Für Afrika

28. Juli 2017 11:19; Akt: 28.07.2017 11:58 Print

Caritas hängt Skandal des Hungers an die Glocke

In Afrika leiden mehr als 20 Millionen Menschen an Hunger. Die Caritas setzt ein Zeichen und lässt heute die Kirchenglocken fünf Minuten lang läuten.

Hungersnot in Afrika (Bild: Reuters (Symbolbild))

Hungersnot in Afrika (Bild: Reuters (Symbolbild))

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Die Caritas schlägt Alarm: Um Punkt 15 Uhr werden heute in mehr als 3.000 katholischen Kirchen vom Bodensee bis zum Neusiedler See die Glocken ganze fünf Minuten lang läuten. "Wir müssen den Skandal des Hungers an die große Glocke hängen", erklärt Caritas-Präsident Michael Landau in einer Pressekonferenz. "Es ist ein Aufruf zum gemeinsamen Handeln, über den kirchlichen Rahmen hinaus", hält er fest und hofft, "dass es die Menschen wachrüttelt und jene, die sich bereits engagieren, ermutigt".

20 Millionen Menschen von Hungersnot bedroht

Kürzlich war Landau in Kenia und hat dort die schrecklichen Umstände, unter denen die Menschen leben, hautnah mitbekommen: Frauen müssen oft über 20 Kilometer bis zur nächsten Gesundheitsstation marschieren. Die Kinder bekommen nicht mehr als eine Schale Maisbrei am Tag zu essen. Nun will der Caritas-Chef mit der außergewöhnlichen Aktion auf die Hungersnot in Afrika, die mehr als 20 Millionen Menschen bedroht, aufmerksam machen.

"Wegschauen ist keine Option"

Mit "abgemagerten Kindern, verzweifelten Müttern, Menschen im Kampf zwischen Leben und Tod, verdörrten Feldern" will sich Landau nicht abfinden. Sein Ziel: 100.000 Menschen vor dem Hungertod retten. Das will er mit einem "Marshallplan für Afrika" erreichen. Der Auslandskatastrophenfond soll nach skandinavischem Vorbild aufgestockt werden. "Hunger ist kein Naturgesetz, Wegschauen keine Option", appelliert Landau.

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(adu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lisa am 28.07.2017 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    CARITAS

    Geburtenkontrolle!!!!!Die Menschen verhungern, und die Frauen bekommen weiterhin 8 -10 Kinder wohon soll das führen.Caritas soll sich darum kümmern.Europa spendet dafür seit Jahrzehnten ..... in meiner Schulzeit wurde schon dafür gesammelt.Ich bin über 60 Jahre........

    einklappen einklappen
  • Cesnorship am 28.07.2017 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    Wein predigen...

    Lässt sie die Glocken auf für die ausgebeuteten Caritas Mitarbeiter läuten?? Der Vatikan hat seine Grenzen nicht für Flüchtlinge geöffnet. Der Vatikan hat keine seiner Reichtümer verkauft, um zu helfen. Er schickt auch nicht, als eine der größten Militärmächte der Welt (prozentual zu den Einwohnern), keine Friedenstruppen, um die unschuldigen zu schützen... Aber groß reden...

  • zimbo am 28.07.2017 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Soller doch selber

    runterfahren und vorort helfen.Tr9stlich zu wissen, dass es bald keine Kirchen mehr gibt.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Franz am 29.07.2017 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    Mulloch

    Lisa sie haben schon recht aber von 100 euro die wir spenden kommen nur 9 Euro an warum weil ein aufgeblähter verwaltungs mulloch der NGOS alles auffrisst den wenn man in 60 Jahren trotz ich würde sagen Milliarden Spenden nichts zusammengebracht wurde dann stimmt doch was nicht

  • manu am 29.07.2017 09:32 Report Diesen Beitrag melden

    und was

    soll das bringen wenn die glocken 5min läuten? es ändert nichts an der situation

  • Franz am 29.07.2017 09:24 Report Diesen Beitrag melden

    Fächten

    Typisch caritas wenn ihr von Caritas das Glocken Gebimmel lassen würdet und stelle der anfallenden Kosten des Gklockenläuten das damit verprasste Geld sinnvoll verwenden würdet hättet ihr damit schon wieder unzähligen das Leben retten können

  • Hans am 28.07.2017 17:54 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffnungsloser Kontinent

    In Afrika wären 2 bis 3 Ernten im Jahr möglich. Zwar nur bei geschickter Bewässerung der Trockenzonen, aber es wäre möglich. Die alten Babylonier konnten es, die alten Ägypter konnten es, die Ostasiaten können es. Ohne Maschinenpark. Die Afrikaner können es nicht.

  • Geri am 28.07.2017 17:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hunger

    Wenigstens ist Österreich für den Hunger in der Welt zuständig