Suzuki Vitara im Test

17. April 2019 04:30; Akt: 15.04.2019 17:49 Print

Neuer Look, doch am meisten gefällt der Motor

von Jörg Michner - Suzuki hat seinem Vitara ein Facelift und ein paar Updates spendiert. Überrascht hat uns aber der zielstrebige Motor.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Vitara erblickte 1988 das Licht der Welt, als SUVs noch Geländewagen hießen. Seitdem ist er ein Dauerbrenner bei Suzuki und befindet sich bereits in der vierten Generation. Der Vitara bleibt aber weiterhin seinen Wurzeln treu und bietet bei allen Motorisierungen einen Vierradantrieb.

Bei seinem Facelift vor einigen Monaten fielen zwei Motoren weg, nämlich die 1,6 Liter große Diesel- und Benzin-Variante mit 120 PS. Nun gibt es nur noch zwei Motoren zur Auswahl, einen 1-Liter- und einen 1,4-Liter-Benziner. Diesel sucht man vergeblich.

Wir fuhren den größeren der beiden Motoren mit seinen 140 PS, einem 6-Gang-Schaltgetriebe und der Spitzenausstattung Flash. Der günstigste Vitara mit 112 PS ist um 18.990 Euro erhältlich; unser Wagen kommt auf 28.290 Euro.

Neue Assistenten
Er hat als erstes Suzuki-Modell einen Toten-Winkel-Warner sowie einen Querverkehrswarner beim Ausparken, dazu ein Spurhaltewarnsystem mit Lenkeingriff und einen übermotivierten Kollisionswarner, den wir im Wiener Stop-&-Go-Verkehr ausgeschalten haben.

Das Facelift brachte auch eine überarbeitete Optik wie vertikale Chromelemente auf dem Kühlergrill und quer über den unteren Kühlergrill. Auch die Heckschürze wurde neu gestaltet und die Rückleuchten bestehen nun aus dreireihigen LEDs. Außerdem gibt es zwei neue Farben, darunter das "Solar Yellow Pearl Metallic" unseres Vitara. Uns gefällt's, wir mögen bunte Autos. Alles immer in grau, weiß und schwarz, das ist fad.

Wie aber eingangs erwähnt, hat uns der Motor äußerst positiv überrascht. 140 PS mag bei einem etwas größeren Fahrzeug wie einem SUV "angemessen" sein, doch der Motor zieht richtig stark an, und das nicht nur im Sport-Modus. Das hätten wir nicht gedacht, zumal 220 Nm maximales Drehmoment bei einem Benziner gut sind aber uns als nackte Zahl auch nicht vom Hocker reißen.

Leichtgewicht
Was dabei sicherlich hilft, ist nicht nur der Allradantrieb, sondern auch das für ein SUV relativ geringe Gewicht von nur 1,2 Tonnen. Das ist wohl auch deshalb so niedrig, weil Suzuki im Innenraum klassisches Nippon-Barock verbaut hat, das an die 1990er Jahre erinnert. Das hohle, auf die Karosserie aufgesetzte Plastik, vor allem im Kofferraum, trübt den Gesamteindruck – Gewichts- und Preisvorteile hin oder her.

Das ist schade, denn das neue silberfarbene Zierelement am Armaturenbrett gefällt uns eigentlich und die Mittelarmlehne ist für unsere Sitzposition perfekt zum Arm ablegen und schalten. Und auch das Fahrwerk ist gut und trotz der Geländegängigkeit des Vitara nicht zu weich aber dennoch angenehm gefedert.

Wer nun öfter mal im Gelände unterwegs ist, vielleicht als Jäger, Förster oder Naturmensch, wird am Plastik im Innenraum schätzen, dass es sich leicht abwaschen lässt und etwas aushält, ohne gleich kaputt zu gehen. In den Kofferraum passt trotz der kompakten 4,17 Meter Fahrzeuglänge und einem Radstand von 2,5 Metern mit 375 Liter Volumen auch ein bisschen was hinein.

Und so gesehen ist der Vitara ein guter Allrounder für alle jene, die außerhalb der Stadt unterwegs sind und nicht zu viel Geld für ihr Fahrzeug ausgeben wollen.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

Themen
Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen: