Ori

14. März 2019 11:50; Akt: 14.03.2019 11:53 Print

Schrank-Roboter schafft in kleinen Wohnungen Platz

Der Roboter Ori kann aus einem Schlafzimmer ein Wohnzimmer machen – oder einen Kleiderschrank.

 (Bild: Screenshot Instagram)

(Bild: Screenshot Instagram)

Fehler gesehen?

Wer in einer kleinen Wohnung wohnt, der kennt das Problem: Man kocht im Schlafzimmer, schläft im Wohnzimmer und empfängt Gäste im Schlafzimmer.

Umfrage
Würden Sie sich so einen Schrank-Roboter in die Wohnung stellen?
84 %
3 %
13 %
Insgesamt 97 Teilnehmer

Mit einem Raumtrenner kann man zwar verhindern, dass alle Gäste als Erstes das ungemachte Bett sehen, der übrige Raum wirkt dafür aber auch noch kleiner. Eine Lösung für dieses Problem könnten jetzt Forscher des Maßachusetts Institute of Technology (MIT) gefunden haben.


Ori Pocket Closet from Ori on Vimeo.

Vollautomatischer Schrank

Die Wissenschaftler vom MIT haben nämlich Ori gebaut: Ori ist ein vollautomatischer Schrank-Roboter – er fungiert als Schrank, Schreibtisch und als multifunktionale Trennwand, die erst noch nicht fix im Raum befestigt ist, sondern sich bei Bedarf verschieben lässt.

Das Bett, das tagsüber ja sowieso kaum genutzt wird, verschwindet so unter dem Schrank – und schafft so Platz für das "Wohnzimmer". Der Schreibtisch, der ebenfalls an der beweglichen Wand hängt, kann bei Bedarf auf- oder zugeklappt werden. Die Möbel-Roboter gibt es in verschiedenen Ausführungen.

Bett, Schrank oder Kombigerät

Es gibt einen smarten Schrank, der aus zwei Elementen besteht, die nur bei Bedarf auseinanderrollen. Dann gibt es ein Bett, das an die Decke hochgehoben wird und so eine Sitzecke mit Sesseln und Mini-Sofa freigibt. Und es gibt das Kombi-Angebot aus beidem.

Die Kombi-Version heißt "Studio Suite" und besteht aus einem Bett, einem Schreibtisch, viel Stauraum, einem Kleiderschrank und einigen Ablagen. In der Queen-Variante wird auch noch ein passendes Sofa mitgeliefert.

Im Zweifelsfall auch manuell verschiebbar

Natürlich arbeitet Ori mit Apps: Es kann entweder mit einem Schalter an der Seite des Schranks, mit einer App oder mit sprachunterstützten Systemen (Amazons Alexa) gesteuert werden. Sollte es aber tatsächlich mal zu einem Stromausfall kommen, müssen Sie nicht auf ihr Bett verzichten: Die Einzelteile sind so leicht, dass sie auch von Hand verschoben werden können.

Das System bewegt sich auf Rädern auf einer fest installierten Schiene am Boden. Der größte Haken ist derzeit der Preis: Ori gibt es erst in Kanada und den USA und kostet noch rund 10'000 Dollar. Bei steigender Nachfrage sind die Hersteller allerdings zuversichtlich, dass sie den Schrank-Roboter bald günstiger anbieten können.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(20min)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wohngscheit am 14.03.2019 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    Toll!

    Ein sogenanntes intelligentes Möbel...mehr davon! Danke. Warum hat das gr.... Möbelhaus sowas nicht schon längst? Ich wär die erste Kundschaft.

    einklappen einklappen
  • 1002Himmelszelt am 18.03.2019 10:08 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Idee, schlecht umgesetzt

    Die sollten den Computer-Schnick-Schnack-WLan-Spionage-Humbug sein lassen, dann käme das Teil viel billiger, zumal es offenbar manuell auch ganz gut umzubauen geht. Reiche Leute können sich ohnehin große Wohnungen leisten.

  • kleine wohnung am 05.04.2019 02:08 Report Diesen Beitrag melden

    Ja ja

    Ich hab ein Kasten-Bett. Man kann es herunterklappen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • kleine wohnung am 05.04.2019 02:08 Report Diesen Beitrag melden

    Ja ja

    Ich hab ein Kasten-Bett. Man kann es herunterklappen.

  • 1002Himmelszelt am 18.03.2019 10:08 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Idee, schlecht umgesetzt

    Die sollten den Computer-Schnick-Schnack-WLan-Spionage-Humbug sein lassen, dann käme das Teil viel billiger, zumal es offenbar manuell auch ganz gut umzubauen geht. Reiche Leute können sich ohnehin große Wohnungen leisten.

  • Kannitverstan am 16.03.2019 11:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einstimmung

    auf die Wohndosen in Japan?

  • Wohngscheit am 14.03.2019 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    Toll!

    Ein sogenanntes intelligentes Möbel...mehr davon! Danke. Warum hat das gr.... Möbelhaus sowas nicht schon längst? Ich wär die erste Kundschaft.

    • 1002Himmelszelt am 18.03.2019 10:10 Report Diesen Beitrag melden

      @Wohngescheit

      Wer 10.000.- einfach so hinblättern kann, kann sich auch eine große Wohnung leisten und braucht das nicht. 1500 - 2000.- max.

    • Wohngscheit am 20.03.2019 00:00 Report Diesen Beitrag melden

      1002Himmelszelt

      Deshalb meinte ich ja, wenn es das gr... Möbelh... anbieten würde, müsste der Preis hinkommen. Wohnraum wird knapp in den Städten. Es gibt immer mehr Singlewohnungen. Da würde das passen.

    einklappen einklappen