"Über den Wolken"

05. Oktober 2017 09:39; Akt: 05.10.2017 09:40 Print

50 Prozent aller Drohnen-Besitzer pfeifen auf Gesetz

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Viele Drohnen-Flieger wissen nicht über die Genehmigungspflichten Bescheid, die Hälfte missachtet die gesetzlichen Vorschriften überhaupt.

Nicht jeder Drohnen-Flieger hält sich an die gesetzlichen Vorschriften (Symbolbild) (Bild: iStock)

Nicht jeder Drohnen-Flieger hält sich an die gesetzlichen Vorschriften (Symbolbild) (Bild: iStock)

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"Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein..." - frei nach diesem Motto greifen immer mehr Österreicher zu den kleinen unbemannten Luftfahrzeugen.

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Das Fliegen mit dem Drohnen hat sich bereits zu einem großen Hobby- und Freizeittrend entwickelt. Doch dass die Besitzer sich nicht einfach nach Belieben im Luftraum bewegen dürfen, scheinen viele nicht zu wissen oder bewusst zu ignorieren.

Große Unwissenheit bei Jugendlichen

Denn laut einer aktuelle Umfrage der Wiener Städtischen wissen ein Viertel aller Drohnenbesitzer über die Genehmigungspflichten nicht Bescheid. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist die Unwissenheit über die gesetzlichen Vorschriften sogar noch höher: Nur 54 Prozent aller bis 29-Jährigen kennen die Vorschriften zum Drohnen-Fliegen.

"Unsere Umfrage zeigt deutlich, dass rund um die gesetzlichen Vorschriften punkto Nutzungseinschränkungen, Bewilligungs- und Versicherungspflichten noch viel Aufklärung notwendig ist", sagt Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung.

"Drohnenbesitzer unterschätzen Unfallrisiko"

Auch die Unfallstatistik der Drohnen-Besitzer spricht nicht unbedingt für einen sicheren Umgang. Laut der Umfrage hatten bereits zehn Prozent einen Unfall, weitere 16 Prozent sind schon einmal in eine "Beinahe-Unfallsituation" geraten.

"Viele Drohnenbesitzer unterschätzen das Risiko eines Unfalls, vor allem Unfälle bei einem unkontrollierten Absturz, bei dem Dritte zu Schaden kommen können“, erklärt Wendler. Neben Beschädigungen an Stromleitungen, Bäumen oder Gebäuden kann es auch zu Verletzungen an Menschen und Tieren kommen.

Drohnencheck

Dabei wünschen sich viele Drohnen-Besitzer eine fachgerechte Aufklärung und Information. Aus diesem Grund bietet die Wiener Städtische einen sogenannten Drohnencheck an.

"Drohnenbesitzerinnen und -besitzer, aber auch jene, die sich eine Drohne erst anschaffen wollen, können ab sofort bequem und online einen Informationscheck durchführen. Mit nur wenigen Klicks erfährt man, ob eine Versicherungs- oder sogar eine Genehmigungspflicht besteht", so Wendler.

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(wil)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Censorship am 05.10.2017 10:20 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht so übel..

    "50 Prozent aller Drohnen-Besitzer pfeifen auf Gesetz" Bessere Quote, als bei den Radfahrern...

  • Harald_C am 06.10.2017 09:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorschriften verhindern defacto Registrierung

    Die österreichischen Vorschriften verhindern defacto einen umfassende Drohnenregistrierung. Die Austrocontrol verlangt für eine Betriebsbewilligung ca. 300 EUR und das pro Jahr! Das ist reine Abzocke - welcher Hobbyflieger wird sich das antun? Wenn wir nach Deutschland schauen, dann sieht es dort so aus: Drohne kostenlos registrieren lassen und man muss auf die Drohne ein Schild mit Namen und Anschrift anbringen - das war es. Ich bin mir sicher mit einer ähnlichen Regelung in Österreich würde die Registrierung keinerlei Problem sein.

  • Yve Stritzi am 07.10.2017 05:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hm

    Ja weils gar ned wissen das es sowas gibt

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Yve Stritzi am 07.10.2017 05:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hm

    Ja weils gar ned wissen das es sowas gibt

  • Harald_C am 06.10.2017 09:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorschriften verhindern defacto Registrierung

    Die österreichischen Vorschriften verhindern defacto einen umfassende Drohnenregistrierung. Die Austrocontrol verlangt für eine Betriebsbewilligung ca. 300 EUR und das pro Jahr! Das ist reine Abzocke - welcher Hobbyflieger wird sich das antun? Wenn wir nach Deutschland schauen, dann sieht es dort so aus: Drohne kostenlos registrieren lassen und man muss auf die Drohne ein Schild mit Namen und Anschrift anbringen - das war es. Ich bin mir sicher mit einer ähnlichen Regelung in Österreich würde die Registrierung keinerlei Problem sein.

  • Censorship am 05.10.2017 10:20 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht so übel..

    "50 Prozent aller Drohnen-Besitzer pfeifen auf Gesetz" Bessere Quote, als bei den Radfahrern...