Verspätung wegen Streit

23. Oktober 2018 09:01; Akt: 23.10.2018 09:03 Print

First-Class-Gäste müssen Sitze für Piloten räumen

Ein Flug von Thai Airways von Zürich nach Bangkok hebt erst mit zwei Stunden Verspätung ab. Der Grund dafür ist hausgemacht.

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Das sind die beliebtesten Airlines der Welt: Tripadvisor-Bewertung: "Normale Economy ist bei Korean Air im Vergleich zu anderen Fluggesellschaften (vor allem amerikanischen) eher Economy Plus. Die Flugbegleiter waren großartig." Tripadvisor-Bewertung: "Der Service ist effizient und man bekommt jedes Mal ein Päckchen Aviõezinhos (Gummibärchen in Flugzeugform), die man bei den kurzen Inlandstopps naschen kann." Tripadvisor-Bewertung: "Die Bar im A380 (Business Class) ist das Beste. Der Service, egal in welcher Klasse, ist fantastisch. Das Essen ist für Economy sehr lecker, das Entertainment ist klasse." Tripadvisor-Bewertung: "Der Service von Jet2 war fantastisch. Von Anfang bis Ende konnte ich meine Ferien ohne Stress genießen. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass die Airline besser ist als viele andere." Tripadvisor-Bewertung: "Die Flüge sind pünktlich und der Service ist effizient. Vielfliegern wird das Meilensammeln leicht gemacht." Tripadvisor-Bewertung: "Was EVA besser als andere macht, ist die Liebe zum Detail: von den Kissen bis hin zum Essen im Hello-Kitty-Stil. Die Kindermenüs waren ausgezeichnet." Tripadvisor-Bewertung: "Diese Fluggesellschaft bietet guten Essens- und Getränkeservice an Bord. Das Unterhaltungsprogramm ist super und man hat ungewöhnlich viel Beinfreiheit." Tripadvisor-Bewertung: "Diese Airline ist der Inbegriff von Stil, Klasse und Komfort. Das Flugzeug ist groß, die Atmosphäre trotzdem sehr gemütlich. Die Sitze sind breiter und die Fenster sind größer." Tripadvisor-Bewertung: "Die Flugbegleiter sind sehr engagiert. Das Abendessen in der Economy Class war ausgezeichnet, begleitet von neuseeländischen Weinen. Sogar die Sicherheitsvideos sind unterhaltsam." Tripadvisor-Bewertung: "Ich bin in der Business Class von Sydney nach Singapur geflogen. So gut habe ich in den letzten 10 Jahren nicht gegessen. Der Service war toll und die Mitarbeiter hatten Freude an ihrer Arbeit. Eine der besten, wenn nicht die beste Airline."

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Der Vorstandsvorsitzende von Thai Airways International, Sumeth Damrongchaitham, musste zu Kreuze kriechen, wie "Bangkok Post" meldet.

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Auf Facebook schrieb er: "Ich entschuldige mich bei allen Passagieren für das unprofessionelle Verhalten, das zur Verspätung geführt hat. Und ich entschuldige mich bei allen, die direkt betroffen waren."

Mehr als eine Stunde Verspätung

Was war geschehen? Am 11. Oktober weigerten sich ein Pilot und sein Kopilot von Thai-Airways-Flug TG971, wie geplant um 13.30 Uhr von Zürich nach Bangkok abzuheben. Zwei ihrer Kollegen, die nicht im Dienst waren, wollten in die thailändische Hauptstadt zurückfliegen, doch in der First Class war kein Platz mehr. Der Pilot verlangte daraufhin, dass zwei Passagiere ihre Plätze zuvorderst im Flieger für die Kollegen freigeben. Doch dies wollte natürlich niemand tun.

Nach zwei Stunden willigten dann doch zwei Passagiere der First Class ein und gaben ihre Plätze her. Später beschwerten sie sich bei Thai Airways, die Crew habe die Passagiere des Fliegers in "Geiselhaft" genommen, um dieses Vorhaben durchsetzen zu können, und dass man den beiden Piloten ganz einfach Business-Sitze hätte zuweisen sollen. Am Ende landete der Flieger mit mehr als einer Stunde Verspätung in Bangkok am Flughafen Suvarnabhumi.

Thai Airways relativiert die Situation

Nandor Hammermüller, Sales Manager von Thai Airways in Zürich, relativiert. "Normalerweise fliegen wir diese Strecke mit einer B777-300ER, die keine First Class besitzt. An diesem Tag wurde kurzfristig eine B747 mit einer First-Class-Kabine eingesetzt. In solchen Fällen werden Passagiere nach Priorität, wenn möglich, in die höhere Klasse gesetzt, allerdings mit dem gleichen Service wie in der Business-Class", so Hammermüller zu 20 Minuten. Ebenfalls an Board seien zwei Piloten als Passive-Crew gewesen, die unmittelbar nach der Ankunft in Bangkok im weiteren Einsatz eingeplant gewesen seien.

"In solchen Fällen ist es wichtig, dass die Piloten ausgeruht sind, und somit haben sie das Recht, falls Plätze verfügbar sind, in der höchstmöglichen Klasse zu fliegen. Da die Maschine mit First-Class-Kabine außerplanmäßig in Zürich war, hatten wir keine zahlenden Passagiere der First Class an Bord." Noch Gegenstand von internen Untersuchungen sei, warum in diesem Fall nicht zwei Plätze für die Passive-Crew blockiert worden seien, bevor den betroffenen Kunden ein Upgrade offeriert worden sei. "Aber die Verspätung hätte in jedem Fall verhindert werden müssen, und wir entschuldigen uns in aller Form bei den Passagieren für die entstandenen Umstände."

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(Red)

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