Ausnahmen in Flugzeugen

10. Februar 2016 11:47; Akt: 27.07.2016 09:22 Print

In diesen Fällen darf der Hund gratis mitfliegen

Auch für die Mitnahme von Hunden müssen Fluggäste bezahlen. Die Kosten richten sich nach der Größe des Tieres. Gratis fliegt der Vierbeiner etwa bei AUA, Lufthansa und Flyniki mit, wenn der Passagier auf die Begleitung durch einen Hund angewiesen ist. Während man in Europa strenger ist, sind in den USA auch "Emotional Support Hunde" erlaubt. Einige gesunde Reisende missbrauchen diese Regelung.

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Auch für die Mitnahme von Hunden müssen Fluggäste bezahlen. Die Kosten richten sich nach der Größe des Tieres. Gratis fliegt der Vierbeiner etwa bei AUA, Lufthansa und Flyniki mit, wenn der Passagier auf die Begleitung durch einen Hund angewiesen ist. Während man in Europa strenger ist, sind in den USA auch "Emotional Support Hunde" erlaubt. Einige gesunde Reisende missbrauchen diese Regelung.


Bei der AUA zahlen Herrl oder Frauerl für die Mitnahme von Hunden bis 8 Kilo (samt Transportbox) innerhalb Österreich 35, innerhalb Europas 50 und auf Interkontinentalflügen 70 Euro, Hunde dieser Größe dürfen in der Passagierkabine mitreisen. Für mittlere Hunde (Laderaum) werden 70, 100 oder 150 Euro fällig. Große Hunde kosten zwischen 150, 200 und 300 Euro. Zum Tarif kommt noch eine Ticket Service Gebühr hinzu.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist die Mitnahme von Hunden gratis. Das trifft bei der AUA auf Assistenzhunde wie Blindenführhunde und Signalhunde für Gehörlose oder Schwerhörige zu. Die Sicherheitsanforderungen müssen erfüllt und die Hunde bereits bei der Buchung angemeldet werden. Therapiehunde werden kostenlos befördert, ein Nachweis des behandelnden Psychologen ist notwendig.

Die AUA erlaubt die Mitnahme von Emotional Support Hunden bei Flügen in die USA. Dabei handelt es sich um Therapiehunde, die beispielsweise in den Bereichen der Heilpädagogik, Psychotherapie oder Sprachtherapie eingesetzt werden.

Lufthansa hat dasselbe Tarifmodell wie die Tochter AUA. Auch Lufthansa erlaubt den kostenlosen Transport von Begleithunden, wenn man die Fluglinie darüber informiert. Das Anlegen von Hundegeschirr und Maulkorb wird empfohlen. Auch Lufthansa erlaubt die Mitnahme eines Emotional Support Hundes, verlang jedoch eine Bescheinigung, aus der der Grund für die Mitnahme hervorgeht.

Bei Flyniki kostet die Mitnahme von Hunden je nach Größe zwischen 35 Euro und 70 Euro (Kabine) bzw. zwischen 75 und 150 Euro (Laderaum). Auch Flyniki ermöglicht die kostenlose Mitnahme von Assistenz- und Therapiehunden. Auch Assistenzhunde für Diabetiker sind erlaubt. Der Hund muss nicht in einem Transportbehälter untergebracht werden, allerdings müssen alle nötigen Dokumente wie Tierpässe, Impf- und Gesundheitszeugnisse mitgeführt werden.

Missbrauch mit Emotional Support Animals

Für Flüge in die USA gibt es auch die Möglichkeit, Emotional Support Animals gratis zu transportieren. In den USA ist der Missbrauch mit diesen Begleittieren groß. "Man betritt das Flugzeug und die Kabine sieht aus wie ein Bauernhof", sagt Gollis Gillespie, eine frühere Flugbegleiterin gegenüber "today.com". Oft liege es am Geld, weil das Reisen mit normalen Haustieren teuer ist. Sie habe bereits Schlangen und Schweine an Bord gesehen.

Zwar sei wie auch bei AUA, Lufthansa und Flyniki eine medizinische Bestätigung notwendig, an diese kommt man aber mitunter relativ einfach. Einem Reporter von "today.com" gelang es, ohne Besuch eines Arztes an eine Bestätigung zu kommen. Einer Kollegin des Investigativreporters gelang es, eine Bestätigung für ein drei Monate altes Schwein zu bekommen und mit diesem tatsächlich zwei Mal zu fliegen.

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