Frühgeburt die Folgen sein.

Ein großes Problem im Zusammenhang mit Mycoplasma genitalium ist laut den Experten der britischen Gesellschaft für Sexualgesundheit und HIV (BASHH), dass die Krankheit oft übersehen oder fälschlicherweise für eine andere Geschlechtskrankheit wie Chlamydiose gehalten werde. Das sei nicht zuletzt darum ein Problem, weil eine falsche Behandlung zu einer Antibiotika-Resistenz führen könne. Bereits jetzt sind laut der Deutschen AIDS-Hilfe Resistenzen gegen das üblicherweise verwendete Azythromycin ein Problem.

Kondome einpacken

Die BASHH hat nun neue Richtlinien für die Diagnose und Behandlung von Mycoplasma genitalium herausgegeben. Damit sollen Fachpersonen unter anderem auf ein neu entwickeltes Testverfahren aufmerksam gemacht werden. Gleichzeitig soll auch die Bevölkerung sensibilisiert werden.

Peter Greenhouse, Mitglied der BASHH, sagte gegenüber der BBC: "Es ist an der Zeit, dass die Bevölkerung über Mycoplasma genitalium Bescheid weiß." Und er fügte an: "Es ist ein weiterer guter Grund dafür, Kondome für die Sommerferien einzupacken – und sie auch zu nutzen." Denn wie bei jeder sexuell übertragbaren Krankheit bietet auch bei Mycoplasma genitalium der Gebrauch von Kondomen den besten Schutz.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • franka am 14.07.2018 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nie ohne Schutz

    am besten nicht in der ganzen Welt mit jeden unbekannten oder Bekannten rumvögeln. ein wenig Zurückhaltung wäre angebracht. aber die schlampen (männlich genauso wie weiblich) werden immer mehr

  • Ommamamia am 14.07.2018 13:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wohlstandskrankheiten

    Man braucht sich nicht wundern diese Krankheiten werden alle von den Beklatschten ins Land gebracht. Viele weibliche Wesen haben sich mit diesem Personenkreis schon intimisiert mangels hiesiger Männer.

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  • RedPill am 14.07.2018 13:22 Report Diesen Beitrag melden

    Enthaltsamkeit und Treue

    sind auch ein sehr effektiver Schutz. Leider werden sie von unseren Hedonisten nie erwähnt.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Bär am 14.07.2018 19:50 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Warum muss die junge Frau auf dem Titelbild mit einem offenbaren Südländer im Bett liegen? Was will man uns damit sagen?

    • Tim Flemming am 16.07.2018 11:44 Report Diesen Beitrag melden

      Großer Plan

      Weil unsere Politiker den kalergie Plan in die Tat umsetzen wollen.

    • Wolf am 16.07.2018 15:40 Report Diesen Beitrag melden

      Lass es regnen

      Keine Sorge. Auf dem Bild ist klar ersichtlich, dass es sich keinesfalls um eine Nordländerin handeln kann. Die Knochenstruktur und Augenform sind dafür zu attraktiv. Somit alles in Butter.

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  • Nico am 14.07.2018 16:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Märchen von anständigen Frauen

    Wer noch immer an das Märchen vom anständigen Mädchen oder Frau glaubt, bei dem sind Hopfen und Malz verloren.

  • Kurt Grinschgl am 14.07.2018 14:15 Report Diesen Beitrag melden

    Kondome, wozu

    mir passiert schon nichts.

    • PeterKarl am 15.07.2018 16:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kurt Grinschgl

      Grinschgl, so hat der Direktor in der Berufsschule 1974 in Eibiswald geheißen. Denke gerne zurück.

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  • Ommamamia am 14.07.2018 13:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wohlstandskrankheiten

    Man braucht sich nicht wundern diese Krankheiten werden alle von den Beklatschten ins Land gebracht. Viele weibliche Wesen haben sich mit diesem Personenkreis schon intimisiert mangels hiesiger Männer.

    • Alex am 14.07.2018 14:14 Report Diesen Beitrag melden

      Genau meine Meinung

      Wo diese seltsamen Krankheiten bloß immer herkommen, echt komisch. Wahrscheinlich schwimmen die übers mehr, oder kommen die vielleicht doch in Schlauchbooten?

    • ehklar am 14.07.2018 20:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jonny

      Ja! Aber diese werden gleich von anderen Pfosten besetzt. Ich will damit sagen: anscheinend wird schon alles politisiert. Sind Sie mit "Afghanischer Grippe" einverstanden? Dann kann man wieder lange sinnlos diskutieren.

    • katja am 14.07.2018 21:48 Report Diesen Beitrag melden

      zur information!

      @Jonny: leider ist das einer bekannten auch passiert, der zugereiste aus afrika hat sie mit einem tripper angesteckt, er hat ihr als rechtfertigung erklärt: sie, meine bekannte, wäre nicht die einzige frau in seinem leben! ich kann diesen partnerschaften NIX abgewinnen!

    • TantePolly am 16.07.2018 09:51 Report Diesen Beitrag melden

      Wo diese Krankheiten herkommen?

      Die Syphilis von den Lamas. Die neueren von Ziegen und Kamelen.

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  • RedPill am 14.07.2018 13:22 Report Diesen Beitrag melden

    Enthaltsamkeit und Treue

    sind auch ein sehr effektiver Schutz. Leider werden sie von unseren Hedonisten nie erwähnt.