So halten Sie durch!

14. Februar 2018 13:38; Akt: 01.08.2018 14:20 Print

Fastenzeit leicht gemacht: Mit diesen 5 Tricks

Für viele hat die Fastenzeit schon längst keine religiöse Bedeutung mehr, dennoch werden die 40 Tage gerne zum Anlass genommen, um auf etwas Liebgewonnenes zu verzichten.

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Benannt wurde diese Form nach Dr. Otto Buchinger der 1920 die erste Fasten-Klinik gründete. Hierbei werden nur Wasser, Tees, Gemüsebrühe und Obst- bzw Gemüsesäfte zu sich genommen, es wird also auf feste Nahrung komplett verzichtet. Es entsäuert und entgiftet und ist die Urform des Basenfastens. Wie man sich denken kann wird hier gänzlich auf feste Nahrung verzichtet. Es wird ausschließlich Flüssigkeit in Form von Wasser und Tee zu sich genommen. Durch den Verzicht auf Nahrung soll der Körper seine Energie über den Abbau von körpereigenen Fett- aber auch Eiweiß-Depots (Muskelmasse) gewinnen, was zu einer massiven Umstellung des Stoffwechsels und natürlich zu einer Gewichtsreduktion führt. Es geht auf den Arzt Andreas Wacker und seine Frau die Heilpraktikerin Sabine Wacker zurück. Die beiden entwickelten aus dem Buchinger-Fasten eine moderne Form des Basen-Fastens, die den Menschen zum Umdenken anregen soll und ihm einen Fahrplan für eine dauerhafte Ernährungsumstellung mitgibt. Es geht beim Basenfasten weniger um den Verzicht als um die Umstellung der Ernährung weg von zu viel säurebildenden Nahrungsmitteln, die dem Körper auf Dauer schaden hin zu den Basenbildenden, die vor allem aus frischem Obst und Gemüse bestehen. Somit soll der Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht kommen und der Körper entgiftet, entschlackt und entsäuert werden. Verzichtet werden muss während der Kur auf Milch und Milchprodukte, Fleisch-, Geflügel- Wurstwaren, Kaffe, Schwarztee, Früchtetee gesüßte Getränke und Alkohol, außerdem alle Sorten von Getreide und Zucker. An den "erlaubten" Lebensmitteln kann man sich satt essen. Diese Form des Fastens geht auf die Benediktinerin Hildegard von Bingen zurück, die sich komplett der Naturheilkunde, Medizin, Ethik und Mytologie verschrieben hat. Sie gilt als Heilige und war der Meinung, dass das Fasten der Reinigung des Körpers aber vor allem auch der Seele von ihren Belastungen dient und außerdem wichtig ist für die Rückbesinnung auf das Wesentliche. Beim gemäßigten Dinkelfasten wird 3 x täglich Dinkel in irgendeiner Form angeboten. Zur Kur gehört auch viel Bewegung im Sinne von Morgengymnastik und nachmittaglichen Spaziergängen oder Fastenwanderungen wie auch Ruhephasen im Sinne von Mittagschlaf. Diese Form geht auf den Fuhrmann Johann Schroth zurück. Sie besteht aus einer speziellen salz-, fett- und eiweißarmen Kost bei der neben z.B. Reis, Graupen, Gries und Trockenobst ausschließlich gekochtes Obst und Gemüse gegessen wird - also keine Rohkost. Trink und Trocken-Tage wechseln sich ab, wobei an den Trockentagen höchstens ein halber Liter Flüssigkeit getrunken werden darf. Das soll die Gift- und Schlackestoffe lösen und die Selbstheilungskräfte ankurbeln. Die Trinktage dienen dann der Ausscheidung und Reinigung. Alkohol ist hierbei übrigens erlaubt. Beim Molkefasten wird auf feste Nahrung verzichtet. Die Flüssigkeit wird in Form von Molke zugeführt. Molke ist reich an Protein (Eiweiß) und Kalzium, enthält Eisen, Kalium und Natrium, Magnesium, Phosphor und die Vitamine A, B, C und E, Folsäure und Biotin, aber sie ist extrem arm an Kalorien und Fett. Der Sinn besteht darin, den Muskelabbau beim Fasten durch die Zufuhr von Proteinen zu verringern. Benannt nach dem österreichischen Arzt Franz Xaver Mayr. Schonung, Säuberung, Schulung und Substitution sind die 4 Säulen der Kur. Durch ausgiebiges Kauen und einspeicheln einer altbackenen Semmel und dem Hinunterschlucken mit einem Löffel Milch soll vor allem der Weg zu einem bewussteren Essverhalten geebnet werden, das im stressigen und hektischen Alltag verloren geht. Heutzutage gibt es in Form von Schonkost viele Alternativen zu Semmel und Milch.

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Wer die Tage vom 1. März bis zum 15. April abzählt, wird nicht genau auf 40 kommen. Warum? Weil die Sonntage während der Fastenzeit nicht mit eingerechnet werden. Alle, die jene sechs Wochen im Jahr tatsächlich zum Fasten nutzen, können die Sonntage somit als "Joker-Tage" betrachten.

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Der Sinn hinter der Fastenzeit liegt im Verzicht - worauf verzichtet wird, ist nebensächlich. Manche essen 40 Tage lang kein Fleisch, andere lassen die Finger von Alkohol oder Süßigkeiten, wieder andere setzen auf Detox-Kuren. 

Worauf auch immer Sie während der Fastenzeit verzichten wollen, hier sind fünf Tricks, mit denen Sie besser Durchhalten werden.

Hier 5 Tipps zur Fastenzeit:

1. Das Ziel nicht verlieren

Vorab müssen Sie sich über den Sinn klar werden, warum Sie überhaupt fasten wollen. Ob aus Religion, Tradition oder einfach um sich etwas beweisen zu wollen - Sie müssen sich stets vor Augen halten, was Ihr persönliches Ziel und Ihre persönliche Motivation ist. Und nicht vergessen: Wenn Sie 40 Tage verzichten haben, können Sie richtig stolz auf sich sein!

2. Routinen aufbauen

Aller Anfang ist schwer und vor allem die Gewohnheit kommt einem beim Fasten oft in die Quere. Das Feierabendbier am Freitag, oder die Süßigkeiten zum Kaffee - wir haben uns gewisse Routinen angewöhnt, die wir nun brechen müssen bzw. am besten durch neue Ersetzen. So könnte das Feierabendbier durch ein anderes antialkoholisches Getränk, das Sie schon immer einmal ausprobieren wollten, ersetzt werden oder die (schokoladige) Nachspeise durch Obst.

3. Auch "sündigen" ist erlaubt

Wenn Sie einmal sündigen, ist das noch lange kein Grund, alles hinzuwerfen. Solange es bei "Ausrutschern" bleibt, weitermachen!

4. Bewegung

Ja! Neben ausreichend Schlaf, empfiehlt sich auch Sport, um beim Fasten voran zu kommen. Denn sportliche Aktivitäten lenken nicht nur ab, sondern sorgen auch für die nötige Ausgeglichenheit!

5. Gemeinsam statt einsam

Grundsätzlich fällt das Einhalten der Fastenzeit um einiges leichter, wenn man nicht "einsam verzichten muss". Sich gemeinsam mit Freunden oder dem Partner Ziele zu stecken und sich gegenseitig vom "Sünden" abzuhalten, macht das Durchhalten gleich um vieles angenehmer!

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(Red)

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