Großzügige Übergangsfrist

28. Oktober 2015 20:39; Akt: 28.10.2015 21:06 Print

EU-Länder beschlossen strengere Abgastests mit Schlupfloch

Nach dem VW-Manipulationsskandal haben die EU-Länder strengere Regeln bei Abgastests durchgesetzt. Anders als bisher sollen diese unter Realbedingungen und nicht im Labor erfolgen. Damit nicht plötzliche alle Hersteller bei den Abgastests durchfallen, haben die Staaten jedoch Toleranzgrenzen und eine großzügige Übergangsphase geschaffen.

 (Bild: Fotolia.com)

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Nach dem    haben die EU-Länder strengere Regeln bei Abgastests durchgesetzt. Anders als bisher sollen diese unter Realbedingungen und nicht im Labor erfolgen. Damit nicht plötzliche alle Hersteller bei den Abgastests durchfallen, haben die Staaten jedoch Toleranzgrenzen und eine großzügige Übergangsphase geschaffen.


Die EU-Mitglieder haben beschlossen, dass die neuen "Real Driving Emissions"-Tests fernab von Labors für neue Fahrzeugtypen ab 1. September 2017 und für neu zugelassene Fahrzeuge ab 1. September 2019 verpflichtend sind.

Die neuen Tests sollen weniger manipulationsanfällig sein als jene auf Rollprüfständen in Labors. Die Änderungen betreffen nur den Stickstoff-Ausstoß, der CO2-Ausstoß soll weiterhin im Labor getestet werden.

Regeln erst ab 2021 richtig streng

Der Wunsch der EU-Kommission nach noch schärferen Regeln wurde jedoch nicht erfüllt. Denn die Toleranzgrenze bei den Messwerten ist ausufernd, der Stickstoff-Ausstoß darf 2,1-mal so hoch wie der Laborwert sein. Die Übergangsphase endet erst am 1. Jänner 2020 bzw. 1. Jänner 2021. Dann dürfen die Überschreitungen 1,5 Mal so hoch wie unter Laborbedingungen sein.

Das EU-Parlament hatte im Vorfeld gefordert, dass die Kommission prüfen soll, ob die Schaffung einer Aufsichtsbehörde, die die nationalen Zulassungsstellen überwacht, sinnvoll ist.

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