In Österreich

24. Juli 2018 11:27; Akt: 24.07.2018 11:27 Print

Das sind die teuersten und billigsten Bezirke

Eine Auswertung zeigt, wo in Österreich Immobilien besonders teuer sind. Wien ist nicht auf Platz 1!

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Schöne Landschaften, ein großes Freizeitangebot und zahlreiche Arbeitsplätze – die große Attraktivität Tirols spiegelt sich in den Kaufpreisen von Immobilien wider. Von den zehn teuersten Bezirken befinden sich vier in Tirol. An der Spitze liegt jedoch mit großem Abstand der Bezirk Kitzbühel. Immobilienkäufer zahlen dort aktuell im Median 5.780 Euro pro Quadratmeter. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von immowelt.at. Dafür wurden die Immobilienpreise des 1. Halbjahres 2018 in Österreichs politischen Bezirken untersucht. Die hohen Preise in Kitzbühel sind vor allem auf zahlreiche Neubauten und umfassend sanierte Wohnungen zurückzuführen, die oftmals in hochpreisigen Skigebieten wie direkt in Kitzbühel oder Fieberbrunn angeboten werden.

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Innsbruck und Salzburg folgen mit großem Abstand

Ähnlich verhält sich der Immobilienmarkt in Innsbruck. Aufgrund des stetigen Zuzugs der vergangenen Jahre wurde auch in der Landeshauptstadt Tirols viel gebaut. Viele dieser hochpreisigen Neubauten bestimmen inzwischen die Angebotssituation. Dennoch folgt Innsbruck mit Quadratmeterpreisen von 5.050 Euro erst mit großem Abstand zu Kitzbühel auf Platz 2 der teuersten Bezirke. Dahinter befindet sich die Stadt Salzburg - hier werden Immobilien für 4.740 Euro pro Quadratmeter
angeboten.

An die hohen Preise kommt selbst Wien nicht heran. In der Bundeshauptstadt beträgt der mittlere Quadratmeterpreis aller 23 Gemeindebezirke 4.250 Euro, was Platz 5 bedeutet. Generell ist in Wien die Diskrepanz zwischen teuren Lagen in der Innenstadt und den Randlagen groß. Doch selbst in den Außenbezirken drehen sich immer mehr Kräne, um der gestiegenen Nachfrage auf Dauer gerecht zu werden. Die entstehenden Neubauten, die auf den Markt drängen, sorgen allmählich für steigende
Preise.

Teures Vorarlberg

Neben Tirol ist vor allem in Vorarlberg Wohneigentum teuer. Alle 4 Bezirke im westlichsten Bundesland befinden sich in den Top 10 der höchsten Preise. Am meisten kosten Eigentumswohnungen und Häuser in Dornbirn (4.320 Euro). Der Messestandort zeichnet sich dank mehrerer großer Firmen durch seine Wirtschaftskraft aus und liegt in direkter Nähe zum Bodensee. Die weiteren Bezirke Bregenz (4.170 Euro), Feldkirch (3.920 Euro) und Bludenz (3.840 Euro) folgen dahinter.

Niedrigste Preise an den Grenzen

Während es an der Grenze zu Deutschland und der Schweiz die höchsten Kaufpreise gibt, sind die an Tschechien und Ungarn angrenzenden Bezirke günstig. Den niedrigsten Preis aller Bezirke verzeichnet Gmünd - im Mittel 830 Euro zahlen Käufer hier für den Quadratmeter. Zum Vergleich: Im teuersten Bezirk Kitzbühel kostet der Traum vom Wohneigentum 7 Mal mehr.

Besonders die Randbezirke in Niederösterreich und im Burgenland zählen zu den günstigsten Wohngegenden. Sowohl Horn (920 Euro) als auch Oberwart (1.080 Euro) und Hollabrunn (1.090 Euro) befinden sich preislich am unteren Ende. Im Gegensatz zu den wirtschaftlich starken Bundesländern wie Salzburg oder Tirol steigen die Einwohnerzahlen im Burgenland nur sehr langsam an, sodass es keine erhöhte Nachfrage nach Wohnraum gibt.

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(red)

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