Ausbau von Stromtankstellen

16. Januar 2019 07:09; Akt: 16.01.2019 07:46 Print

Für Elektro-Autos wird das Wohnrecht geändert

Die Zukunft soll mehr Elektro-Autos bringen. Als Anreiz für Private soll nun das Wohnrecht geändert werden. Wie das zusammenpasst, lesen Sie hier >>>

Symbolbild: Ladestation für Elektro-Autos. (Bild: picturedesk.com)

Symbolbild: Ladestation für Elektro-Autos. (Bild: picturedesk.com)

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E-Mobilität und die Wende hin zum klimafreundlichen Verkehr ist der Regierung ein Anliegen. Und weil Elektro-Autos in Österreich - vor allem für Private - noch ein sehr kleines Thema sind, will die Regierung nun mit Gesetzesänderungen nachhelfen.

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Denn anders als in Norwegen, wo bereits ein Drittel der Neuwagen elektrisch fährt, sind es in Österreich nur zwei Prozent. Und selbst diese zwei Prozent werden zum größten Teil von Firmen und öffentlichen Stellen angeschafft. die Zahl an privaten Käufern hat zuletzt sogar abgenommen.

Wie gelingt der Ausbau?

Staatliche Prämien allein reichen offenbar nicht aus, um den Autofahrern das Strom-Auto schmackhaft zu machen. Interessensverbände wie beispielsweise die Betreiber von Schnellladestationen fordern weitere Maßnahmen.

Denn die ausreichende Versorgung mit Stromtankstellen im ganzen Land gilt als weiterer Faktor für die Verbreitung von Elektroautos.

Tankstellen für alle

Roland Ziegler, der Sprecher des Bundesverbandes Elektromobilität Österreich (BEÖ) weist darauf hin, dass auch heuer wieder zahlreiche Stromtankstellen gebaut werden.

4.800 öffentliche Ladestationen gibt es bisher. Das sind 1.000 mehr als vor einem Jahr - und auch heuer werden wieder einige Hundert dazukommen. Ziegler verweist hier etwa auf das Ausbauprogramm der Stadt Wien, das hier schon sehr gut dabei ist.

Auch ein einheitliches Bezahlsystem wird gerade diskutiert. Derzeit haben die verschiedenen Betreiber von Schnellladestationen nämlich jeweils ihr eigenes System, eine Vereinheitlichung wäre den Kunden eine große Erleichterung.

Tanken zuhause

Und genau bei diesem Thema schließt sich auch der Kreis zum Wohnrecht. Denn: Neun von zehn Elektroauto-Besitzern laden ihr Auto vorwiegend zuhause.

Bei Einfamilienhäusern kein Problem. In Mehrparteienhäusern allerdings noch die Ausnahme. Der Grund liegt im Wohnrecht: Wünscht sich ein Mieter oder Eigentümer eine Ladestation im eigenen Haus, müssen nach derzeitigem Recht alle Eigentümer zustimmen.

Der Ladestationen-Betreiber Smatrics fordert hier genau das, was die Regierung auch umsetzen will: Schon wenn ein einziger Mieter sich eine Stromtankstelle in seinem Haus wünscht, soll das möglich sein.

Die Regierung plant die entsprechende Änderung im Wohnrecht noch heuer zu beschließen. Zusätzlich wurden die Bundesländer aufgefordert, auch in den Bauordnungen Änderungen vorzunehmen.

Bei Einkaufszentren und Supermärkten ab 50 Parkplätzen sollen Ladevorrichtungen für Elektroautos Pflicht werden.

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(csc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alex am 16.01.2019 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Verschwiegenheit

    Und immer noch will keiner damit rausrücken, wo der ganze Strom für diese Blechhaufen herkommen soll. Man überlege, wenn die ganze Welt plötzlich so viel Strom braucht in der Nacht. Das wird aus gutem Grund verschwiegen, denn sonst würde keiner diese Dinger kaufen. Solange kein Wunder geschieht in der Akku Forschung ist das Müll.

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  • hueher am 16.01.2019 08:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trauerspiel E-Autos

    Das ist doch alles Volksverdummung, denn E-Autos sind 2x teurer als Benziner.......und man kann nicht den Accu in halber Stunde laden......wozu, diese Zapfstellen nehmen nur unnötig Stellplatz weg oder wer hat schon im Gemeindebau Platz dazu? Die beste und richtige Art wären, HYBRID/GAS- PKWs, aber unsere oberschlaue Regierung wirft Steuergelder gerne zum Fenster raus, weil Muddi Merkel das vorzeigt und wir brav folgen.........

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  • Ewald am 16.01.2019 09:09 Report Diesen Beitrag melden

    Öko-Schmäh

    Hört doch endlich auf mit diesen Märchen: Das E-Auto ist weder klima,- noch umweltfreundlich. Jeder, der sich etwas intensiver mit dieser Materie befasst, stellt fest, dass der Umstieg der breiten Masse auf Elektroautos bereits an den nicht beschaffbaren Mengen an Rohstoffen (Lithium, Cobalt) und Energie scheitern wird. Dafür wird die Umwelt in Südamerika und Afrika für das grüne Feigenblatt noch mehr ruiniert. In Europa stehen ausserdem 100.000e Arbeitsplätze auf dem Spiel. Leute wacht endlich auf und lasst Euch nicht für blöd verkaufen!!!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Knut Randauch am 23.01.2019 15:47 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn sich einer auf eigene

    Kosten ein Kabel mit Steckdose zum Garagenplatz legt und den Strom selber zahlt, warum nicht?

  • Lienz am 20.01.2019 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Sehr gute Idee das man als Bewohner dann verlangen kann das man eine Strom Tankstelle bekommt. Aber was kostet so eine Ladestation Frage ich mich gibt es dafür auch eine Förderung muss man diese dann für alle Leute Öffentlichkeit benutz bar machen und kann man dann für den Strom was verlangen? Dies sollte dann geklärt werden oder?

  • Sappalot am 19.01.2019 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Problem

    Der Trump baut eh schon die Funkstrom Türme. Dann brauchen wir keine E-Tankstellen mehr. Funktioniert dann wie der Empfang vom Handy. Das Auto lädt während der Fahrt immer und überall.

  • Knut Randauch am 18.01.2019 18:34 Report Diesen Beitrag melden

    Ich sehe noch andere Aspekte.

    So, wie es jetzt aus Steuergründen zwei verschiedene Sorten Diesel gibt, einen billigeren zum Heizen und einen teureren zum Fahren, wird es Strom für daheim (günstig) und fürs Auto (S-teuer) geben. Das verwenden des billigen Stroms zum Fahren wird technisch erschwert und per Gesetz verboten werden. Der Finanzminister achtet schon drauf, daß das Fahren nicht zu billig wird.

  • Severin am 17.01.2019 21:15 Report Diesen Beitrag melden

    Atomstrom

    Saubere Energie, umweltschonend, langanhaltend, .... Atomstrom als Rettung der Menschheit. Und dann kam der redioaktive Abfall. Warten wir mal ab wenn die ersten Elektroautos kaputt sind und entsorgt werden müssen. Aber hey, da ist ja die Lösung: einfach in den Landstrichen entsorgen, die bei der Herstellung vernichtet werden!