Fahrgastrechte neu

15. November 2018 16:08; Akt: 15.11.2018 17:31 Print

Höhere Entschädigungen bei Zugverspätungen

Die neuen Rechte für Zugreisende sollen höhere Entschädigungen bei Verspätungen und eine bessere Unterstützung von Menschen mit eingeschränkter Mobilität umfassen.

Die Rechte von Bahnreisenden werden modernisiert. (Bild: imago stock & people)

Die Rechte von Bahnreisenden werden modernisiert. (Bild: imago stock & people)

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Im Europäischen Parlament wurden am Donnerstag die Rechte von Bahnreisenden modernisiert. Konkret haben sich die Abgeordneten für eine Reihe von Änderungen der Vorschriften von 2009 ausgesprochen.

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Das ist neu:

1
Bei Verspätungen

Die Entschädigungen für Verspätungen von mehr als einer Stunde wurden von 25 auf 50 Prozent des Fahrkartenpreises erhöht. Die Fahrgäste haben neben dem Recht auf Entschädigung auch das Recht, die Fahrt fortzusetzen oder umgeleitet zu werden.

Die Fahrgäste hätten nach den Vorschlägen des Parlaments Anspruch auf eine Entschädigung von 75 Prozent des Fahrpreises bei einer Verspätung von 91 bis 120 Minuten, und auf die Rückerstattung des gesamten Fahrpreises bei einer Verspätung von mehr als zwei Stunden.

Um zu vermeiden, dass Fahrgäste nach einer verpassten Verbindung festsitzen, haben die Abgeordneten klargestellt, dass ein Fahrgast, der getrennte Fahrkarten für eine einzige Fahrt erhält, die aus mehreren Teilstrecken besteht, für die gesamte Fahrt von der Abfahrt bis zum Zielort die gleichen Ansprüche auf Information, Hilfeleistung, Betreuung und Entschädigung wie bei einer Durchgangsfahrkarte hat.

Die Abgeordneten lehnten auch Vorschläge ab, die darauf abzielten, die Eisenbahnunternehmen von der Zahlung von Entschädigungen im Falle von "außerordentlichen Umständen" auszunehmen.

2
Menschen mit eingeschränkter Mobilität

Unterstützung von Menschen mit eingeschränkter Mobilität sollte kostenfrei und an größeren Bahnhöfen ohne vorherige Ankündigung verfügbar sein.

Die Abgeordneten verkürzten auch die Frist für die vorherige Meldung, falls Hilfe an kleineren Bahnhöfen erforderlich ist, und haben die Verantwortung der Eisenbahnunternehmen und Bahnhofsbetreibern hinsichtlich einer umfassenden Entschädigung für betroffene Passagiere genau festgelegt, wenn die spezielle Ausrüstung für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität verloren oder beschädigt sein sollte.

3
Mehr Platz für Fahrräder

Die Fahrgäste haben Anspruch auf Mitnahme von Fahrrädern im Zug, auch in Hochgeschwindigkeitszügen, Langstreckenzügen, grenzüberschreitenden Zügen und lokalen Zügen, so der angenommene Text. Alle neuen oder modernisierten Reisezüge müssen über einen gut gekennzeichneten Bereich verfügen, der für die Beförderung von montierten Fahrrädern vorgesehen ist.

4
Einheitliche Anwendung der Rechte

Die Abgeordneten haben auch einen früheres Ende befristeter Ausnahmen unterstützt, die von einer Reihe von Mitgliedstaaten in Anspruch genommen werden, um die Fahrgastvorschriften von 2009 für den inländischen Eisenbahnverkehr nur teilweise anzuwenden. Diese Ausnahmen sollten spätestens ein Jahr nach Inkrafttreten der neuen Vorschriften enden.

Die Vorschriften sollen auch für den Eisenbahnvorortverkehr gelten.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Norbert am 16.11.2018 08:21 Report Diesen Beitrag melden

    Selbst erlebt

    Wenn ein Zug 2 Minuten Verspätung hat und ich den Anschlußzug verpasse, dadurch 1,5 Std auf den nächsten Zug warten muß habe ich die gleiche Verspätung aber ohne Vergütung. Die antwort der ÖBB kurz gefasst. Wir müssen pünktlich sein, besonders bei der Abfahrt. Paradox, der nächste Anschlußzug hatte 10 Min verspätung.

  • Grumbl am 18.11.2018 16:54 Report Diesen Beitrag melden

    Wäre bei der U-Bahn auch

    interessant. Wenn 5 minuten am Insert stehen und 5 min später ist noch immer keine davon vergangen.. Ausserdem: Warum werden Rolltreppen UND Treppe wochenlang gesperrt, obwohl NIEMAND dort arbeitet? Siehe Neubaugasse - kein Arbeiter weit und breit, Treppe + Rolltreppe verbarrikadiert, Lift kaputt... Superservice a là Wiener Linien

  • Hans am 18.11.2018 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Haben

    Pendler auch was davon?

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    Wäre bei der U-Bahn auch

    interessant. Wenn 5 minuten am Insert stehen und 5 min später ist noch immer keine davon vergangen.. Ausserdem: Warum werden Rolltreppen UND Treppe wochenlang gesperrt, obwohl NIEMAND dort arbeitet? Siehe Neubaugasse - kein Arbeiter weit und breit, Treppe + Rolltreppe verbarrikadiert, Lift kaputt... Superservice a là Wiener Linien

  • Hans am 18.11.2018 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Haben

    Pendler auch was davon?

  • Norbert am 16.11.2018 08:21 Report Diesen Beitrag melden

    Selbst erlebt

    Wenn ein Zug 2 Minuten Verspätung hat und ich den Anschlußzug verpasse, dadurch 1,5 Std auf den nächsten Zug warten muß habe ich die gleiche Verspätung aber ohne Vergütung. Die antwort der ÖBB kurz gefasst. Wir müssen pünktlich sein, besonders bei der Abfahrt. Paradox, der nächste Anschlußzug hatte 10 Min verspätung.