Ab Juni wieder teurer

13. Mai 2019 18:10; Akt: 13.05.2019 18:10 Print

AK fordert Überprüfung von Strom- & Gaspreisen

Der Energiesektor soll einer wettbewerbsrechtlichen Überprüfung unterzogen werden, fordert die Arbeiterkammer. Sie will den Preis-Steigerungen "genauer auf den Zahn fühlen".

Die Flamme einer Gastherme, Archivbild (Bild: picturedesk.com/Luzia Strohmayer)

Die Flamme einer Gastherme, Archivbild (Bild: picturedesk.com/Luzia Strohmayer)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Schon mit Anfang Mai erhöhte der Verbund sowohl die Strom- als auch die Gaspreise, wodurch sich die jährliche Stromrechnung für durchschnittliche Stromkunden um 59 Euro erhöht. Gaskunden müssen künftig sogar 71 Euro mehr hinblättern.

Umfrage
Bezahlen Sie zu viel für Strom und Gas?

Mit 1. Juni zieht auch die EnergieAllianz Austria (EAA) – EVN, Wien Energie und Energie Burgenland – bei den Strom- und Gaspreisen nach – "Heute.at" berichtete. Für einen durchschnittlichen Stromhaushalt in Wien (3.500 kWh pro Jahr) bedeutet dies jährliche Mehrkosten von rund 42 Euro, für einen durchschnittlichen Gaskunden (15.000 kWh pro Jahr) von rund 30 Euro pro Jahr, rechnet die Arbeiterkammer Wien in einer Aussendung vor.

Die Unternehmen begründen diese Tariferhöhungen mit gestiegenen Großhandelspreisen und den Auswirkungen der Trennung der Strompreisgrenze zwischen Österreich und Deutschland. Tatsächlich lässt sich ein allgemeiner Anstieg der Energiepreise auf Großhandelsebene beobachten. "Allerdings sollte den Preissteigerungen genauer auf den Zahn gefühlt werden", so Christa Schlager, Leiterin der AK Wirtschaftspolitik.

Wettbewerbsrechtliche Prüfung gefordert

Auffällig für die AK ist, dass Strompreissenkungen auf den Großhandelsmärkten in der Vergangenheit nur sehr zögerlich und nicht in voller Höhe an die Haushaltskunden weitergegeben wurde. Preiserhöhungen werden hingegen sehr rasch und umfangreich an die privaten Haushalte weitergereicht.

Die AK fordert daher die zuständigen Aufsichtsbehörden – E-Control und Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) – auf, die neuen Entwicklungen auf den Strom- und Gasmärkten wettbewerbsrechtlich unter die Lupe zu nehmen.

"Die letzte Sektorenuntersuchung der Bundeswettbewerbsbehörde für Strom und Gas ist bereits 13 Jahre her. In der Zwischenzeit hat sich die Welt der Energieerzeugung schon mehr als einmal gedreht und grundsätzlich geändert", so die Arbeiterkammer: "Es ist daher mehr als dringend an der Zeit, die Erhöhungen der Energiepreise nicht nur zu beobachten, sondern die Ursachen der Erhöhungen zu überprüfen."

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(red)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wolf am 13.05.2019 16:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nich fair

    Alles wird teuerer aber nur Gehalt bleibt gleich !!!

    einklappen einklappen
  • Kunde am 13.05.2019 16:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einkauf

    Wenn Energie von den Anbietern billiger eingekauft wird, wird eine Preissenkung nicht so rasch an die Kunden weitergegeben. E klar.

    einklappen einklappen
  • Django am 13.05.2019 16:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wollte mir ein E-Auto kaufen

    Aber so bleibe ich noch bei meinem alten 6 Zylinder 2,7L Diesel SUV.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • doris am 22.05.2019 08:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    AK- UNTERSTUEZUNG

    Bitte macht ich habe sehr gute Erfahrungen ist eine seht wichtige Einrichtung unter immer guter Fuehrung.

  • Kannitverstan am 20.05.2019 09:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie man sieht

    hat man heute noch nicht begriffen, wie Energieerzeugung, Transport und Vertieb funktioniert.

  • UnbequemAberWahr am 17.05.2019 12:49 Report Diesen Beitrag melden

    Na ja...

    irgendwie müssen's ja die unsinnige Smartmeter-Überwachung finanzieren... :-(

  • aborigini am 16.05.2019 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    Ist eh schon so teuer

    na da simma aber froh, dass endlich die EAutos gefördert werden. Kostet JETZT schon das Laden bei einer Ladestation mehr als bei einem Diesel das Volltanken. Wenn dann alle mit Steom fahren werden wir das nicht mehr zahlen können.

  • zachaeus am 16.05.2019 05:46 Report Diesen Beitrag melden

    EAA Monopol

    EVN, Wien Energie und Energie Burgenland sind indirekte Netzbetreiber in einer Art Monopol! Wenn Konsumenten zu einem günstigeren Anbieter wechseln, erhöhen die Netzbetreiber die Netzgebühr. Da sollte die AK nachfragen, ob das gerecht abläuft. Die E-Control unternimmt sicher nichts gegen ihre Haupteigentümer.

    • homo austriacus debilus am 16.05.2019 10:56 Report Diesen Beitrag melden

      Netzmonopol

      Die Abzockerei liegt hauptsächlich in den Netzgebühren. Mit 1.1.2019 ist z.B. das Netzverlustentgelt (?) um 70% gestiegen, begründet von der E-Control mit der schwierigeren Beschaffung an den Börsen. Interessant ist auch das Netzverluste unterschiedlich viel wert sind (Öko). Wenn all die Abgaben und Gebühren und dabei war man sehr kreativ. wesentlich mehr ausmachen als die Energie selbst, dann stimmt da etwas gewaltig nicht.

    einklappen einklappen