Triumph Spitfire 1500

07. März 2019 04:30; Akt: 05.03.2019 16:24 Print

Als Sportcabriolet-Fahren noch günstig war

von B.v.Rotz - 18 Jahre bot Triumph den Spitfire an. In dieser Zeit war er etwas sportlicher, sparsamer und hübscher geworden, blieb aber günstig und einfach.

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Mit dem Triumph Spitfire 1500 verhielt es sich Ende der Siebzigerjahre ähnlich wie mit Asterix und Obelix. Eigentlich waren seine Zeiten vorbei, aber er überlebte dank (fast schon) magischer Kräfte. Auf dem Genfer Autosalon im März 1980, wo er immer noch zu sehen war, stach er heraus wie eine Rose in einem Salatbeet – farbig (gern in Senfgelb oder Orangerot), kompakt, günstig und betörend offen.

Cabriolets waren zu jener Zeit Mangelware, fast ausgestorben. Nur noch wenige Anbieter boten überhaupt noch komplett offene Autos ohne Überrollbügel an. Der Triumph Spitfire aber stammte aus einer anderen Epoche.

Fünf Generationen
Im Herbst 1962 wurde der Triumph Spitfire als Alternative zum Austin-Healey vorgestellt. Auf der Basis von Chassis und Technik des Triumph Herald hatte Giovanni Michelotti einen hübschen Roadster realisiert. Mit 60 PS aus 1.147 cm3 hatte er genug Kraft, die rund 750 kg sportlich vorwärts zu bewegen. 1964 erhielt er ein paar zusätzliche Pferdestärken, was ihn zum Spitfire 4 Mark 2 machte. Am Genfer Autosalon 1963 stand dann der Mark 3 mit 1,3-Liter-Motor und höher angebrachten Stoßfängern. 75 PS reichten nun für 160 km/h Spitze.

Im November 1970 brachte die vierte Auflage ein modernisiertes Karosseriekleid mit moderner Front und an die übrige Triumph-Palette angepasster Heckpartie. Vorerst wurde der 1,3-Liter-Motor noch beibehalten, doch im Dezember 1974 durften sich auch die Europäer über einen kräftigen 1,5-Liter-Motor freuen, der den amerikanischen Versionen schon seit einiger Zeit gedient hatte. 72 PS leistete der 1.493 cm3 große Motor, den man auch schon aus dem Triumph Toledo kannte, bei 5.500 U/min.

Überaus kompakt
Ansonsten war die Zeit am Spitfire weitgehend spurlos vorbeigegangen. Wie zu Anfang sorgten vorne Dreiecksquerlenker mit Schraubenfedern für die Radführung, während die hinteren Räder einzeln an einer Pendelachs-Konstruktion aufgehängt war. Immerhin war das Chassis im Detail immer wieder verbessert worden und auch die Bremsen – vorne Scheiben, hinten Trommeln – wurden der Zeit angepasst.

Profitiert hatte auch der Innenraum von mehreren Überarbeitungen, eine gut funktionierende Heizung und ein einfach abklappbares Dach waren beim Spitfire 1500 Serienausstattung. Nur das Hardtop kostete Aufpreis. Auch den überaus kompakten Dimensionen von 3,785 x 1,488 x 1,125 Metern war der Spitfire nie entwachsen, heute hat auf dieser Grundfläche nicht einmal ein moderner Fiat 500 mehr Platz.

Unglaublich wendig
Dass der Triumph Spitfire 1500 kompakt ist, spürt man spätestens dann, wenn man einsteigt. Zwar bietet er selbst großgewachsenen Personen bis ca. 1,85 Meter genügend Platz auf den gut ausgeformten Sitzen, aber von großer Bewegungsfreiheit kann sicherlich nicht die Rede sein. Das ist auch gut so, denn diese sportliche Enge gehört natürlich zum Naturell des hübschen Sportwagens.

Gestartet wird modern mit Zündschlüssel an der Lenkradnabe und sofort ertönt ein wohltönendes Vierzylindergeräusch. Die Gänge rasten satt ein und schon bald ist Landstraßentempo erreicht. Hier fühlt sich der offene Triumph auch am wohlsten. Die Rundumsicht ist perfekt. Und hat man sich verfahren, kann man fast auf jeder Landstraße ohne Zurücksetzen wenden, dank eines nur 8,2 Meter großen Wendekreises.

Weitere Informationen, Bilder, ein Tonmuster, Verkaufsprospekte und ein Video zum Spitfire 1500 gibt es auf www.zwischengas.com.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • PeterKarl am 07.03.2019 16:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Schönste..

    man durfte damals auf der Autobahn schneller fahren als heute und eine jährliche Pickerl Überprüfung gab es auch noch keine. Kein Straßenverkehr, schöne Autos mit persönlichem Charakter. Und vom VW Konzern gab es nur den Buli und den Käfer den man kaufen konnte.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • PeterKarl am 07.03.2019 16:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Schönste..

    man durfte damals auf der Autobahn schneller fahren als heute und eine jährliche Pickerl Überprüfung gab es auch noch keine. Kein Straßenverkehr, schöne Autos mit persönlichem Charakter. Und vom VW Konzern gab es nur den Buli und den Käfer den man kaufen konnte.