SPÖ-Landesparteitag

13. April 2019 14:56; Akt: 13.04.2019 15:34 Print

Peter Kaiser mit 99,34 Prozent wiedergewählt

Erdrutschsieg für Landeshauptmann Peter Kaiser. Mehr als 99 Prozent der Genossen haben ihn am Samstag wieder als Landesvorsitzender bestätigt.

Landeshauptmann Peter Kaiser am Samstag, 13. April 2019, im Rahmen des Landesparteitages der SPÖ Kärnten in Villach. (Bild: picturedesk.com/APA/Gert Eggenberger)

Landeshauptmann Peter Kaiser am Samstag, 13. April 2019, im Rahmen des Landesparteitages der SPÖ Kärnten in Villach. (Bild: picturedesk.com/APA/Gert Eggenberger)

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Der Rückhalt für Landeshauptmann Peter Kaiser scheint innerhalb der Kärntner SPÖ nach wie vor ungebrochen: Im Rahmen des Landesparteitags am Samstag im Congress Center Villach wurde Kaiser mit 99,34 Prozent der Stimmen als Landesvorsitzender wiedergewählt.

Ähnlich dem Ergebnis der letzten Obmannwahl in Kärnten wurden 463 Stimmen abgegeben, 458 davon gültig. Mit Ausnahme von drei Stimmen, zählten alle für Kaiser. Im Rahmen seiner Rede positionierte Kaiser die Kärntner Politik als Gegenmodell zur türkis-blauen Bundesregierung. "Der Kärntner Weg erfährt Aufmerksamkeit auch außerhalb der rot-weiß-roten Grenzen – und genau daran arbeiten wir weiter", so Kaiser.

Als Ziele nannte er: Chancengerechtigkeit beim Zugang zur Bildung, Umsetzung des Standortmarketings, um die Stärken Kärntens nach außen zu tragen; Kärnten werde als unternehmer- und arbeitnehmerfreundliches Land positioniert; nachhaltiger Umgang mit unserer Natur; gesellschaftspolitische Verantwortung und dem Menschen zu ermöglichen, so lange wie möglich zu Hause leben zu können; das aber verlange einschneidende politische Maßnahmen – und da werde die Kärntner SPÖ hartnäckig sein.

Der Kärntner Landesparteitag war auch gleichzeitig der Auftakt für den EU-Wahlkampf der Sozialdemokraten. Kaisers Sohn Luca geht dabei als Spitzenkandidat der Kärntner SPÖ ins Rennen.

Warnung vor Vilimsky & Co.

Mit Blickrichtung EU erklärte Peter Kaiser: "Es gibt wenige Bundesländer, die so großzügig von der EU profitiert haben wie Kärnten – der Nettosaldo beträgt rund 2 Milliarden Euro. Geld, das zum Wohle der Kärntner investiert wurde". Kärnten werde immer internationaler – durch Betriebsansiedlungen, aber vor allem auch durch neue Verkehrsachsen.

Dem schloss der Parteichef einen emotionalen Appell an, am 26. Mai für die Sozialdemokratie zu votieren. "Der Brexit macht deutlich, was passiert, wenn Europa von rechtspopulistischen National-Egoisten vom Schlage eines Salvini, einer Marie Le Pen oder eines Vilimsky regiert wird", warnte Kaiser. "Deswegen müssen wir auch bei dieser EU-Wahl für Kärnten und für Österreich und damit für ein sozialeres, ein demokratischeres, ein sozialdemokratischeres Europa gewinnen!"

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Susanna am 13.04.2019 20:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    frau

    War ja kein anderer Kandidat da. Sonst hätte es vielleicht anders ausgesehen.

  • derwiener am 13.04.2019 17:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    na dann .....

    ist das nicht der mit den germknödeln? ggg

  • Eveline Hantinger am 13.04.2019 20:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ????

    Alles schön und gut, aber wenn man der einzige Kandidat ist, braucht man sich auch nicht wundern

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Censorship am 15.04.2019 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation, welch Leistung...

    Wie in der UdSSR... Vom Apparat bestätigt.. Keiner will seinen Goldesel aufgeben...

  • Dotcom am 14.04.2019 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    den begriff etwas missbraucht

    weil ein Erdrutsch geht meist talwärts, wie uns bekannt sein sollte. man müsste von einem kantersieg sprechen, ob diesem hohen %-satz, der allerdings nur zustande kommen konnte, weil es keinen gegenkandidaten gab. also bitte die kirche im dorf lassen. auch in kärnten gibt es keine 99,34 & rot-wähler. dass sein 'töchterchen' auf den 9. platz für die eu-wahl gerutscht ist, finde ich allerdings sehr gut. wir werden vermutlich in baldiger zukunft ohnehin mit seiner politpräsenz zwangs-'beglückt'.

  • Habakuk am 14.04.2019 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Erinnerung

    Es gab und gibt auch heute noch Länder, deren führender Politiker mit (knapp) 99% gewählt werden.

    • Bär am 15.04.2019 10:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Habakuk

      FPÖ Obmann Tirol mit 98,7 % , falls das mit Kaiser ein Seitenhieb sein sollte...

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  • H.Langer am 14.04.2019 11:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erinnerungen an die DDR

    wie waren immer die Wahlergebnisse in Kommunistien gleich? 99,9 % oder gar 100% ?

  • zachaeus am 14.04.2019 03:47 Report Diesen Beitrag melden

    Pffff

    Das ist ein Ergebnis: Nordkorea, Parlamentswahl März 2019 - 1 Kandidat - 1 Partei (so wie in Ktn.) - Wahlbeteiligung 99,99 % - der Kandidat hat 100 Punkte!

    • Martin am 14.04.2019 13:00 Report Diesen Beitrag melden

      @zacheus

      Genau wie bei der FPÖ Oberösterreich und trotzdem schaffte der einzige Kandidat nur 97,3%.

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