Urteil in Klagenfurt

22. Mai 2019 17:14; Akt: 22.05.2019 17:31 Print

Zwei Jahre Haft für vierfachen Brandstifter

Ein 21-Jähriger wurde in Klagenfurt wegen Brandstiftung in vier Fallen zu zwei Jahren Haft verurteilt. 16 Monate davon wurden zur Bewährung ausgesetzt.

Für acht Monate muss der Brandstifter nun hinter Gitter. 16 Monate der Haftstrafe wurden zur Bewährung ausgesetzt.  (Bild: picturedesk.com)

Für acht Monate muss der Brandstifter nun hinter Gitter. 16 Monate der Haftstrafe wurden zur Bewährung ausgesetzt. (Bild: picturedesk.com)

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Ein Klagenfurter Gericht verurteilte einen 21-Jährigen, der zugegeben hatte, vier Brände gelegt oder dies versucht zu haben. Weil der Täter bislang unbescholten war, wurden 16 der 24 monatigen Haftstrafe zur Bewährung ausgesetzt.

Mann nahm Drogen

Ein plausibles Motiv für seine Taten konnte der Angeklagte dem Gericht nicht nennen. Die Brandstiftungen seien eine Dummheit gewesen, sagte der Klagenfurter, der zudem angab, in der Vergangenheit Ecstasy und Cannabis konsumiert zu haben.

Er habe mit seiner Mutter gestritten, weil die ihn zur Arbeitssuche drängte. Die Mutter hat einen Teil des 50.000-Euro-Schadens bezahlt und wird ihrem Sohn auch künftig diesbezüglich unter die Arme greifen.

Täter half Brand zu löschen

Besonders kurios: Bei einem von ihm gelegten Brand in einem Müllraum, versuchte der Angeklagte selbst den Brand zu löschen. Weil bei ihm anschließend der Verdacht einer Rauchgasvergiftung bestand, wurde er ins Krankenhaus eingeliefert.

Bereits tags darauf zündete der Mann eine Kunststoffabdeckung eines Holzstapels einer Nachbarin an. Der Brand erlosch von selbst. Die weiteren Fälle betreffen eine Plastikplane einer Gartenlaube und einen weiteren Müllraum.

Dem Angeklagten, dem auch Waffen und Munition abgenommen wurden, wurde auferlegt, sich nach der Verbüßung der Haft in Therapie zu begeben. Das Urteil ist rechtskräftig.

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(mr)

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