Polizei geschockt

20. Februar 2016 15:59; Akt: 28.02.2016 03:40 Print

16-Jährige erfand im Vollrausch Vergewaltigung

Die Kärntner Polizei hat es derzeit mit einer Serie von vorgetäuschten Straftaten zu tun, die sich bei Befragungen als erfunden herausstellen. Eine 16-Jährige zeigte im Vollrausch eine nicht stattgefundene Vergewaltigung an, ein Student (24) erfand ebenfalls alkoholisiert einen Raubüberfall und ein vermeintliches Raubopfer stellte sich als Dealer heraus. Auch eine versuchte Kindesentführung fand nie statt.

 (Bild: Fotolia)

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Eine 16-jährige Klagenfurterin gab an, dass sie am 10. Februar von einem maskierten Mann auf einem Parkplatz vergewaltigt worden zu sein. Nachdem sie ihre Version in den Befragungen immer wieder änderte, wusste sie schließlich keine Antworten mehr und musste gestehen, dass sie die Vergewaltigung erfunden hatte. Warum sie die Anzeige machte, konnte sie nicht wirklich erklären, sie gan an, übermäßig viel Alkohol getrunken gehabt zu haben. Sie wird nun ihrerseits angezeigt.

Ebenfalls eine alkoholisierte Erfindung war der Raubüberfall in der Nacht auf den 10. Februar auf einen 24-jährigen Klagenfurter Studenten. Der Mann, der von zwei Unbekannten angeblich mit einem Messer bedroht und ausgeraubt wurde, gab schließlich an, im Rausch ebenfalls gelogen zu haben. Auch er wird angezeigt.

Drogendeal und Kindesentführung

Als Dealer stellte sich schließlich ein 26-jähriges vermeintliches Raubopfer in Villach heraus. Was er als Schlägerei angezeigt hatte, war ein missglückter Drogendeal, bei dem die zwei Beteiligten verletzt wurden. Neben der Anzeige wegen Verleumdung kommen weitere wegen den Drogendelikten hinzu.

Einziger Fall, der ohne eine Anzeige ausgeht: In Arnoldstein gab eine Achtjährige an, von einer älteren Frau in ein Auto gezerrt worden zu sein. Gegen die Kindesentführung habe sie sich mit Tritten und Schlägen wehren können. Nach einer riesigen Fahndung ohne Anhaltspunkte wurde das Kind noch einmal befragt. Dabei gab das Mädchen zu, alles nur erfunden gehabt zu haben. Das Mädchen sei böse auf eine Autofahrerin gewesen, die mit ihr geschimpft habe, weil das Mädchen nicht auf den Verkehr geachtet habe.

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