Energiepreisindex

04. Februar 2019 12:28; Akt: 04.02.2019 17:01 Print

Öl, Gas & Co – Für wen das Heizen 2018 teurer wurde

Heizen wurde im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 3,3 Prozent günstiger. Die Unterschiede in der Kostenentwicklung der Energieträgern sind aber gewaltig.

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Im Dezember ist der Energiepreisindex (EPI) gegenüber November um 3,3 Prozent gefallen. Der Grund: Die Preise von Diesel und Benzin, aber auch Heizöl, gaben im Dezember deutlich nach. Das sind auch jene Energieträger, die bei der Berechnung des Energiepreisindex besonders ins Gewicht fallen.

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"Die allgemeine Teuerung lag im Vergleichszeitraum bei 0,1 Prozent. Damit wirkten die Energiepreise zum ersten Mal seit fünf Monaten wieder preisdämpfend", analysiert Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur und fügt hinzu: "Der Preisrückgang auf den Rohölmärkten beginnt bei den Haushalten bemerkbar zu werden. Das unterstreicht einmal mehr die hohe Abhängigkeit von den internationalen Rohölmärkten."

Öl und Treibstoffe immer noch teurer

Für den Endverbraucher heißt das, dass Heizöl und Treibstoffe im Dezember noch billiger als im Vormonat waren. Der Preis von Heizöl sank im Monatsvergleich um 12,2 Prozent. Superbenzin und Diesel waren im selben Zeitraum um 5,9 Prozent bzw. um 5,5 Prozent günstiger.

Trotzdem zahlten die Österreicher im Dezember fürs Heizen aber mehr, als noch 2017, denn im Jahresvergleich aber blieben die flüssigen fossilen Brennstoffe, anders als der Rohölpreis, deutlich über dem Vorjahreswert.

Heizöl wurde im Jahresvergleich von Dezember 2017 auf Dezember 2018 um 9,5 Prozent teurer, während die Preise von Superbenzin und Diesel um 3,8 Prozent bzw. 8,9 Prozent stiegen.

Andere Energieträger stabil

Der Preis von Brennholz fiel im Dezember gegenüber November um 0,7 Prozent, kommt im Jahresvergleich aber auf ein Plus von 9,6 Prozent. Pellets waren um 0,3 Prozent teurer als im Vormonat. Im Jahresvergleich zeigte sich ein Plus von 5,3 Prozent.

Fernwärme und Strom kosteten im Dezember 2018 gleich viel wie im Vormonat November. Der Preis für Erdgas stieg in diesem Zeitraum um 0,2 Prozent. Im Jahresvergleich legte Strom um 3,7 Prozent zu, während Fernwärme um 2,2 Prozent teurer wurde. Der Gaspreis hingegen fiel im Vergleich zum Dezember vor einem Jahr um 3 Prozent.

Karina Knaus fasst die aktuelle Entwicklungen zusammen (Quelle: YouTube/AustrianEnergyAgency)

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(rcp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Penelope am 04.02.2019 17:13 Report Diesen Beitrag melden

    Fernwärme = Abzocke

    Wie könnte es bei einem roten Betrieb auch anders sein - haben vergangenen Winter den größten Raum (Wohnküche) gar nicht beheizen können da der Heizkörper defekt war, die Abwärme von PCs, Beamer, Küche, etc.. haben aber ausgereicht um den Raum über 20°C zu halten. Die Flüssigkeit im Heizkörper verdampft trotzdem - Ergebnis: 300 Nachzahlung für die Fernwärme. Eine Frechheit diese undifferenzierte Abrechnungsmethode, das grenzt schon an gewerbsmäßigen Betrug.

  • Nil am 04.02.2019 19:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lauter Gauner

    Die Fernwärmeanbieter sind die größten Gauner weil sie genau wissen das man denn Anbieter nicht wechseln kann, und das nützten sie schamlos aus. Da müsste die EU ein Machtwort sprechen aber das ist ihnen vollständig egal. Ich werde die Wohnung wechseln da ich mich nicht mehr abzocken lassen will. Die E-Controll schweigt sich auch aus zu dieser Abzocke.

    einklappen einklappen
  • PeterKarl am 04.02.2019 21:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es geht nichts

    über ein Ölheizung. Öl kann man im voraus für 4-5 Jahren ( 6000Liter Tank) kaufen wenn es günstig ist. Und es gibt keine teuren Leitungs Gebühren.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Sebastian am 07.02.2019 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    wir heizen mit Erdwärme

    Wir haben uns schon seit Jahren Erdwärme im Haus und haben uns somit schon von Anfang an unabhängig von den fossilen Brennstoffen und deren Marktschwankungen unabhängig gemacht. Wir haben eine Vaillant Wärmepumpe mit einer ziemlich hohen Jahresarbeitszahl und sind echt froh darüber uns damals dafür entschieden zu haben. Etwas Strom braucht die Pumpe schon, aber nachdem unser Haus ziemlich gut isoliert ist, hält sich das sehr in Grenzen.

  • PeterKarl am 04.02.2019 21:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es geht nichts

    über ein Ölheizung. Öl kann man im voraus für 4-5 Jahren ( 6000Liter Tank) kaufen wenn es günstig ist. Und es gibt keine teuren Leitungs Gebühren.

  • Nil am 04.02.2019 19:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lauter Gauner

    Die Fernwärmeanbieter sind die größten Gauner weil sie genau wissen das man denn Anbieter nicht wechseln kann, und das nützten sie schamlos aus. Da müsste die EU ein Machtwort sprechen aber das ist ihnen vollständig egal. Ich werde die Wohnung wechseln da ich mich nicht mehr abzocken lassen will. Die E-Controll schweigt sich auch aus zu dieser Abzocke.

    • Penelope am 05.02.2019 00:14 Report Diesen Beitrag melden

      Warum glaubst du fordert die SPÖ...

      ...jetzt eine Abschaffung der MwSt auf Mieten? Um der Regierung ein Budgetloch zu bescheren und im Gegenzug selbst mehr zu kassieren, indem die roten Betriebe mal wieder ihre Gebühren "anpassen" ;)

    • Elisa V. am 09.02.2019 21:44 Report Diesen Beitrag melden

      Verdrehte Denkweise

      Mehrwertsteuer auf die Grundbedürfnisse sollten grundlegend reduziert oder abgeschafft werden. Statt dessen doch bitte die Deckelung bei der SV auch abschaffen. Es wird in Österreich sehr häufig nur die finanzstarke Schicht langfristig gefördert an Stelle hart arbeitender Menschen zu entlasten.

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  • Penelope am 04.02.2019 17:13 Report Diesen Beitrag melden

    Fernwärme = Abzocke

    Wie könnte es bei einem roten Betrieb auch anders sein - haben vergangenen Winter den größten Raum (Wohnküche) gar nicht beheizen können da der Heizkörper defekt war, die Abwärme von PCs, Beamer, Küche, etc.. haben aber ausgereicht um den Raum über 20°C zu halten. Die Flüssigkeit im Heizkörper verdampft trotzdem - Ergebnis: 300 Nachzahlung für die Fernwärme. Eine Frechheit diese undifferenzierte Abrechnungsmethode, das grenzt schon an gewerbsmäßigen Betrug.