Vorher abklären

21. Februar 2019 14:11; Akt: 21.02.2019 14:11 Print

So lebt man als Paar harmonisch zusammen

Sie wollen trotz der gemeinsamen Wohnung ein glückliches Paar bleiben? Wir haben Tipps, wie das gelingen könnte.

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Über Geld sprechen

Geld ist definitiv ein unangenehmes Thema. Spätestens aber wenn man zusammenzieht, muss es auf den Tisch. Sonst ist das Risiko viel zu groß, irgendwann darüber zu streiten – was noch viel unangenehmer ist.Sich vor dem Umzug gemütlich zusammensetzen und diskutierten: Wollen wir ein gemeinsames Haushaltskonto? Wenn ja, zahlen wir darauf gleich viel ein – oder je nach Einkommen? Wollen wir unsere Ausgaben aufschreiben und am Ende des Monats abrechnen? Oder lassen wir es einfach mal laufen und schauen, ob das für beide stimmt?

Gemeinsam umziehen

Wenn einer beim anderen einzieht, geht das nur selten so richtig gut: Derjenige, der hinzukommt, wird sich ewig wie ein Eindringling fühlen, der tolerant mit dem Reich umgehen sollte, das er vorgefunden hat. Der andere wiederum hat die blöde Aufgabe, überall Stauraum freizuschaufeln und sein komplettes Wohnkonzept nochmal aus der Sicht von zwei Personen zu überdenken – auch dann, wenn er die Single-Bude vorher ziemlich perfekt fand. Tun Sie einander den Gefallen und starten gemeinsam neu– schon allein, weil das symbolisch ein neues Lebenskapitel einläutet.

Über Vorstellungen sprechen

Wie immer im Leben gilt auch beim Projekt gemeinsame Wohnung: den Mund aufmachen. Wer zum Beispiel findet, er brauche zum Lebensglück einen Balkon, der muss das vor der Wohnungssuche klar und deutlich aussprechen – vor allem dann, wenn der Balkon dem Partner völlig unwichtig ist. Auch später, wenn Sie sich erfolgreich eingelebt haben, bleibt Kommunikation der Ratschlag Nummer eins. Außer Sie können Gedanken lesen.

Toleranz zeigen

Muss man das Geschirr direkt nach dem Essen vom Tisch räumen? Sollte man morgens nach dem Aufstehen das Bett machen? Muss die Wohnung blitzblank aussehen, wenn Gäste kommen? Nun, auf solche Fragen gibt es keine allgemein gültigen Antworten. Jeder versteht unter Ordnung und Sauberkeit etwas anderes – und das wird sich auch nach jahrelangem Zusammenwohnen nicht ändern. Anstatt also einen nie enden wollenden Kampf zu beginnen, sollte man sich das lieber gleich am Anfang bewusst machen. In der Praxis bedeutet das: Selber anpacken, wenn einen irgendwas stört, und das nicht vom Partner erwarten. Spart Unmengen an Energie.


Nicht auf Fifty-Fifty pochen

Sich den Haushalt akkurat aufteilen ist eine Top-Theorie, die in der Praxis leider nicht aufgeht. Erstens ist es unmöglich, nachzuprüfen, ob wirklich beide gleich viel beitragen. Zweitens sollte die Sache mit dem Haushalt sowieso immer in einem größeren Kontext betrachtet werden: Bezahlt einer vielleicht mehr im gemeinsamen Alltag? Geht jemand häufiger Lebensmittel einkaufen oder schwingt sich öfter an den Herd? Generell lohnt es sich, das Ganze pragmatisch anzugehen: Wenn Ihr Partner zum Beispiel Putzen hasst, es Ihnen aber nichts ausmacht, könnte man den Deal vereinbaren, dass einer putzt – und der andere ein bisschen mehr Miete zahlt. Oder aber man vertraut einfach darauf, dass man einen netten Menschen an seiner Seite hat, der nicht konstant auf seinen eigenen Vorteil aus ist.


Rücksicht aufeinander nehmen

Was man aus den WG-Zeiten mitgenommen hat, gilt jetzt genauso: in der gemeinsamen Bude lieber keine Ego-Nummern abziehen. Wer seine Eltern einladen, Käsefondue essen, im Bett eine Zigarre rauchen oder seine neuen Boxen testen will, sollte das vorher ankündigen. Wenn der Partner mit Kopfweh auf dem Sofa liegt und gerade die Welt hasst, die eigenen Pläne lieber verschieben – oder außer Haus umsetzen.

Nicht vergessen, dass Sie ein Paar sind

Es kann leider rasend schnell gehen: Plötzlich besteht die Beziehung nur noch aus dem abendlichen Nebeneinanderhergammeln in Jogginganzügen. Wer es nicht so weit kommen lassen will, muss was dafür tun: Kino, Essen gehen, eine Wanderung oder einen Kurztrip vorschlagen zum Beispiel. Auch eine gute Sache: sich mal wieder aufstylen und gemeinsam ins Nachtleben stürzen.

Macht die Badezimmertür zu

Es mag ja Paare geben, die nebeneinander ihre Zehennägel schneiden und sich immer noch sexy finden – im Großen und Ganzen ist davon aber abzuraten. Wenn man vorhat, ein Weilchen zusammen zu bleiben, lieber alles rund ums Thema Toilettengang und Körperhygiene hinter verschlossener Badezimmertür erledigen.

Sich nicht auf die Nerven gehen

Man kann sich anfangs noch so viel zu sagen haben: Irgendwann gehen selbst den besten Paaren die Themen aus. Worüber will man auch groß reden, wenn man so gut wie alles gemeinsam erlebt? Für eine schöne Beziehung, aber auch fürs eigene Seelenheil ist es wichtig, sich selbst vor lauter Zweisamkeit nicht in Luft aufzulösen. D.h.: Weiterhin seine Freunde treffen, weiterhin zum Sport, weiterhin übers Wochenende wegfahren. Und zwar ohne Partner, als eigenes Individuum.

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