Downsizing

07. Februar 2019 10:57; Akt: 07.02.2019 12:53 Print

So leben Sie auf kleinem Raum ganz groß

Der Wohntrend des Tiny Living entstand in den USA als Antwort auf steigende Mietpreise. Mittlerweile hat er es auch nach Österreich geschafft.

 (Bild: Screenshot Instagram)

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Demografischer Wandel, steigende Mietpreise und wachsende Städte sind Aspekte, die zum Nachdenken über neue Wohnwelten anregen. Tiny Houses passen also zum Zeitgeist. Dieser schreitet beständig weiter Richtung minimalistischen Extremen.

Besonders eignet sich diese Wohnform etwa für junge Paare, die sich bewusst dazu entschließen, um ein leistbares Zuhause im Grünen zu realisieren - in der Stadt zu arbeiten und am Stadtrand zu wohnen, ohne die üblichen Mehrkosten. Den Traum nach der Landhausvilla gibt es noch, aber daneben gibt es jenen nach steigender Reduktion von Wohnfläche. Davon gibt es luxuriösere und bodenständigere Varianten.

Die Nachfrage ist höher als die Projektdichte

Mittlerweile gibt es eine spürbar wachsende Anzahl von Wohnbauprojekten und Siedlungen, wo die größte Wohneinheit über 35 Quadratmeter verfügt. (Normalerweise ist das der umgekehrte Startpunkt.) Aber einen ganz definierten Rahmen gibt es (noch) nicht ganz. Meistens befinden sich die Minibehausungen zwischen 15 bis 45 Quadratmeter Wohnfläche. Man kann den Begriff auch ein wenig weiter fassen. Dann fallen auch andere alternative Wohnarten in die Kategorie. Manche Unterkünfte sind komplett autark.

Die verschiedenen Gesichter des Minimalismus

Aber auch wenn dieser Trend gar nicht dem eigenen Wohngefühl entsprechen sollte, darf man die eigene Bescheidenheit dennoch gerne hinterfragen. Vielleicht kann man sich nicht vorstellen langfristig auf engem Raum zu wohnen, wenn man das Angenehme der Weite vermissen würde, aber man könnte sich z.B. in einem Urlaub mit dem, was dahinter steht, auseinandersetzen, um zu testen, wie viel Raum man eigentlich braucht.

Wem das zu extrem ist, der sich aber mit Mobilität in Verbindung mit Wohnraum vorstellen kann, für den ist vielleicht ein Urlaub in einem Wohnwagen etwas. Sonst befinden sich viele auch auf kurze Zeit mietbare Objekte außerhalb der Zivilisation und verfügen über keinen Internetzugang. Abschalten wird hier groß geschrieben. Die Seele baumeln lassen und der Hektik des Alltags zu entfliehen sind da keine Floskeln mehr. Ein Zuhause bedeutet Freiheit. Diese beginnt mit Kaufvarianten in Wien ab 32.900 Euro. "Wohnwagon" bietet eine mobile Alternative. Wer eine Reise in vollster Naturnähe auskosten möchte, kann sich ein Baumhaus oder eine Wohnhütte mieten oder "glampen", Camping für gehobene Ansprüche.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Silvia K. am 09.02.2019 18:48 Report Diesen Beitrag melden

    Krank, einfach nur krank!

    Anstatt den Mietwucher zu bekämpfen, macht man noch süss Werbung für Miniwohnungen u Mini-Mini-Häuser u findet's supercool. - Wer krank ist, oder gebrechlich, kann keine Hühnerleiter (Bilder oben) raufklettern), wer krank ist u gebrechlich, braucht Stock und Rollator, also Platz zum gehen u nicht 30 cm zum durchschlüpfen. Auch als junger Mensch kann man krank sein, od einen Unfall haben. - Wer kaum Platz hat, kann kaum was konsumieren!! - Und irgendwann in ein paar Jahren enden wir dann wie die Asiaten, die sich dann ums gleiche Geld nur mehr eine 2 m² große Schlafkabine leisten können!!

  • Tanja am 08.02.2019 08:31 Report Diesen Beitrag melden

    Illusion

    Das sieht auf Bildern alles ganz nett aus, aber in Realität kann man so nicht leben. Solche Berichte sind bloß ein weiterer Versuch der Reichen, dem Volk einzureden, dass es gut ist wenig zu haben.

  • Sochal am 10.02.2019 20:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gibt man den kleinen Finger wollen sie die ganze H

    Ich kann mich den Vorrednern nur anschliessen. Es wäre ein Kniefall vor dem Mietwucher wenn man auf Tiny und Co umschwenkt. Das Ergebnis wird dann einmal eine 30m2 Wohnung in WG-Form werden (im asiatischen Raum schon lange Realität) , deshalb nein danke.

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  • Sochal am 10.02.2019 20:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gibt man den kleinen Finger wollen sie die ganze H

    Ich kann mich den Vorrednern nur anschliessen. Es wäre ein Kniefall vor dem Mietwucher wenn man auf Tiny und Co umschwenkt. Das Ergebnis wird dann einmal eine 30m2 Wohnung in WG-Form werden (im asiatischen Raum schon lange Realität) , deshalb nein danke.

  • Silvia K. am 09.02.2019 18:48 Report Diesen Beitrag melden

    Krank, einfach nur krank!

    Anstatt den Mietwucher zu bekämpfen, macht man noch süss Werbung für Miniwohnungen u Mini-Mini-Häuser u findet's supercool. - Wer krank ist, oder gebrechlich, kann keine Hühnerleiter (Bilder oben) raufklettern), wer krank ist u gebrechlich, braucht Stock und Rollator, also Platz zum gehen u nicht 30 cm zum durchschlüpfen. Auch als junger Mensch kann man krank sein, od einen Unfall haben. - Wer kaum Platz hat, kann kaum was konsumieren!! - Und irgendwann in ein paar Jahren enden wir dann wie die Asiaten, die sich dann ums gleiche Geld nur mehr eine 2 m² große Schlafkabine leisten können!!

  • Joseph am 09.02.2019 18:22 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Das, was heute unter "TinyHome" vermarktet wird; hat mit der ursprünglichen Welle (Not machte erfinderisch, weil selbst gebrauchte Wohnwägen noch zu teuer waren) nichts mehr gemein; am wenigsten beim "Kauf". Der einzige Unterschied zu Wohnwägen/-mobilen: Die Optik. Was für viele (Europäer) Anreiz zum Aussteigen/Alternative (Container) zum Bauen war; ist nur noch Kommerzware. Selbst ein "entrümpeln" wird nun neuerdings vermarktet; etwas, das man schon lange tat, wenn es um "downsizing" ging

  • Gehtsno am 08.02.2019 21:11 Report Diesen Beitrag melden

    Teuer

    Wer das Geld für diese Einrichtung hat, kann sich auch eine große Wohnung leisten!!

  • Altmeister am 08.02.2019 11:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wohnküche ist kuschelig

    Früher musste eine Familie auch auf kleinsten Raum mit wenig auskommen. Nur heute müssen die Jungen in Protz leben, kennen es ja nicht anders.