Kontrollen am Flughafen

01. Oktober 2017 13:13; Akt: 01.10.2017 13:29 Print

Ab heute gilt das Burka-Verbot in Österreich

Mit vermehrten Kontrollen wollen die Behörden auf dem Flughafen Wien das neue Verhüllungsverbot durchsetzen. Frauen mit Burka oder Niqab drohen Strafen.

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Mit Schwerpunktkontrollen auf dem Flughafen Wien wollen die Behörden das vom heutigen Sonntag an geltende Verbot von Burka und Niqab durchsetzen. Die Polizei werde im Ankunftsbereich zusätzliche Beamte im Einsatz haben, sagte ein Polizeisprecher.

Beim Vorgehen sei Fingerspitzengefühl gefragt. "Wir werden natürlich mit dementsprechender Verhältnismäßigkeit an diese Sache herangehen, aber wir haben das Gesetz als Polizei ganz einfach zu vollziehen", so der Sprecher weiter.

In Österreich dürfen ab 1. Oktober generell Gesichter nicht mehr verhüllt werden. Das betrifft alle Trägerinnen von Burkas oder Niqabs sowie Menschen, die ohne medizinische Notwendigkeit Atemschutzmasken tragen.

Das Innenministerium hat Broschüren vorbereitet, die auf Deutsch, Englisch, Türkisch und Arabisch informieren. Wer sich weigert, sein Gesicht zu zeigen, riskiert 150 Euro Strafe.

"Benimm-Fibel" im Salzburger Land

Betroffen von dem Gesetz ist nicht zuletzt der Ort Zell am See im Salzburger Land. Dort machen jeden Sommer Zehntausende arabische Gäste Ferien.

Nach den Deutschen stellen laut örtlichem Tourismusverband Reisende aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten die zweit- und drittgrößte Gruppe der Reisenden. Der Tourismusverband hatte 2014 für arabische Gäste eine "Benimm-Fibel" verfasst, die über die wichtigsten Regeln im Zusammenleben informierte. Sie wird aktuell laut Tourismusverband nicht mehr verteilt.

In der Schweiz stimmt Volk ab

In der Schweiz ist eine Initiative für ein nationales Verbot der Vollverschleierung hängig. Im Tessin gilt ein solches bereits. Auch in St. Gallen beschloss das Parlament ein Verbot. Burkaverbote gibt es auch in Frankreich und Belgien. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat in zwei Urteilen festgestellt, dass das Verbot rechtens ist.

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(chk)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • zisch09 am 01.10.2017 14:09 Report Diesen Beitrag melden

    gute Nachricht

    Und das ist gut so.

  • Michi am 01.10.2017 14:21 Report Diesen Beitrag melden

    Schlupfloch

    Ich hoffe, dass Polizisten einen öffentlichen Check beim Schlupfloch "Gesundheitsmasken" machen. Dann sieht man eh gleich, ob's Missbrauch ist oder nicht, wenn die Maske in der Öffentlichkeit abgelegt wird oder nicht.

  • Herbert Kappel am 01.10.2017 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    VermummungsVERBOT

    Das Gesetz gilt das jeder sein Gesicht zeigen muss . Wo ist da ein Problem ?

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Europäer am 02.10.2017 10:18 Report Diesen Beitrag melden

    Denkanstoß für die Gesetzeshüter

    Das Vermummunsverbot hoffe ich, gilt auch für die Primitive 5 Jahreszeit in Österreich. Und im falle das wieder mal in Österreich die Primitivität siegt, gibt es garantiert ab 01.11.2017 um 11.11 Uhr, viele Überstunden der Exekutive.

  • Ghonim am 02.10.2017 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    Meine meinung

    Das ist eine Freiheit und ein Recht ! Darf man das nicht machen !

  • Herbert Kappel am 01.10.2017 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    VermummungsVERBOT

    Das Gesetz gilt das jeder sein Gesicht zeigen muss . Wo ist da ein Problem ?

    • Big Brother am 01.10.2017 14:51 Report Diesen Beitrag melden

      Gesetze sind dazu da um gebrochen zu werden!

      Das Problem ist das mir an Öffentlichen Orte zu viele Kameras hängen und ich keine Lust hab das mich jeder filmt auch wenn ich nix zu verbergen habe das ist ein menschliches Recht! Werde weiterhin mit Kapuze am Kopf und Schall im Gesicht herumlaufen!

    • gerraldo am 01.10.2017 15:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Big Brother

      Da liegen sie leider falsch. Es ist kein "menschliches Recht", im öffentlichen Raum nicht gefilmt zu werden. Auch nicht "ihr gutes...". Wenn sie mit Kapuze und Schal vermummt herumlaufen, werden sie hoffentlich bald ebenso abgestraft werden, wie Burkaträgerinnen. Auch sie können sich nicht die Gesetze herauspicken, die ihnen gefallen und gegen die anderen straflos verstoßen. Das ist kein Wunschkonzert!

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  • Michi am 01.10.2017 14:21 Report Diesen Beitrag melden

    Schlupfloch

    Ich hoffe, dass Polizisten einen öffentlichen Check beim Schlupfloch "Gesundheitsmasken" machen. Dann sieht man eh gleich, ob's Missbrauch ist oder nicht, wenn die Maske in der Öffentlichkeit abgelegt wird oder nicht.

  • zisch09 am 01.10.2017 14:09 Report Diesen Beitrag melden

    gute Nachricht

    Und das ist gut so.