Burgenland

28. Mai 2018 14:08; Akt: 28.05.2018 14:53 Print

Polizei hebt Schlepperzelle in Österreich aus

Bis zu hundert Personen hat ein Schlepper mit zwei Fahrern gegen Bezahlung illegal nach Österreich gebracht.

Symbolfoto. (Bild: picturedesk.com)

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Seit Monaten sind die Beamten des Landeskriminalamtes Burgenland für den Bereich Menschenhandel und Schlepperei einer kriminelle Schlepperorganisation, die sich aus serbischen, kosovarischen, ungarischen und rumänischen Staatsangehörigen zusammensetzt, auf der Spur.

Über Ungarn bringt diese Organisation illegale Migranten von Serbien über Ungarn nach Österreich. Deren Weiterreise nach Deutschland oder Italien soll ein 51-jähriger Mann aus der Steiermark organisiert und durchgeführt haben.

Bis zu 10.000 Euro pro Person

Der gebürtige Kosovare steht im Verdacht, mit drei Mittätern im Zeitraum von September 2015 bis Juni 2016 in 19 Fahrten bis zu hundert Personen gegen Bezahlung von Österreich nach Deutschland oder Italien geschleppt zu haben. Der Verdächtige, der bereits einmal wegen Schlepperei rechtskräftig verurteilt wurde, heuerte zwei Fahrer an, die pro Fahrt bis zu 500 Euro kassierten.

Dabei speiste er diese quasi nur mit einem Trinkgeld ab, denn der Preis, den die Schlepper für eine Person verlangt hatten, betrug bis zu 10.000 Euro.

Aufgrund einer Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Eisenstadt wurde der Beschuldigte im April 2018 in Haft genommen. Zwei Verdächtige, die als Fahrer fungiert hatten, eine 41-jährige Rumänin und ein 33-jähriger Rumäne, wurden ebenfalls festgenommen und befinden sich nun wie der Hauptverdächtige in U-Haft.

Organisator bestreitet Vorwürfe

Seine Lebensgefährtin, 55 Jahre alt aus Ungarn, die ihn bei seinen Machenschaften unterstützte, wurde auf freiem Fuße angezeigt.

Der 51-Jährige Beschuldigte wurde bereits im Juni 2016 in Ungarn festgenommen, als er 11 Personen illegal nach Österreich bringen wollte. Dieses Verfahren wird von einem ungarischen Gericht behandelt.

Der Hauptverdächtige bestreitet die ihm zur Last gelegten Taten begangen zu haben, seine Mittäter sind voll geständig.

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(red)

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  • Reisender am 28.05.2018 16:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlepperei

    Es müsste vielmehr Kontrollen an den Grenzen und in den Zügen geben. Dies würde sich herumsprechen, dass die Grenzüberschreitung nicht mehr so leicht möglich ist.

  • Christian am 28.05.2018 17:14 Report Diesen Beitrag melden

    Schleppung

    Pro Schleppung 5 Jahre unbedingte Haft und gut ist es ! ;)

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Christian am 28.05.2018 17:14 Report Diesen Beitrag melden

    Schleppung

    Pro Schleppung 5 Jahre unbedingte Haft und gut ist es ! ;)

  • Reisender am 28.05.2018 16:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlepperei

    Es müsste vielmehr Kontrollen an den Grenzen und in den Zügen geben. Dies würde sich herumsprechen, dass die Grenzüberschreitung nicht mehr so leicht möglich ist.