Entgiften & Entschlacken

14. Februar 2018 12:47; Akt: 01.08.2018 14:19 Print

7 Fastenarten im Überblick

Die Fastenzeit beginnt offiziell am Aschermittwoch und zahlreiche Menschen verzichten die folgenden 40 Tage bis Ostern auf ihre liebsten Leckereien.

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Benannt wurde diese Form nach Dr. Otto Buchinger der 1920 die erste Fasten-Klinik gründete. Hierbei werden nur Wasser, Tees, Gemüsebrühe und Obst- bzw Gemüsesäfte zu sich genommen, es wird also auf feste Nahrung komplett verzichtet. Es entsäuert und entgiftet und ist die Urform des Basenfastens. Wie man sich denken kann wird hier gänzlich auf feste Nahrung verzichtet. Es wird ausschließlich Flüssigkeit in Form von Wasser und Tee zu sich genommen. Durch den Verzicht auf Nahrung soll der Körper seine Energie über den Abbau von körpereigenen Fett- aber auch Eiweiß-Depots (Muskelmasse) gewinnen, was zu einer massiven Umstellung des Stoffwechsels und natürlich zu einer Gewichtsreduktion führt. Es geht auf den Arzt Andreas Wacker und seine Frau die Heilpraktikerin Sabine Wacker zurück. Die beiden entwickelten aus dem Buchinger-Fasten eine moderne Form des Basen-Fastens, die den Menschen zum Umdenken anregen soll und ihm einen Fahrplan für eine dauerhafte Ernährungsumstellung mitgibt. Es geht beim Basenfasten weniger um den Verzicht als um die Umstellung der Ernährung weg von zu viel säurebildenden Nahrungsmitteln, die dem Körper auf Dauer schaden hin zu den Basenbildenden, die vor allem aus frischem Obst und Gemüse bestehen. Somit soll der Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht kommen und der Körper entgiftet, entschlackt und entsäuert werden. Verzichtet werden muss während der Kur auf Milch und Milchprodukte, Fleisch-, Geflügel- Wurstwaren, Kaffe, Schwarztee, Früchtetee gesüßte Getränke und Alkohol, außerdem alle Sorten von Getreide und Zucker. An den "erlaubten" Lebensmitteln kann man sich satt essen. Diese Form des Fastens geht auf die Benediktinerin Hildegard von Bingen zurück, die sich komplett der Naturheilkunde, Medizin, Ethik und Mytologie verschrieben hat. Sie gilt als Heilige und war der Meinung, dass das Fasten der Reinigung des Körpers aber vor allem auch der Seele von ihren Belastungen dient und außerdem wichtig ist für die Rückbesinnung auf das Wesentliche. Beim gemäßigten Dinkelfasten wird 3 x täglich Dinkel in irgendeiner Form angeboten. Zur Kur gehört auch viel Bewegung im Sinne von Morgengymnastik und nachmittaglichen Spaziergängen oder Fastenwanderungen wie auch Ruhephasen im Sinne von Mittagschlaf. Diese Form geht auf den Fuhrmann Johann Schroth zurück. Sie besteht aus einer speziellen salz-, fett- und eiweißarmen Kost bei der neben z.B. Reis, Graupen, Gries und Trockenobst ausschließlich gekochtes Obst und Gemüse gegessen wird - also keine Rohkost. Trink und Trocken-Tage wechseln sich ab, wobei an den Trockentagen höchstens ein halber Liter Flüssigkeit getrunken werden darf. Das soll die Gift- und Schlackestoffe lösen und die Selbstheilungskräfte ankurbeln. Die Trinktage dienen dann der Ausscheidung und Reinigung. Alkohol ist hierbei übrigens erlaubt. Beim Molkefasten wird auf feste Nahrung verzichtet. Die Flüssigkeit wird in Form von Molke zugeführt. Molke ist reich an Protein (Eiweiß) und Kalzium, enthält Eisen, Kalium und Natrium, Magnesium, Phosphor und die Vitamine A, B, C und E, Folsäure und Biotin, aber sie ist extrem arm an Kalorien und Fett. Der Sinn besteht darin, den Muskelabbau beim Fasten durch die Zufuhr von Proteinen zu verringern. Benannt nach dem österreichischen Arzt Franz Xaver Mayr. Schonung, Säuberung, Schulung und Substitution sind die 4 Säulen der Kur. Durch ausgiebiges Kauen und einspeicheln einer altbackenen Semmel und dem Hinunterschlucken mit einem Löffel Milch soll vor allem der Weg zu einem bewussteren Essverhalten geebnet werden, das im stressigen und hektischen Alltag verloren geht. Heutzutage gibt es in Form von Schonkost viele Alternativen zu Semmel und Milch.

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In der Fastenzeit werden die beliebten Kalorienbomben beiseite geschoben und sich nur von entschlackenden Lebensmitteln ernährt. Je nach Art des Fasten sind nämlich nur bestimmte Dinge erlaubt. 

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Insgesamt 327 Teilnehmer

Wir haben uns unterschiedliche Methoden genauer angesehen und stellen Ihnen die sieben besten Fastenarten vor, die beim Abnehmen helfen und der Gesundheit zugute kommen. 

Bevor Sie starten, ist es enorm wichtig, dass Sie Ihren Magen mit der Hilfe von abführenden Salzen entleeren. Dies vermindert das Hungergefühl.

Jede Fastenkur verläuft in drei unterschiedlichen Phasen:

1. Entlastung: Diese Phase dauert ungefähr ein bis drei Tage. Die Nahrungsaufnahme wird langsam reduziert und auf Süßigkeiten oder Fettiges wird komplett verzichtet. 

2. Fasten: Während der Hauptphase wird getrunken, allerdings zählen Softdrinks, Alkohol oder Kaffee nicht dazu. Wasser, ungesüßter Tee und Fruchtsäfte sind die vorgeschriebenen Getränke. 

3. Aufbau: Achten Sie bei der letzten Phase darauf, dass Sie wieder vorsichtig mit dem Essen beginnen. Ideal sind Suppen. 

Blättern Sie sich durch unsere Diashow (ganz oben) und entdecken Sie die für Sie persönlich passende Fastenmethode!

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(Red)

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