Subaru im Test

04. Juli 2018 04:30; Akt: 02.07.2018 10:50 Print

Von wegen kompakt: Viel Platz im neuen Impreza

von Jörg Michner - Wenn man im neuen Impreza sitzt, merkt man gar nicht, dass es sich hier um ein Kompaktwagen handeln soll. Überzeugend ist auch das Assistenzsystem EyeSight.

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In Japan und Nordamerika ist Subaru eine feste Größe, hierzulande befindet man sich ein bisschen in einer Nische: Solide und zuverlässige Autos, die aber optisch nicht wirklich begeistern. Am bekanntesten ist mit Sicherheit der Impreza als WRX-Version, der mit seinen über 300 PS dem äußerst erfolgreichen Rallye-Wagen der Marke nachempfunden ist.

Dementsprechend sind Imprezas besonders in Japan bei Tunern beliebt. Die neue 2018er Version für Europa wurde ebenfalls optisch aufgebretzelt und sieht jetzt richtig schnittig aus. Sie gibt es nur mit Schrägheck (auf anderen Kontinenten auch mit Stufenheck) und – wie alle Subarus – nur mit Allradantrieb, was immer eine feine Sache ist. Denn mehr Grip bedeutet mehr Spaß und mehr Sicherheit.

Überraschenderweise steht nur ein Motor zur Auswahl: Ein 1,6-Liter-Benzin-Boxermotor mit 114 PS und 150 Nm maximalem Drehmoment. Dazu eine Automatik mit CVT-Getriebe, also variablen Gängen.

Diese Getriebe ziehen ja bekanntlich sehr hoch, wenn man beschleunigt – hier hätten wir uns eine Auspuffanlage gewünscht, die uns einen satteren und dazu passenderen Sound beschert. Denn die Beschleunigung ist zwar auch nicht sportlich aber im Großen und Ganzen in Ordnung – 150 Nm Drehmoment sind halt auch für einen Benziner nicht gerade viel.

Viel Platz
Die Straßenlage ist stets gut, wir fühlen uns in allen Belangen sehr wohl im Impreza. Auch wenn Subaru den Wagen selbst als Kompaktwagen positioniert – wir empfinden ihn als weitaus geräumiger und bequemer, als man unter dieser Bezeichnung vermuten würde.

Zum einen ist er mit 4,46 Metern gar nicht kurz. Der Radstand von 2,67 Meter beschert den Passagieren viel Raum; hinten hat man Platz für die Beine aber am meisten fällt es vorne auf. Von Kompaktheit keine Spur. Womöglich eine Tatsache, die dem nordamerikanischen Markt geschuldet ist. Dort ist ja alles größer, auch die Leute, besonders in der Breite. Und so gibt es jedenfalls wirklich überall angenehm viel Platz – selbst der Kofferraum ist mit 385 Litern für einen Kompakten geräumig.

Überzeugende Assistenzsysteme
Das gute Komfortgefühl wird auch durch das Fahrassistenzsystem EyeSight verstärkt. Der adaptive Tempomat denkt wirklich gut mit und bremst nicht zu früh ab, und versteht auch beim Spurwechsel, dass da nur quasi ein "halbes" Auto vor im fährt und beschleunigt schon entsprechend. Dafür ist die Kollisionswarnung manchmal etwas übermotiviert.

Besonders gefällt uns das Spurhaltesystem, das den Impreza schon ziemlich gut selbständig über die Autobahn lenkt. Nur bei höheren Geschwindigkeiten reagiert es manchmal etwas spät und damit abrupt, hält uns aber insgesamt recht vertrauenswürdig in der Spur.

Das EyeSight ist bereits in der Basisversion "Pure" (23.350 Euro) serienmäßig dabei; es gibt aber ohnehin nur zwei Ausführungen des Imprezas. Wir fuhren die höhere "Style Navi" mit – wie der Name schon sagt – Navigationssystem, LED-Scheinwerfer, adaptivem Kurvenlicht, schlüssellosem Zugangssystem, beheizbaren Vordersitzen, Rückfahrkamera und noch ein paar Extras. Das ganze kommt dann auf 27.200 Euro und bleibt somit deutlich unter der oft abschreckenden 30.000er-Grenze – das gefällt.

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