Geschrei in der Kabine

28. April 2019 21:31; Akt: 29.04.2019 07:21 Print

So reagieren Fluggäste auf lärmende Kinder

Fliegen mit Kindern kann nicht nur Eltern an ihre Grenzen bringen, sondern auch die Sitznachbarn. Eine Typologie.

Eine Flight Attendant der Airline Southwest hat sich eines Kleinkindes angenommen, das etwas unruhig war. Zusammen begrüßten sie die Passagiere. (Video: Storyful)
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Das Flugzeug ist zu klein für uns: Das denkt wohl so mancher Passagier, wenn er seine Sitzreihe im Flugzeug mit einem Kind teilen muss. Kleinkinder sind laut und unruhig – keine gute Voraussetzung für eine Reise von mehreren Stunden auf engstem Raum.

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Kinder im Flieger: Wie stehen Sie dazu?

Mit ganz viel Glück treffen Eltern auf eine verständnisvolle Flugbegleiterin wie im Video oben, das diese Woche viral ging.

Ist gerade keine Flight Attendant zur Hand, die sich des Nachwuchses annimmt, kommt es jedoch zum Showdown zwischen Kleinkind und Flugpassagier.

Auf diese Passagiertypen könnten Sie dabei treffen:

Der gestresste Geschäftsreisende

Er ist ständig unterwegs und immer unter Druck. Seine einzige Pause: die wenigen Stunden, die er im Flugzeug verbringt – vorzugsweise vor sich hin dösend. Schon von der Flugbegleiterin, die ihm einen Kaffee (Zucker? Sahne?) anbietet, fühlt er sich gestört. Kommt aber ein Kind in seine Richtung gelaufen, ergreift er sofort die Flucht. Noch bevor das Kleinkind seine Sitzreihe erreicht hat, hat er beim Flight Attendant eine neue Sitzgelegenheit eingefordert.

Die Wäre-gern-Omi

Noch bevor das Kind überhaupt die Möglichkeit hat, auffälliges Verhalten zu zeigen, stehen sie da und wollen einfach nicht mehr weichen: die "jööööh"-sagenden, Wangen-kneifenden, Haare-verstrubbelnden Omis und Großtanten mit Schoko, Gummibärlis und Zuckerl in ihren Taschen. Spätestens jetzt versucht man als Eltern, so schnell wie möglich auszuweichen. Vergebens. Es gibt kein Entkommen. Im besten Fall hinterlassen die übereifrigen Helfer ein glückliches Kind mit Zuckerschock. Im schlimmsten Fall ein mit Süßigkeiten vollgepumptes Duracell-Häschen ohne Off-Knopf.

Die mitfühlenden Eltern

Wer glaubt, bei Passagieren vom selben Schlag auf Hilfe zu stoßen, täuscht sich. Von den Eltern, die ebenfalls im Flugzeug sitzen, gibt es zwar einen mitleidigen Blick. Er wird dann aber schnell wieder abgewandt, denn wirklich intervenieren wollen sie nicht. Zu froh sind sie, dass das Baby-Drama für einmal nicht sie betrifft. Sie genießen die Ruhe in den eigenen Reihen und halten sich, was alles andere angeht, schön raus.

Die genervten Singles

Sie verdrehen schon dann die Augen, wenn sie Eltern mit Baby, Kleinkind, Teddy, Schnuller und Wickeltasche den Gang entlang stolpern sehen. Zum Glück sind die Kopfhörer schnell zur Hand. Mit etwas Glück übertönt die laute Musik das Kindergeschrei. Gegen den unguten Duft der Windelträger hilft das neue Eau de Toilette aus dem Duty Free. Jetzt noch Augen zu und die Palmen am Sandstrand visualisieren. Ohmmmmm.

Die Erziehungsexperten

Sie sind der absolute Albtraum für Eltern mit unruhigen Kleinkindern. Bei jeder Kleinigkeit warten die vermeintlichen Experten mit ihren pädagogisch wertvollen Tipps auf. Dabei kann man sich sicher sein: Egal, ob das Kind schreit, weil es nicht kriegt, was es will, oder ob es sich zufrieden zurücklehnt, weil die Eltern dem kindlichen Begehren nachgegeben haben: Irgendetwas hat man immer falsch gemacht.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter am 29.04.2019 00:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Eltern muss man in die Pflicht nehmen

    Ja mei da gibts Kopfhörer auf und Fernsehen, aber einige Aufsichtspersonen gehören schon mal in die Pflicht genommen, es ist wirklich lähmend vor allem längeren Flügen.

  • hueher am 29.04.2019 03:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Flugverbot ja

    Für Babys und Kleinkinder bis ca.6 Jahren generelles Flugverbot auf Langstrecke ! Ich will meine Ruhe haben, bin mit meinen Kindern nicht verreist, bzw. mit PKW in den Urlaub gefahren, aber heute muss die Helikopter-Mama unbedingt mit einem Baby nach Thailand oder Mauritius fliegen, dabei vergisst solche Mama, das dies Stress fürs Kind ist......und Egoismus pur ...... Nein Kleinkinder sind im Flieger eine Plage

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  • NaServas am 28.04.2019 21:57 Report Diesen Beitrag melden

    Bin kein Pädagoge,

    aber mit einem Tipp für lästige Gschrappen kann ich auch aufwarten: "Liebe Kinder, spielt doch draußen weiter".

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Kannitverstan am 30.04.2019 17:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lärmende Kinder im Flugzeug?

    Sind das die gleichen Familien deren Sprösslinge grölend durch Restaurants und Speisesäle donnern?

  • Desert Eagle am 30.04.2019 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    Meine Kinder haben ihre

    Flüge immer verschlafen.

  • Hedwig am 29.04.2019 23:37 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe Flugreisen generell eingestellt

    Man braucht sie nicht, weder beruflich noch privat. In Wien kann man mit der Jahreskarte der Wiener Linien glücklich werden. Wandern im Wienerwald. Schwimmen am längsten Badestrand Europas. Kulturell und Kulinarisch alles da, was das Herz begehrt.

  • David Mann am 29.04.2019 16:31 Report Diesen Beitrag melden

    Ach auch

    ...letztes mal geflogen..insgesamt 7 kleine mit an bord,....allesamt wirklich brav,...

  • hueher am 29.04.2019 03:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Flugverbot ja

    Für Babys und Kleinkinder bis ca.6 Jahren generelles Flugverbot auf Langstrecke ! Ich will meine Ruhe haben, bin mit meinen Kindern nicht verreist, bzw. mit PKW in den Urlaub gefahren, aber heute muss die Helikopter-Mama unbedingt mit einem Baby nach Thailand oder Mauritius fliegen, dabei vergisst solche Mama, das dies Stress fürs Kind ist......und Egoismus pur ...... Nein Kleinkinder sind im Flieger eine Plage

    • azzurrogirl am 30.04.2019 10:13 Report Diesen Beitrag melden

      Auch im Zug verbieten?

      Auf der Fahrt von Venedig-Wien hat ein Bub im Nebenabteil fast die ganze Zeit über getrommelt. Im Nachtzug Wien-Rom hat ein Mädel im gleichen Abteil die ganze Nacht durch gehustet. Deswegen verzichte ich aber nicht auf Urlaub. Sollen doch diejenigen daheim bleiben, die Angst habe, von Kindern "gestört" zu werden.

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