Unpraktisch

10. September 2018 11:29; Akt: 10.09.2018 11:29 Print

Diese vier Designtipps sollten Sie ignorieren

von Daniela Gschweng - Wir zeigen Kunstrasen unter dem Wohnzimmertisch und andere schräge Designtipps, die beweisen, dass eine Wohnung kein Fotostudio ist.

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Manche Designtipps sind in der Realität schlicht unpraktisch, beispielsweise der Teppich unter dem Esstisch. "Das zentriert den Tisch im Raum", so gängige Wohnportale. Theoretisch ja. Praktisch bleibt in diesem Teppich aber jeder Krümel und jeder Tropfen hängen, der vom Tisch fällt. Und wissen Sie noch, wie das war, als die Kinder noch klein waren? Das Schlimmste verhindern können Flecken kaschierende Muster oder ein Staubsaugerroboter. Die Experten der Raumgestaltung haben obendrauf noch einen ganz besonders guten Tipp: warum nicht einfach einen Outdoor-Teppich aus Kunststoff verwenden? Oder Kunstrasen? Gleiches gilt für Glastische: "Glastische wirken leicht und elegant, fast körperlos." Außer man putzt sie nicht täglich. Dann sind sie innerhalb kürzester Zeit eine Ansammlung von Flecken, Staub und fettigen Fingerabdrücken. Bunte Stühle sollen den Raum auflockern und Farbtupfer sein. Künftig muss aber jedes neue Deko- und Einrichtungsstück auf seine Farbqualität abgeklopft werden. Zudem ändern Einrichter regelmäßig die Farbtöne. Wer für die Farbgestaltung eines Zimmers kein Talent oder keine Zeit hat, landet spätestens nach einigen Jahren in einer vielfarbigen Hölle. Glücklicherweise meist farbneutral ist ein Prachtstück der Dekoration: der am Boden stehende, große Kerzenständer. Wer nicht gerade ein Loft hat, sollte laut verschiedenen Blogs dennoch Platz dafür schaffen. Nach den Erfahrungen der Autorin entscheidet man sich am besten für ein sehr schweres Stück. Wer unbedingt muss, kann sogar die Kerzen anzünden. Das gibt romanisches, weiches Kerzenlicht, das auf Instagram toll aussieht. Und endet normalerweise mit dem Abkratzen von Wachsresten vom Parkett.

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Wer sich für das Wohnen und Gestalten interessiert, informiert sich in gern auf Wohnportalen und per Newsletter über neue Einrichtungstrends. Was Designer manchmal so empfehlen, ist in der eigenen Wohnung eine Qual. Manche Einrichtungstipps scheinen direkt aus der Hölle zu kommen.

"Warum nicht mal einen Teppich unter den Esstisch legen?"

Diese Frage stellt beispielsweise ein Wohnportal. Das zentriere den Tisch im Raum, wirke einladend und gemütlich. Was das Portal nicht erwähnt: solange nichts danebengeht. Andernfalls bleibt die Erinnerung an das tolle Weihnachtsessen und den teuren Rotwein jahrelang erhalten. Und wissen Sie noch, als die Kinder klein waren? Das Schlimmste verhindern können Flecken kaschierende Muster oder ein Staubsaugerroboter. Die Experten der Raumgestaltung haben obendrauf noch einen ganz besonders guten Tipp: warum nicht einfach einen Outdoor-Teppich aus Kunststoff verwenden? Oder Kunstrasen?

Volle Durchsicht – oder auch nicht

Der grüne Plastikflor komme dann besonders gut zur Geltung, wenn man ihn mit einem anderen Designtipp kombiniere: dem Glastisch. Glastische wirken leicht und elegant, fast körperlos. Sie sind ideal für kleine, dunkle Wohnungen mit schweren Möbeln. Ganz und gar nicht körperlos fühlt sich der Eigentümer beim täglichen Beseitigen von Flecken, Staub und Fingerabdrücken.

Aber auch da gibt es Abhilfe: der Einsatz von Platzdeckchen und Untersetzern, die die Kinder garantiert in vielen schönen Farben und Formen im Kindergarten gebastelt haben, hat schon vielen geholfen. Der eine oder andere Do-it-Yourself-Blog gibt ebenfalls ganz fantastische Tipps.

Verschiedenfarbige Stühle – der Beginn einer vielfarbigen Hölle

Dazu passen verschiedenfarbige Stühle. Diese lockern einen strengen Raum optisch auf und bringen Farbtupfer in die Wohnung. Falls es sonst keine gibt. Denn jedes neue Deko- und Einrichtungsstück muss in Zukunft auf seine Farbqualität abgeklopft werden. Zudem ändern Einrichter regelmäßig die Farbtöne. Wer für die Farbgestaltung des Zimmers kein Talent oder keine Zeit hat, landet spätestens nach einigen Jahren in einer vielfarbigen Hölle.

Für nichts zu gebrauchen – außer Instagram

Glücklicherweise meist farbneutral ist ein Prachtstück der Dekoration: der große, hohe Kerzenständer. Wer nicht gerade ein Loft hat, sollte laut verschiedenen Blogs dennoch Platz dafür schaffen. Nach den Erfahrungen der Autorin sollte man sich am besten für ein sehr schweres Stück entscheiden. Da beim nächsten Besuch garantiert sowieso jemand daran hängen bleibt, fällt er dann wenigstens nicht um.

Wer unbedingt muss, kann sogar die Kerzen anzünden. Das gibt romanisches, weiches Kerzenlicht, das auf Instagram toll aussieht. Und endet normalerweise mit dem Abkratzen von Wachsresten vom Parkett. Eine Hausarbeit, die sehr wahrscheinlich auch bei garantiert nicht tropfenden Kerzen fällig wird. Falls sich keine passenden Kerzen mehr finden, weil der Hersteller die Produktion eingestellt hat, kann man das gute Stück aber wenigstens noch als Kleiderständer verwenden. Das macht sich ja vielleicht auch gut auf Instagram.

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